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Einzugsgebiet-Index

Mit der Network Analyst-Lizenz verfügbar.

Ein Einzugsgebiet-Index bietet ganz allgemein Verbesserungen einer Einzugsgebiet-Analyse, da die Verarbeitungszeit verringert und die Qualität der Ausgabe-Polygone verbessert wird. Auf diese Eigenschaft kann über das Dialogfeld Eigenschaften: Netzwerk-Dataset zugegriffen werden – sie ist standardmäßig aktiviert. Sie können das Kontrollkästchen aktivieren oder deaktivieren, um anzugeben, ob ein Einzugsgebiet-Index erstellt werden soll. Ist das Kontrollkästchen deaktiviert und Sie möchten einen Einzugsgebiet-Index erstellen, aktivieren Sie das Kontrollkästchen Einzugsgebiet-Index, und erstellen Sie das Netzwerk-Dataset neu.

Verarbeitungsdauer

Das Generieren von Einzugsgebiet-Polygonen in einem Netzwerk-Dataset mit Index kann viel schneller erfolgen als ohne. In manchen Fällen erfolgt sie sogar 10- bis 14-mal schneller. Doch ein Index führt nur dann zur Verringerung der Verarbeitungszeit, wenn die von Ihnen konfigurierte Einzugsgebiet-Analyse folgende Kriterien erfüllt:

  • Hierarchie wird nicht verwendet. (Siehe nachfolgender Abschnitt "Hierarchie".)
  • Die Ausgabe-Polygone sind generalisiert. (Polygone mit hoher Genauigkeit können keinen Index verwenden.)
  • Es werden keine Linien generiert.

Das Erstellen eines Netzwerk-Datasets, das über einen Index verfügt, dauert länger ohne den Index. Wenn Sie häufiger Einzugsgebiete generieren, als das Netzwerk zu erstellen, ist daher die Einbeziehung des Index eine lohnenswerte Option.

Hierarchie

Beim Generieren eines großen Einzugsgebiets ist die Verwendung einer Hierarchie statt eines Index tendenziell schneller. Was ein großes Einzugsgebiet bildet, hängt von der Dichte ab oder davon, wie viele Kanten in dem Netzwerk-Dataset vorhanden sind, sowie von anderen Faktoren. Im Allgemeinen erstreckt sich jedoch ein großes Einzugsgebiet für ein Straßennetz über mindestens 60 Minuten Fahrzeit bzw. 60 Meilen (97 Kilometer) Fahrstrecke.

Hierarchische Einzugsgebiete werden in erster Linie entlang von Straßen höheren Ranges wie Fernverkehrsstraßen gemessen, und ihre Ausgabe-Polygone spiegeln dies wider. Wenn die Polygon-Qualität wichtiger ist als die Verarbeitungszeit, sollten Sie sich für die Generierung der Einzugsgebiete mit dem Index entscheiden.

Polygonaussehen

Einzugsgebiete messen die Reichweite einer Einrichtung entlang des Netzwerks, weshalb die genaueste Ausgabe Linien-Features sind, die den Netzwerkkanten folgen, die erreichbar sind. Die Erstellung von Polygonen aus den durchlaufenen Kanten ist in gewisser Weise subjektiv, weil die Netzwerkanalyse nicht das Netzwerk abmisst. Die folgende Serie von Bildern zeigt, wie sich die Ausgabe-Polygone voneinander unterscheiden.

  • Generalisierte Polygone: Die Messungen ignorieren Straßen niedrigeren Ranges weitgehend; der Fokus liegt stattdessen auf Straßen höheren Ranges. Einige der vom Polygon abgedeckten Ortsstraßen können so nicht richtig erreicht werden.

    Generalisierte Polygone

  • Polygone mit Standardgenauigkeit (ohne Index): Diese Polygone sind etwas detaillierter als die hierarchischen, aber weniger detailliert als die generalisierten Polygone, die in einem Netzwerk mit Index erstellt werden. Das Generieren von generalisierten Polygonen ohne Index dauert länger als bei hierarchischen Polygonen und generalisierten Polygonen mit Index.

    Polygone mit Standardgenauigkeit ohne Index-Verwendung

  • Polygone mit Standardgenauigkeit mit Index-Verwendung: Die Verarbeitungszeit zur Generierung dieser Polygone ist kürzer als bei denen, die ohne Index generiert werden. Außerdem haben diese Polygone einen etwas höheren Detailgrad. Die Qualitätsverbesserungen werden insbesondere bei kurvigen Straßen sichtbar – die Polygone folgen den Kurven besser – und in der Nähe der Grenzen, wo der Index verhindert, dass das Polygon sich versehentlich mit Straßen überlappt, die nicht erreicht werden könnten.

    Polygone mit Standardgenauigkeit mit Index-Verwendung

  • Polygone mit hoher Genauigkeit: Der offensichtliche Unterschied zwischen Polygonen mit hoher Genauigkeit und anderen Polygonen besteht darin, dass erstere Löcher enthalten, wo Netzwerkkanten zwar vorhanden sind, aber wegen einer langen und mit Umwegen behafteten Zufahrtsstraße nicht erreicht werden können oder – noch häufiger – Beschränkungen vorliegen, die den Verkehr auf diesen Kanten unzulässig machen. Beispielsweise würde die Aktivierung einer Beschränkung, die den Verkehr auf Privatstraßen verbietet, dazu führen, dass das resultierende Polygon rund um Privatstraßen Löcher aufweist.

    Polygone mit hoher Genauigkeit

Kürzen

Die Einstellungen für Polygon kürzen haben keine Auswirkungen auf die Verarbeitungszeit bei der Analyse, wenn der Einzugsbereichs-Index referenziert wird. Die Kürzungsentfernung wird allerdings immer auf den nächsten 25. Meter aufgerundet. Wenn Sie Ihre Kürzungsentfernung z. B. auf 40 Meter einstellen, beträgt die tatsächliche Kürzungsentfernung 50 Meter.