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Ändern von Filteroptionen für ein LAS-Dataset

Jedem Lidar-Punkt kann eine Klassifizierung zugewiesen werden, die den Objekttyp definiert, der den Laserpuls reflektiert hat. Die Lidar-Punkte können in verschiedenen Kategorien wie nackte Erdoberfläche oder Boden, Oberkante von Baumkronen oder Wasser klassifiziert werden. Die verschiedenen Klassen werden durch numerische Ganzzahlcodes in den LAS-Dateien definiert. Klassifizierungscodes wurden von der ASPRS (American Society for Photogrammetry and Remote Sensing; Amerikanische Gesellschaft für Photogrammetrie und Fernerkundung) für die LAS-Formate 1.1, 1.2, 1.3 und 1.4 definiert. Alle LAS-Versionen werden von ArcGIS unterstützt. LAS-Version 1.4 ist die aktuelle LAS-Version. Sie verfügt über zusätzliche Punktklassifikationen und -informationen.

In der Gruppe Filter auf der Registerkarte Aussehen können Sie die Anzeige der am LAS-Dataset beteiligten Daten in ArcGIS Pro ändern. Ein LAS-Dataset kann auf viele LAS-Dateien und Oberflächeneinschränkungen verweisen Sie können mit der Gruppe Filter einstellen, welche Lidar-Punkte und Oberflächeneinschränkungen dargestellt werden. Die Gruppe Filter enthält Filter für LAS-Punkte und Oberflächeneinschränkungen. Die Schaltflächen LAS-Punkte und Oberflächeneinschränkungen bieten schnellen Zugriff auf die Layer-Eigenschaften des LAS-Datasets.

Nachdem die Filteroptionen ausgewählt wurden, werden die ausgewählten Filter von allen weiteren Analyse- und Symbolisierungsänderungen berücksichtigt.

Führen Sie diese Schritte aus, um auf die Gruppe Filter des LAS-Datasets zuzugreifen.

  1. Wählen Sie im Bereich Inhalt einen LAS-Dataset-Layer aus.
  2. Klicken Sie auf der Registerkarte Aussehen in der Gruppe Filter auf die gewünschte(n) Filteroption(en) für das LAS-Dataset.
Hinweis:

Dieselben Filteroptionen gelten auch für eine LAS- oder ZLAS-Einzeldatei.

Ändern von LAS-Punktfiltern

Ein Lidar-Puls kann von einem oder vielen Features reflektiert werden und daher mehr als einen Laserpuls zurückgeben. Sie können diese separaten Laserpulsreflexionen verwenden, um die Lidar-Daten anzuzeigen, auf die das LAS-Dataset verweist. Die gängigsten Filter sind "Boden" und "Kein Boden", was im Grunde Bodenrückgaben bzw. Feature-Laser-Rückgaben bedeutet. Die Möglichkeit, Lidar-Daten anhand verschiedener Laser-Rückgaben zu trennen, erlaubt Ihnen, Lidar-Daten für verschiedene Anwendungen schnell und effizient zu analysieren und visualisieren.

Über das Dropdown-Menü für LAS-Punkte-Filter können Sie schnell auf gängige Lidar-Filter zugreifen. Zum Filtern von Lidar-Daten, die vom LAS-Dataset referenziert werden, stehen in ArcGIS Pro zahlreiche weitere Optionen zur Verfügung. Verwenden Sie die LAS-Filter in den Layer-Eigenschaften, um auf erweiterte Punktfilteroptionen zuzugreifen.

Wählen Sie aus den folgenden Lidar-Punktfiltern aus:

Auf der Registerkarte "Aussehen" verfügbare LAS-Punktfilter

Punkt- oder OberflächenfilterBeschreibung

Alle Punkte

Zur Anzeige des LAS-Datasets alle Lidar-Punkte verwenden

Boden

Zur Anzeige des LAS-Datasets nur die Lidar-Punkte verwenden, die als Bodenpunkte markiert sind

Nicht auf dem Boden

Zur Anzeige des LAS-Datasets alle Lidar-Punkte verwenden, die nicht als Bodenpunkte markiert sind

Erste Rückgabe

Zur Anzeige des LAS-Datasets nur zuerst zurückgegebene Lidar-Punkte verwenden

Ein ausgegebener Laserpuls kann mehrere Rückgaben erzeugen. Dies hängt von den reflektierenden Features und den Funktionen des Laserscanners ab, der die Daten erfasst. Die erste Rückgabe wird als Rückgabe Nummer eins gekennzeichnet, die zweite als Rückgabe Nummer zwei usw. Die ausgewählten Filter können auf das als Punkte oder als Oberfläche angezeigte LAS-Dataset angewendet werden. Mithilfe der Klassifizierungscodes, Rückgabewerte und Klassifizierungs-Flags können die Punkte für die Anzeige und Analyse gefiltert werden.

  1. Klicken Sie in der Gruppe Filter auf die Schaltfläche LAS-Punkte, um die LAS-Filter in den Layer-Eigenschaften zu öffnen.
  2. Klicken Sie auf die entsprechenden Kontrollkästchen, um die gewünschten Filteroptionen für das LAS-Dataset anzuzeigen.
Die Registerkarte "LAS-Filter" im Dialogfeld "Layer-Eigenschaften"

PunktfilterBeschreibung
Klassifizierungscodes

Jeder Lidar-Punkt, der nachbearbeitet wird, kann eine Klassifizierung aufweisen, die den Objekttyp definiert, der den Laserpuls reflektiert hat. Die Lidar-Punkte können in verschiedenen Kategorien wie nackte Erdoberfläche oder Boden, Oberkante von Baumkronen oder Wasser klassifiziert werden. Die verschiedenen Klassen werden durch numerische Ganzzahlcodes in den LAS-Dateien definiert.

Rückgabewerte

Ein ausgegebener Laserpuls kann bis zu fünf Rückgaben erzeugen. Dies hängt von den reflektierenden Features und den Funktionen des Laserscanners ab, der die Daten erfasst. Die erste Rückgabe wird als Rückgabe Nummer eins gekennzeichnet, die zweite als Rückgabe Nummer zwei usw.

Klassifizierungs-Flags

Bei einer Klassifizierung von Lidar-Daten gehören Punkte möglicherweise zu mehreren Klassifizierungskategorien. Klassifizierungs-Flags stellen eine sekundäre Beschreibung oder Klassifizierung für Lidar-Punkte bereit. So könnte es erforderlich sein, von Wasser zurückgegebene Lidar-Werte aus dem endgültigen Ausgabe-Dataset zu entfernen, sie aber dennoch als erfasste Lidar-Punkte in der LAS-Datei zu behalten und zu verwalten.

Mit LAS-Version 1.0 war es nicht möglich, einem Lidar-Punkt gleichzeitig zwei Klassifizierungsattribute zuzuweisen. In höheren Versionen (LAS 1.1, 1.2, 1.3 und 1.4) kann dieses Problem mit Klassifizierungs-Flags gelöst werden.

Für jeden Lidar-Punkt können die Flags Synthetisch, Überlappung, Schlüsselpunkt und Zurückgehalten gesetzt werden. Diese Flags können die Klassifizierungscodes ergänzen.

Aktivieren und Deaktivieren von Oberflächeneinschränkungen

Oberflächeneinschränkungen sind Oberflächen-Features, die entweder in Geodatabase-Feature-Classes oder Shapefiles gespeichert werden, die in der Regel von einer Fernerkundungstechnik, wie zum Beispiel der Photogrammetrie, abgeleitet werden. Wenn Sie dem LAS-Dataset Oberflächeneinschränkungen hinzugefügt haben, können Sie sie schnell aktivieren oder deaktivieren.

  1. Klicken Sie in der Gruppe Filter auf das Symbol Oberflächeneinschränkungen, um die Optionen für Oberflächeneinschränkungen in den Layer-Eigenschaften zu öffnen.
  2. Aktivieren Sie die entsprechenden Kontrollkästchen, um die gewünschten Oberflächeneinschränkungen zu aktivieren oder zu deaktivieren.

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