Fangen (Editing)

Zusammenfassung

Verschiebt Punkte oder Stützpunkte so, dass diese mit den Stützpunkten, Kanten oder Endpunkten anderer Features genau lagegleich sind. Sie können Fangregeln angeben, um zu steuern, ob Eingabestützpunkte innerhalb einer angegebenen Entfernung am nächsten Stützpunkt, an einer Kante oder an einem Endpunkt gefangen werden.

Abbildung

Abbildung "Fangen"
Fangbeispiele

Verwendung

    Vorsicht:

    Mit diesem Werkzeug werden die Eingabedaten geändert. Weitere Informationen und Strategien zur Vermeidung unerwünschter Datenänderungen finden Sie unter Werkzeuge, die keine Ausgabe-Datasets erstellen.

  • Mit dem Parameter Fangumgebung können die Stützpunkte der Eingabe-Features von den Stützpunkten, Kanten und Endpunkten mehrerer Layer oder Feature-Classes gefangen werden. Wenn mehrere Fangregeln angegeben werden, werden dafür die folgenden Prioritäten verwendet: von oben nach unten im Werkzeugdialogfeld oder von links nach rechts bei der Skripterstellung.

  • Die Stützpunkte der Eingabe-Features werden innerhalb der angegebenen Entfernung am nächsten Stützpunkt, der Kante oder dem Endpunkt gefangen.

  • Im Parameter Fangumgebung können mehrere Fangregeln festgelegt werden, indem der gleiche Layer oder die gleiche Feature-Class mit einem anderen Typ (END | VERTEX | EDGE) verwendet wird.

  • Wenn ein Layer oder eine Feature-Class mit einer Selektion als Eingabe verwendet wird, werden nur die Stützpunkte der ausgewählten Features gefangen.

  • Beim Fangen von Features in einer Feature-Class an Features derselben Feature-Class, wird das Feature mit der niedrigeren Objekt- oder Feature-ID in der Regel an dem Feature mit der höheren Objekt-ID gefangen (Feld OBJECTID bzw. FID für Shapefiles). Wenn beispielsweise Punkte mit den Feldwerten 1 und 2 für OBJECTID innerhalb der Fangentfernung liegen, wird der OBJECTID-Feldwert 1 an der Position des Punktes mit dem OBJECTID-Feldwert 2 gefangen (und nicht umgekehrt).

  • Hinweis:

    Ein Anwendungsfall für dieses Werkzeug ist das Beheben der Unterschiede von gemeinsamen oder allgemeinen Grenzen zwischen zwei Datasets, indem die Stützpunkte einer Grenze von den Stützpunkten, Kanten oder Endpunkten der anderen Grenze gefangen werden. Falls die Eingabe-Features nicht über die gleiche Anzahl an Stützpunkten verfügen, um die genaue Krümmung der anderen Grenze nachzubilden, können den Eingabe-Features mit dem Werkzeug Verdichten Stützpunkte hinzugefügt werden. Auf diese Weise kann eine höhere Detaillierungsebene erreicht werden.

Syntax

Snap(in_features, snap_environment)
ParameterErklärungDatentyp
in_features

Die Eingabe-Features, deren Stützpunkte von den Stützpunkten, Kanten oder Endpunkten anderer Features gefangen werden. Die Eingabe-Features können Punkte, Multipoints, Linien oder Polygone sein.

Feature Layer
snap_environment
[[Features, Type, Distance],...]

Geben Sie die Feature-Classes oder Feature-Layer ein, die die Features enthalten, an denen gefangen werden soll.

Komponenten der Fangumgebung:

  • Features: Features, an denen die Stützpunkte der Eingabe-Features gefangen werden. Diese Eingabe-Features können Punkte, Multipoints, Linien oder Polygone sein.
  • Typ: Der Typ des Feature-Teils, an dem die Stützpunkte des Eingabe-Features gefangen werden können (ENDE | STÜTZPUNKT | KANTE).
  • Entfernung: Die Entfernung, innerhalb der die Stützpunkte der Eingabe-Features von dem nächsten Stützpunkt, der nächsten Kante oder dem nächsten Endpunkt gefangen werden.

Typoptionen für die Fangumgebung:

  • ENDE: Eingabe-Feature-Stützpunkte werden an Feature-Enden gefangen.
  • STÜTZPUNKT: Eingabe-Feature-Stützpunkte werden an Feature-Stützpunkten gefangen.
  • KANTE: Eingabe-Feature-Stützpunkte werden an Feature-Kanten gefangen.
Hinweis:

Wenn im Parameter "Fangumgebung" zusammen mit der Entfernung keine Einheit angegeben wird (also 10 anstatt 10 Metern), wird standardmäßig die lineare Einheit oder Winkeleinheit aus dem Koordinatensystem des Eingabe-Features verwendet. Sofern die Eingabe-Features über ein projiziertes Koordinatensystem verfügen, wird dessen lineare Einheit verwendet.

Value Table

Abgeleitete Ausgabe

NameErklärungDatentyp
out_feature_class

Die aktualisierten Eingabe-Features.

Feature-Class

Codebeispiel

Fangen – Beispiel 1 (Python-Fenster)

Das folgende Skript veranschaulicht die Verwendung des Werkzeugs Snap im Python-Fenster.

import arcpy
arcpy.env.workspace = "C:/data"
arcpy.Snap_edit("climate.shp", 
                [["Habitat_Analysis.gdb/vegtype", "VERTEX", "30 Feet"], 
                 ["Habitat_Analysis.gdb/vegtype", "EDGE", "20 Feet"]])
Fangen – Beispiel 2 (eigenständiges Skript)

Klimazonengrenze wird von Vegetations-Layer-Grenze gefangen, um sicherzustellen, dass die gemeinsame Grenze lagegleich ist.

# Name: Snap.py
# Description: Snap climate regions boundary to vegetation layer boundary 
#                    to ensure common boundary is coincident
# import system modules 
import arcpy
# Set environment settings
arcpy.env.workspace = "C:/data"
# Make backup copy of climate regions feature class, since modification with 
#  the Editing tools below is permanent
climate = "climate.shp"
climateBackup = "C:/output/Output.gdb/climateBackup"
arcpy.CopyFeatures_management(climate, climateBackup)
# Densify climate regions feature class to make sure there are enough vertices 
#  to match detail of vegetation layer when layers are snapped
arcpy.Densify_edit(climate, "DISTANCE", "10 Feet")
# Snap climate regions feature class to  vegetation layer vertices and edge
veg = "Habitat_Analysis.gdb/vegtype"
# first, snap climate region vertices to the nearest vegetation layer vertex within 30 Feet
snapEnv1 = [veg, "VERTEX", "30 Feet"]
# second, snap climate region vertices to the nearest vegetation layer edge within 20 Feet
snapEnv2 = [veg, "EDGE", "20 Feet"]
arcpy.Snap_edit(climate, [snapEnv1, snapEnv2])

Lizenzinformationen

  • Basic: Nein
  • Standard: Ja
  • Advanced: Ja

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