Skip To Content

Dataset-Systemtabellen

Wenn Sie eine Abfrage in der Datenbank mit dem Datenbankmanagementsystem oder mit SQL-Werkzeugen ausführen, werden Geodatabase-Dataset-Tabellen angezeigt. Alle Tabellen, aus denen ein einzelnes Dataset besteht, werden im Schema des Datenbankbenutzers gespeichert, der das Dataset erstellt hat.

Die Tabellen, die für die einzelnen in einer Enterprise-Geodatabase unterstützten Dataset-Typen erstellt werden, werden hier aufgeführt, sodass Sie sie ermitteln können. Diese Tabellen sollten mit SQL geändert werden.

Feature-Datasets

Bei Feature-Datasets handelt es sich um Objekte, mit denen Sie bestimmte Geodatabase-Dataset-Typen implementieren können, z. B. Netzwerke oder Topologien. Ein Feature-Dataset ist keine separate Tabelle in der Datenbank, sondern eine virtuelle Sammlung von Feature-Classes und Controller-Datasets (oder Erweiterungs-Datasets), die durch eine gemeinsame ID gruppiert werden. Die ID wird in der Systemtabelle gdb_items verwaltet. Jede Feature-Class wird durch die Systemtabelle gdb_itemrelationships als Teil des Feature-Datasets identifiziert.

Geometrisches Netzwerk

Geometrische Netzwerke sind Sammlungen von Line-Feature-Classes (Kante) und Point-Feature-Classes (Knoten) in einem Feature-Dataset, die eine Konnektivitätsbeziehung haben. Geometrische Netzwerke sind ältere Dataset-Typen, die zur Modellierung von Versorgungsinfrastrukturen wie elektrischen Versorgungsleitungen und Abwassersystemen verwendet werden.

Sie können in ArcGIS Pro keine geometrischen Netzwerke erstellen, es ist jedoch möglich, sie anzuzeigen.

Die Anzahl der Tabellen hängt davon ab, welche Elemente das Netzwerk enthält. Für ein geometrisches Netzwerk, das Kantenübergänge und Gewichtungen enthält, können maximal 21 Tabellen erstellt werden.

Das Sternchen (*) in der folgenden Liste kennzeichnet Tabellen, die immer für ein geometrisches Netzwerk erstellt werden. Die ID in den Tabellennamen ist die logische ID des Netzwerks, die in der Systemtabelle gdb_items gespeichert wird.

  • n_<id>_desc*
  • n_<id>_e<#>*
  • n_<id>_edesc
  • n_<id>_estatus*
  • n_<id>_etopo*
  • n_<id>_flodir*
  • n_<id>_j<#>
  • n_<id>_jdesc*
  • n_<id>_jstatus*
  • n_<id>_jtopo*
  • n_<id>_jtopo2
  • n_<id>_props*
  • n_<id>_t<#>
  • n_<id>_tdefn
  • n_<id>_tdefn2
  • n_<id>_tdesc
  • n_<id>_tstatus

Netzwerk-Datasets

Netzwerk-Datasets sind Sammlungen von Feature-Classes mit einer Konnektivitätsbeziehung. Netzwerk-Datasets werden mit drei Typen von Quellen erstellt: Kanten-Feature-Quellen, z. B. Straßenmittelachsen, Knoten-Feature-Quellen, z. B. Point-Feature-Classes mit Eisenbahnübergängen, und Kantenübergang-Feature-Quellen. Sie dienen zur Modellierung von Verkehrsdaten.

Sie können in ArcGIS Pro keine Netzwerk-Datasets erstellen oder aktualisieren, es ist jedoch möglich, sie anzuzeigen.

In den folgenden Tabellen werden Netzwerk-Dataset-Informationen gespeichert. Die ID in den ersten sechs Tabellen entspricht der logischen Kennung des Netzwerks. "itemID" in den beiden letzten Tabellen ist die Objekt-ID des Netzwerks in der Systemtabelle gdb_items.

  • n_<id>_desc
  • n_<id>_edgeweight
  • n_<id>_junctionweight
  • n_<id>_props
  • n_<id>_topology
  • n_<id>_turnweight
  • nd_<itemid>_dirtyareas
  • nd_<itemid>_dirtyobjects

Versorgungsnetze (Utility Networks)

Bei Versorgungsnetzen handelt es sich um verschiedene zusammenhängende Tabellen in einer Enterprise-Geodatabase, die eine Umgebung für die Modellierung von Versorgungssystemen wie Strom, Gas, Wasser, Regenwasser, Abwasser und Telekommunikation bieten.

Sie erstellen Versorgungsnetze in Enterprise-Geodatabases mit ArcGIS Pro und veröffentlichen sie auf einer ArcGIS GIS Server-Site, die mit einem ArcGIS Enterprise-Portal verbunden ist. Die anderen Mitglieder des Portals interagieren mit dem Netz über das Portal-Element, nicht über den Layer in der Geodatabase.

Nachfolgend werden die Tabellen aufgeführt, aus denen ein Versorgungsnetz besteht.Einige der Tabellen werden zum ersten Mal generiert, wenn Sie einen Vorgang durchführen, der die Existenz der Tabelle erfordert. "ObjectID" in den Tabellennamen ist der oid-Wert aus der Systemtabelle gdb_items.

  • un_<objectID>_aggregations
  • un_<objectID>_associations
  • un_<objectID>_attributeoverrides
  • un_<objectID>_connectivityoverrides
  • un_<objectID>_containers
  • un_<objectID>_diagrams
  • un_<objectID>_dirtyareas
  • un_<objectID>_edgeweights
  • un_<objectID>_edges
  • un_<objectID>_eidmappings
  • un_<objectID>_elementassociations
  • n_<id>_junctionweight
  • un_<objectID>_junctions
  • un_<objectID>_lineerrors
  • un_<objectID>_pointerrors
  • un_<objectID>_polygonerrors
  • un_<objectID>_props
  • un_<objectID>_relations
  • un_<objectID>_rules
  • un_<objectID>_subnetworks
  • un_<objectID>_systemjunctions
  • un_<objectID>_templates
  • un_<objectID>_tmp*
  • un_<objectID>_topology
  • un_<objectID>_weightdefs

Parcel-Fabrics

Parcel-Fabrics sind eine Art von Dataset in der Geodatabase, das mittels Daten aus Vermessungsplänen erstellt und verwaltet wird. Die Fabric ist eine kontinuierliche, integrierte Oberfläche aus verbundenen Flurstücken und stellt den vollständigen Vermessungsdatensatz für einen Landstrich dar. Das Dataset enthält mehrere Feature-Classes. Diese Feature-Classes stellen die Grenzen, Endpunkte und andere physische Attribute von Flurstücken dar.

Es gibt zwei Parcel-Fabric-Implementierungen: Parcel-Fabrics, auf die über Feature-Services zugegriffen wird, und ArcMap-Parcel-Fabrics.

Parcel-Fabrics

Die folgenden Tabellen werden in der Datenbank erstellt, wenn Sie eine Parcel-Fabric über ArcGIS Pro erstellen:

  • <parcel_fabric>_connections
  • <parcel_fabric>_points
  • <parcel_fabric>_records

Diese Tabellen sind zusammen mit den Feature-Class-Tabellen, die für den Parcel-Fabric-Typ erforderlich sind, in ArcGIS Pro und in der Datenbank sichtbar.

ArcMap-Parcel-Fabrics

Auf ältere Parcel-Fabrics wird in der Geodatabase direkt über ArcMap zugegriffen. Diese Parcel-Fabric-Typen sind in ArcGIS Pro schreibgeschützt.

Die folgenden Tabellen in der Datenbank sind Bestandteil einer ArcMap-Parcel-Fabric:

  • <parcel_fabric>_accuracy
  • <parcel_fabric>_adjustments
  • <parcel_fabric>_control
  • <parcel_fabric>_history
  • <parcel_fabric>_idsequencer
  • <parcel_fabric>_jobobjects
  • <parcel_fabric>_jobs
  • <parcel_fabric>_levels
  • <parcel_fabric>_linepoints
  • <parcel_fabric>_lines
  • <parcel_fabric>_parcels
  • <parcel_fabric>_plans
  • <parcel_fabric>_points
  • <parcel_fabric>_vectors

Topologien

Topologien sind Regeln, die Datenintegrität durchsetzen und das Verhalten von räumlich in Beziehung stehenden Feature-Classes verwalten. Eine Geodatabase-Topologie speichert Informationen zu den Feature-Classes der Topologie, zur Cluster-Toleranz der Topologie, zur relativen Rangstufe jeder Feature-Class in der Topologie und eine Liste der Regeln für diese Topologie.

Wenn Sie eine Topologie überprüfen, werden die nicht überprüften Bereiche und Topologiefehler jeder Topologie in verschiedenen Tabellen im Schema des Benutzers gespeichert, der bei Durchführung der Topologieüberprüfung mit der Geodatabase verbunden ist.

Nachfolgend werden die Tabellen aufgeführt, aus denen eine Topologie besteht. Die ID in den Tabellennamen ist die Kennung der Topologie, die in der Systemtabelle gdb_items gespeichert wird.

  • t_<id>_dirtyareas
  • t_<id>_lineerrors
  • t_<id>_pointerrors
  • t_<id>_polyerrors

Terrain-Datasets

Terrain-Datasets sind Oberflächen, die dreidimensionalen Raum darstellen. Sie nutzen Messwerte (als Feature-Classes gespeichert) und Regeln, um Triangular Irregular Network (TIN)-Pyramiden zur Repräsentation der Höhe zu generieren. Die Quell-Feature-Classes können vom Terrain-Dataset referenziert werden oder in das Terrain-Dataset eingebettet sein.

Die folgenden internen Tabellen sind Bestandteil eines Terrain-Datasets:

  • dtm_<objectID>_compositetiles
  • dtm_<objectID>_dirtyarea
  • dtm_<objectID>_embed_#: Nur vorhanden, wenn das Terrain-Dataset eingebettete Daten enthält. Das Terrain-Dataset enthält eine Tabelle pro eingebetteter Feature-Class.
  • dtm_<objectID>_insidetiles
  • dtm_<objectID>_mrfc
  • dtm_<objectID>_props

Mosaik-Datasets

Mehrere Tabellen, in denen Informationen zu den auf der Festplatte gespeicherten Bilddaten gespeichert sind, werden zum Implementieren von Mosaik-Datasets verwendet. Ein Satz von Eigenschaften und Regeln in den Tabellen definiert eine Mosaik-Ansicht in Echtzeit der Bilddaten.

Ein Mosaik-Dataset kann bis zu 12 Tabellen enthalten. Einige der Tabellen werden zum ersten Mal generiert, wenn Sie einen Vorgang durchführen, der die Existenz der Tabelle erfordert. Referenzierte Mosaik-Datasets verfügen nur über zwei Tabellen: BND und LOG. Die Tabellen sind folgende:

  • amd_<mosaic_dataset_name>_ana
  • amd_<mosaic_dataset_name>_art
  • amd_<mosaic_dataset_name>_bnd
  • amd_<mosaic_dataset_name>_cat
  • amd_<mosaic_dataset_name>_cca
  • amd_<mosaic_dataset_name>_che
  • amd_<mosaic_dataset_name>_csl
  • amd_<mosaic_dataset_name>_log
  • amd_<mosaic_dataset_name>_ovr
  • amd_<mosaic_dataset_name>_sml
  • amd_<mosaic_dataset_name>_str
  • amd_<mosaic_dataset_name>_sts

Raster-Datasets

Raster-Daten sind räumliche, in einem Array von gleich großen, in Zeilen und Spalten angeordneten Zellen dargestellte Daten. Raster-Daten bestehen aus einem oder mehreren Raster-Bändern. Wenn Sie ein Raster-Dataset erstellen oder importieren, wird der Basistabelle bei Erstellung in der Datenbank eine Raster-Spalte hinzugefügt. Jede Zelle der Raster-Spalte enthält einen Verweis auf ein in einer separaten Raster-Tabelle gespeichertes Raster.

Jedes Raster-Dataset enthält eine Basistabelle, in der Attribute gespeichert sind, eine Raster-Spalte sowie den Footprint (die Fläche) des Rasters.

Raster-Bilder und -Eigenschaften werden in den folgenden Tabellen gespeichert:

  • sde_aux_<raster_column_ID>
  • sde_blk_<raster_column_ID>
  • sde_bnd_<raster_column_ID>
  • sde_ras_<raster_column_ID>
  • sde_vat_<raster_column_ID>: Optionale Tabelle zur Definition von Attributen für Raster-Zellenwerte eines Raster-Datasets.

Toolboxes

In Toolboxes werden Geoverarbeitungswerkzeuge und Skripte gespeichert. Sie können eine Toolbox in der Geodatabase erstellen, um häufig verwendete System-Geoverarbeitungswerkzeuge und von Ihnen erstellte benutzerdefinierte Skripte zu speichern.

Pro Toolbox gibt es eine Tabelle. Der Tabellenname entspricht dem Namen der Toolbox.