Ein LAS-Dataset erstellen

Das LAS-Dataset ist eine eigenständige Datei, die sich in einem Ordner befindet und LIDAR-Daten im LAS-Format referenziert, mit optionalen Oberflächeneinschränkungs-Features, die Oberflächeneigenschaften definieren. Es kann in ArcGIS Pro schnell mit dem Werkzeug LAS-Dataset erstellen oder über den Bereich Eigenschaften: LAS-Dataset im Bereich Katalog erstellt werden. Bei Verwendung des Bereichs Katalog wird ein leeres LAS-Dataset generiert. Sie müssen zum Füllen des LAS-Datasets das Dialogfeld "Eigenschaften: LAS-Dataset" verwenden.

Erstellen eines LAS-Datasets mit dem Geoverarbeitungswerkzeug "LAS-Dataset erstellen"

Führen Sie die folgenden Schritte aus, um ein LAS-Dataset in ArcGIS Pro zu generieren.

  1. Klicken Sie auf der Registerkarte Analyse in der Gruppe Geoverarbeitung auf die Schaltfläche Werkzeuge. Daraufhin wird der Bereich Geoverarbeitung angezeigt.
  2. Geben Sie LAS-Dataset erstellen in das Suchfeld ein, und drücken Sie die EINGABETASTE, um das Werkzeug zu suchen.
  3. Doppelklicken Sie auf LAS-Dataset erstellen, um das Werkzeug zu öffnen.
  4. Geben Sie die Eingabedateien an.

    Wählen Sie im Dropdown-Menü die Option Datei, und wählen Sie eine oder mehrere .las-Dateien aus, oder wählen Sie die Option Ordner, und wählen Sie einen oder mehrere Ordner aus, die .las-Dateien enthalten. Aktivieren Sie die Option Unterordner einbeziehen, wenn der angegebene Ordner Unterordner mit .las-Dateien enthält. Sie können .las-Dateien auch durch Klicken und Ziehen aus dem Bereich Katalog in das Parameterfeld des Werkzeugs verschieben.

    Hinweis:

    Das Geoverarbeitungswerkzeug LAS-Dataset erstellen unterstützt .zlas-Dateien in der gleichen Form wie .las-Dateien.

  5. Verwenden Sie die Option Ausgabe-LAS-Dataset, um einen Speicherort festzulegen, an dem das LAS-Dataset abgelegt wird.
  6. Geben Sie optional Oberflächeneinschränkungen an, wenn Sie auf Features basierende Oberflächendefinitionen wie Bruchkanten oder Clip-Polygone anwenden möchten.

    Oberflächeneinschränkungen sind Features, deren Geometrie die Eigenschaften der Oberfläche erfassen oder definieren. Beispiele für Oberflächeneinschränkungen sind Bruchkanten, Wasserpolygone oder Flächengrenzen. Oberflächeneinschränkungen können Feature-Classes oder Shapefiles sein. Legen Sie für jede Feature-Class Eigenschaften fest, um anzugeben, wie die Feature-Class zur Definition der Oberfläche verwendet werden soll.

  7. Geben Sie optional für das LAS-Dataset ein Koordinatensystem an.

    LAS-Dateien sollten Raumbezugsinformationen enthalten. Wenn ein Koordinatensystem im Parameter des Werkzeugs angegeben wird, werden die LAS-Dateien in den für das LAS-Dataset festgelegten Raumbezug projiziert. Wenn kein Koordinatensystem angegeben wird, wird der Raumbezug des LAS-Datasets auf das Koordinatensystem festgelegt, das mit der ersten vom LAS-Dataset referenzierten LAS-Datei verknüpft ist. Eine .las-Datei, die keine Definition des Koordinatensystems aufweist, wird im Raumbezug des LAS-Datasets angezeigt. Optional kann der Raumbezug einer einzelnen .las-Datei überschrieben werden, indem eine gleichnamige Projektionsdatei (.prj) erstellt wird, die sich im selben Verzeichnis wie die .las-Datei befindet.

  8. Geben Sie optional für das LAS-Dataset PRJ für LAS-Dateien erstellen an.

    Der Raumbezug einer einzelnen LAS-Datei kann überschrieben werden, indem eine gleichnamige Projektionsdatei (.prj) erstellt wird, die sich im selben Verzeichnis wie die LAS-Datei befindet.

  9. Aktivieren Sie die Option Statistiken berechnen.

    Mit der Option Statistiken berechnen wird eine LAS-Zusatzdatei erstellt, die die statistischen Informationen und den räumlichen Index für jede LAS-Datei enthält. Durch die Erstellung der LAS-Zusatzdateien (.lasx) wird die Gesamt-Performance des LAS-Datasets verbessert. Verzichten Sie nur dann auf diese Berechnung, wenn Sie die LAS-Punkte zeitnah nutzen müssen. Die Erstellung von LAS-Zusatzdateien nimmt nicht viel Zeit in Anspruch; in bestimmten Situationen ist jedoch ein unmittelbarer Zugriff auf die Daten erforderlich (z. B. bei Anwendungen für Notfallmaßnahmen). Neben der Verbesserung der Gesamt-Performance wird durch die Berechnung von Statistiken für die LAS-Dateien der optimale Dateigrößengrenzwert für LAS-Dateien, die von einem LAS-Dataset referenziert werden, von 200 MB auf 500 MB erhöht.

    Hinweis:

    In ArcGIS Pro können Statistiken erstellt, jedoch nur mit einer Ausgabetextdatei des Geoverarbeitungswerkzeugs LAS-Dataset-Statistiken angezeigt werden. Die Ergebnisse können anschließend in einer anderen Tabelle oder einem anderen Datenbankprogramm angezeigt werden.

  10. Aktivieren Sie optional Relative Pfade speichern.

    Wenn Sie die Option Relative Pfade speichern verwenden, können Sie das LAS-Dataset und die LAS-Dateien relativ im Dateisystem verschieben. Bezogen aufeinander darf sich der relative Verzeichnispfad jedoch nicht ändern. Wenn keine relativen Pfade gespeichert sind und das LAS-Dataset oder die .las-Dateien verschoben werden, ist das LAS-Dataset beschädigt. Die .las-Dateien können dann in ArcGIS Pro nicht angezeigt werden.

  11. Klicken Sie auf die Schaltfläche Ausführen, um das Werkzeug auszuführen.

Verwandte Themen