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Erstellen eines Ortho-Mapping-Workspace für digitale Luftbilddaten

Mit der Advanced-Lizenz verfügbar.

Beim Berechnen eines Ortho-Mapping-Workspace werden die innere und äußere Ausrichtung für eines oder mehrere Bilder im Projekt berechnet. Wenn Sie über Luftbilddaten aus einem Kamerasystem mit Metadaten verfügen, die genaue Informationen zur inneren und äußeren Ausrichtung enthalten, können Sie diesen Workflow verwenden. Die Berechnung der Photogrammetrie für ein Luftbild wird durch dessen innere und äußere Ausrichtung bestimmt. Die äußere Ausrichtung stellt die Transformation vom Boden zur Kamera und die innere Ausrichtung die Transformation von der Kamera zum Bild dar.

Hinweis:

Die meisten Luftbild-Kamerasysteme bieten Bilddatenausgaben in Form von Längengrad, Breitengrad und Flughöhe (X, Y, Z) unter Verwendung von GPS-Daten und Ausrichtungsdaten in Form von Omega, Phi und Kappa unter Verwendung inertialer Messeinheiten (Inertial Measurement Unit, IMU). Diese Daten werden für jedes vom flugzeuggetragenen Sensor erfasste Bild bereitgestellt und im Header des Bildes oder in einer eigenen Metadatendatei gespeichert.

Mit dem Assistenten Ortho-Mapping-Workspace können Sie einen Ortho-Mapping-Workspace für Ihre digitalen Luftbilddaten erstellen, z. B. für Applanix-, ISAT- und Match-AT-Raster-Typen. Für Luftbilddaten aus generischen digitalen Luftbildkamera-Systemen, z. B. UltraCam, Leica DMS, Intergraph DMC o. ä., müssen Sie eine Kameratabelle erstellen, die das Kameramodell und die resultierende innere Ausrichtung definiert, und eine Frames-Tabelle, die die äußere Ausrichtung der Bilder definiert. Diese Tabellen werden auch mit dem Assistenten Ortho-Mapping-Workspace erstellt, wie im folgenden Workflow beschrieben.

Für die äußere Ausrichtung müssen Sie Bildnamen und die Projektionszentren (X, Y, Z) sowie Omega, Phi und Kappa in tabellarischer Form oder in einer Esri Frames-Tabelle angeben. Geben Sie für die innere Ausrichtung für unterstütze Kameras die Informationen zum Kameratyp ein, oder geben Sie die erforderlichen Kameraparameter, z. B. Brennweite, Pixelgröße, Hauptpunkt und Linsenverzerrung, aus dem Kamerakalibrierungsbericht ein. Weitere Informationen finden Sie unter Frames- und Kameratabellen erstellen, Frames-Tabellenschema und Kameratabellenschema.

Erstellen eines Ortho-Mapping-Workspace mit den Bilddaten einer Messbildkamera

Sie können den Mapping-Workspace für digitale Luftbilder des Projekts mit dem Assistenten erstellen, der Sie durch den Workflow führt.

  1. Klicken Sie auf der Registerkarte Bilddaten auf Neuer Workspace.
  2. Geben Sie auf der Seite Workspace-Konfiguration einen Namen für Ihren Workspace ein.
  3. Verwenden Sie den Dropdown-Pfeil Workspace-Typ, um Luftbild – digital auszuwählen.
  4. Klicken Sie auf Weiter.
  5. Wählen Sie auf der Seite Bildsammlung die Option Generische Rahmenkamera als Sensortyp aus.
    • Wenn Sie über Match-AT-, ISAT- oder Applanix-Raster-Typ-Daten verfügen, wählen Sie den entsprechenden Sensortyp aus.
  6. Geben Sie die Datei für die äußere Ausrichtung/Esri Frames-Tabelle an. Diese Tabelle ermöglicht die Spezifikation von Parametern zur Berechnung der äußeren Ausrichtung (Exterior Orientation, EO) der Bilddaten. Dabei handelt es sich um eine vom Werkzeug Frames- und Kameratabellen erstellen generierte .csv-Datei. Wenn Sie über keine Frames-Tabelle verfügen, können Sie die .csv-Metadatendatei auswählen, die mit Ihrer Bildsammlung verknüpft ist.

    Falls Sie eine Datei für die äußere Ausrichtung eingeben, die keine Esri Frames-Tabelle ist, wird die Seite Frames geöffnet, auf der Sie Feldzuordnungsinformationen eingeben können. Die Seite Frames ist dieselbe Seite, die im Werkzeug Frames- und Kameratabellen erstellen enthalten ist.

  7. Der Parameter Raumbezug wird automatisch über den Raumbezug der Projektionszentren festgelegt, die in der Esri Frames-Tabelle definiert sind. Wenn der Parameter Raumbezug nicht angegeben ist, klicken Sie auf das Symbol Raumbezug Raumbezug, um den Raumbezug auf dasselbe Koordinatensystem wie die Perspektivpunkte festzulegen.
  8. Geben Sie die Datei Kameratabelle an. Dies ist die .csv-Datei, in der die Kamerakonfigurationsinformationen enthalten sind, die mit dem Werkzeug Frames- und Kameratabellen erstellen generiert wurden.

    Wenn Sie eine Kamera Hinzufügen Hinzufügen oder eine Kameradatei Importieren Importieren, die nicht mit dem vom Werkzeug Frames- und Kameratabelle erstellen generierten Kameratabellenschema übereinstimmt, wird die Seite Neue Kamera hinzufügen geöffnet, auf der Sie die Kamerainformationen eingeben können. Sie geben die Kamerainformationen, die in der Regel vom Hersteller erhältlich sind, auf der Registerkarte Kalibrierung der Seite Neue Kamera hinzufügen ein.

    Geben Sie auf der Registerkarte Verzerrung die Informationen zur Kameraverzerrung ein, sofern verfügbar. Dieser Typ von Informationen ist häufig im Kamerakalibrierungsbericht verfügbar, wenn Ihre Luftbildkamera kalibriert ist.

    Mit der Schaltfläche Export Exportieren auf der Registerkarte Datenquelleneigenschaften können Sie die Kamerakalibrierungsparameter für die zukünftige Verwendung als Esri Kameratabelle speichern.

  9. Sie können auch auf die Registerkarte Data Loader-Optionen auf der Seite Bildsammlung klicken, um den Ausgabe-Workspace weiter zu optimieren.
    1. Zum Erstellen eines Ortho-Mapping-Workspace aus Luftbilddaten sind Höhendaten erforderlich. Der DEM-Assistent stellt standardmäßig einen Höhenservice mit einer Auflösung von 90 Metern zur Verfügung. Sie können einen anderen DEM-Service oder eine andere DEM-Datei verwenden, indem Sie zu dem Service bzw. zur Datei navigieren. Wählen Sie die Höhenquelle aus.
      • Wenn Sie über Internetzugang verfügen, verwenden Sie den Standardhöhenservice für den DEM-Parameter und Durchschnittliche Höhe von DEM für die Option Höhenquelle.
      • Wenn Sie über keinen Internetzugang verfügen, stellen Sie eine DEM-Datei für den Projektbereich bereit, und wählen Sie Durchschnittliche Höhe für die Option Höhenquelle.
    2. Aktivieren Sie das Kontrollkästchen Statistiken schätzen, um die Statistiken für Ihren Ausgabe-Workspace zu schätzen.
    3. Bearbeiten Sie die Parameter für Bandkombination, falls Sie die Bandkombination aus der Standardreihenfolge neu anordnen möchten.
    4. Wählen Sie eine der Vorverarbeitungsoptionen aus, um Aktionen wie Statistiken berechnen oder Pyramiden berechnen für die Daten auszuführen, bevor Sie den Workspace erstellen.
  10. Klicken Sie auf Fertig stellen, um den Workspace zu erstellen.

Wenn der Ortho-Mapping-Workspace erstellt wird, wird die Bildsammlung in den Workspace geladen und auf der Karte angezeigt. Sie können nun Anpassungen vornehmen und Ortho-Produkte erstellen.

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