Monotonie

Available with ArcGIS Pro Standard and Data Reviewer licenses.

Zusammenfassung

Die Prüfung Monotonie sucht nach Polylinien-Features, die Monotoniefehler in den Höhen- oder Messwerten (Z-Werte oder M-Werte) enthalten.

Überblick

Die Prüfung Monotonie dient dazu, Features zu identifizieren, die Z-Werte oder M-Werte enthalten, die keinen streng monoton steigenden oder fallenden Wert haben. Features, die nicht monotone Werte enthalten, können die Ergebnisse Ihrer Analysen und Modelle beeinträchtigen.

Features können auch ausgewertet werden, um zu bestimmen, ob die Werte einen Trend aufweisen. Features, die Knotenwerte ohne den erwarteten Trend enthalten, können die Ergebnisse Ihrer Analysen beeinträchtigen.

Bei der Konfiguration als Beschränkungsregel wird nach der Erstellung oder Änderung eines Features auf der Grundlage der in den Parametern der Regel definierten Bedingungen eine Fehlermeldung zurückgegeben.

Bei der Konfiguration als Validierungsregel wird während der Validierung ein Fehler erstellt, wenn ein Feature entweder einen Stützpunkt, der nicht monoton ist, enthält oder andere in der Regel angegebene Bedingungen erfüllt. In M-Wert-Validierungen werden Stützpunkte, die keine Messwerte enthalten (NaN), ebenfalls als Fehler zurückgegeben.

Branchenspezifische Szenarien

  • Beim Wasserressourcenmanagement werden Höhenwerte, die in optimierten Features gespeichert werden, verwendet, um den digitalen Höhenmodellen (Hydro-DEM) weitere Details hinzuzufügen, um bekannte Drainagemuster umzusetzen.
  • Bei der Straßenverwaltung können sich Straßenrouten, die mehrere aufeinanderfolgende Stützpunkte mit demselben Messwert enthalten, negativ auf Längenberechnungen auswirken (zum Beispiel bei den Kilometerberichten des US-Verkehrsministeriums).

Beispiele

Nicht monoton: Die folgende Abbildung zeigt zwei (2) Linien-Features mit Z-Werten und M-Werten, die keinen streng monoton steigenden oder fallenden Wert haben:

Monotonie der Z-Werte und M-Werte

Unterstützte Workflows

ArcGIS Data Reviewer-Prüfungen unterstützen mehrere Methoden für das Implementieren der automatisierten Überprüfung von Daten. Die folgende Tabelle enthält die unterstützten Implementierungsmethoden für diese Prüfung:

ValidierungEinschränkung

Reviewer-Batch-Auftrag

Attribut(validierungs)regel

Ja

(ArcGIS Pro 2.4 oder höher)

Ja

Ja

(ArcGIS Pro 2.5 oder höher)

Hinweis:

Kartenbasierte Reviewer-Regeln werden nicht mehr unterstützt und stehen nicht mehr zur Verwendung zur Verfügung. Es wird empfohlen, dass Sie die Workflows für die automatisierte Überprüfung auf Data Reviewer-Funktionen, die in Attributregeln verfügbar sind, umstellen. Wenn ein Kartendokument (.aprx) in ArcGIS Pro 3.0 geöffnet oder gespeichert wird, werden alle vorhandenen Kartenregeln aus dem Dokument entfernt.

Syntax

ParameterErforderlichBeschreibungWorkflows

Subtype

Nein

Der Subtype, auf den die Regel angewendet wird.

Einschränkung

Validierung

Attribut

Nein

Eine Abfrage, mit der die Features identifiziert werden, auf die die Regel angewendet wird.

Validierung

Evaluieren

Ja

Die Eigenschaft, die ausgewertet werden soll.

Wählen Sie aus, ob Z-Werte oder M-Werte ausgewertet werden sollen.

Einschränkung

Validierung

Suchziel

Ja

Fehlerbedingungen, die durch die Regel evaluiert werden. Alle Features, deren Werte mit den in der Regel definierten Werten übereinstimmen, werden als Fehler zurückgegeben.

  • Nicht monotone Features: Feature-Stützpunkte werden zurückgegeben, wenn die Stützpunkte keinen streng monoton steigenden oder fallenden Wert haben.
  • Gleiche Werte (Von = Bis): Features werden zurückgegeben, wenn der Ausgangs-Node dem Ziel-Node entspricht.
  • Fallende Werte (Von > Bis): Features werden zurückgegeben, wenn der Ausgangs-Node größer als der Ziel-Node ist.
  • Steigende Werte (Von < Bis): Features werden zurückgegeben, wenn der Ausgangs-Node kleiner als der Ziel-Node ist.

Einschränkung

Validierung

Trigger

Ja

Die Bearbeitungsereignisse, welche die Anwendung der Regel auslösen.

  • Einfügen: Löst die Regel aus, wenn ein neues Feature hinzugefügt wird.
  • Aktualisieren: Löst die Regel aus, wenn ein Feature aktualisiert wird.
  • Löschen: Löst die Regel aus, wenn ein Feature gelöscht wird.

Einschränkung

Name

Ja

Ein eindeutiger Name für die Regel.

Diese Informationen dienen zur Unterstützung der Rückverfolgbarkeit von Berichten zu Anforderungen der Datenqualität, der automatisierten Berichterstellung und von Korrektur-Workflows.

Einschränkung

Validierung

Beschreibung

Nein

Eine von Ihnen definierte Beschreibung des Fehlers, wenn ein nicht konformes Feature gefunden wurde.

Diese Information dient der Vereinfachung von Korrektur-Workflows.

Einschränkung

Validierung

Schweregrad

Nein

Der Schweregrad des Fehlers, der bei nicht konformen Features zugewiesen wird.

Dieser Wert gibt die Bedeutung des Reviewer-Ergebnisses in Bezug auf andere Ergebnisse an. Die Werte liegen zwischen 1 und 5, wobei 1 der höchsten Priorität und 5 der niedrigsten Priorität entspricht.

Validierung

Tags

Nein

Eigenschaft der Reviewer-Regel taggen.

Diese Information wird bei der Erstellung von Regeln und in Verwaltungs-Workflows verwendet und dient der Rückverfolgbarkeit und Erstellung von Berichten zu Anforderungen der Datenqualität.

Einschränkung

Validierung

Hinweise

  • Damit Polylinien-Features in dieser Prüfung verwendet werden können, müssen sie entweder Z-aktiviert oder M-aktiviert sein.
  • Differenzen in Z-Werten oder M-Werten zwischen benachbarten Stützpunkten, die innerhalb der entsprechenden Toleranz liegen, werden bei der Prüfung auf Monotonie nicht verglichen.
  • Damit Polylinien-Features in dieser Prüfung, bei der Z-Werte ausgewertet werden, verwendet werden können, müssen sie ein definiertes vertikales Koordinatensystem aufweisen.
  • Bei der Prüfung auf Monotonie werden die Werte von "Von Knoten" und "Zum Knoten" eines Features verwendet, um zu bestimmen, ob Z-Werte oder M-Werte streng monoton steigen oder fallen.
  • Stützpunkte, die innerhalb der XY-Toleranz des Features liegen, werden bei der Prüfung auf Monotonie nicht verglichen.
  • Multipart-Features werden bei der Prüfung auf Monotonie in der Reihenfolge der Teile (Teil 0, Teil 1 usw.) ausgewertet.
  • Wenn diese Prüfung als Attribut(validierungs)regel erstellt wurde und an einem Feature mehrere Fehlerbedingungen erkannt wurden (zum Beispiel nicht monoton und steigend), wird ein einzelnes Fehler-Feature erstellt. Wenn diese Prüfung in einen Reviewer-Batch-Auftrag eingefügt wurde, wird für jede Bedingung ein Fehlerergebnis erstellt.
  • Der Filterparameter Attribut ist auf Vergleichsoperatoren (=, <>, >, <, >=, <=) und logische Operatoren (AND/OR, IN/NOT IN, LIKE/NOT LIKE, IS NULL) begrenzt.

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