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Schemaregeln

Übersicht

Schemaregeln sind spezifische Tasks, die während der Erstellung und Aktualisierung eines Netzwerkschemas ausgeführt werden und bestimmte Features verwerfen, zusätzliche Objekte hinzufügen oder Schemainhalte vereinfachen. Schemaregeln werden auch verwendet, um bestimmte Flags in den resultierenden Schemas zu konfigurieren.

Die Regeln können verwendet werden, um die folgenden Schritte auszuführen (je nach Regel):

  • Ändern des Schemainhalts, d. h. das Schema selbst durch die folgenden Aktionen verfeinern:
    • Verwerfen bestimmter Features (Regel "Feature entfernen")
    • Hinzufügen zusätzlicher Objekte (Regel zum Hinzufügen von Konnektivitätszuordnungen, Regel zum Hinzufügen struktureller Anbauten, Verfolgungsregel, Regel für räumliche Abfragen und Regel zum Einblenden von Containern)
    • Vereinfachen des Schemainhalts durch das Aggregieren von Objekten (Regel zum Reduzieren von Knoten, Regel zum Reduzieren von Kanten und Regel zum Ausblenden von Containern)
  • Festlegen bestimmter Flags, wie z. B. Stamm-Flags oder Startpunkte, für im Schema enthaltene Features (Regel zum Festlegen von Stammknoten und Regel zum Festlegen von Startpunkten).
  • Steuern der Ausführung anderer Regeln, insbesondere die Iteration einer bestimmten Regelsequenz ("Iteration starten" und "Iteration beenden").

Schemaregeln werden während der Schemaerstellung ausgeführt und aktualisiert, wenn sie für die Vorlage konfiguriert wurden, auf der das Schema basiert.

Mit den Netzwerk-Features in der Eingabe beginnend, werden während des Erstellungsvorgangs zunächst die Schema-Features erstellt, die in dem erstellten Schema erwartet werden; für jedes Netzwerk-Feature in der Eingabe wird ein Schema-Feature erstellt. Wenn die Regeln dann für die Vorlage konfiguriert werden, verwenden sie diese anfänglichen Schema-Features, um den Schemainhalt automatisch zu vereinfachen (z. B. Reduktionsregeln) oder um neue schematische Features in den Schemas zu erstellen (z. B. Verfolgungsregeln).

Für eine Vorlage können mehrere Regeln konfiguriert werden; sie werden grundsätzlich gemäß ihrer Eingabe-Sequenzreihenfolge verkettet: Regel 1, die für die Gruppe der als Eingabe verwendeten Versorgungsnetz-Features ausgeführt wird, und Regel N, die für die Features ausgeführt wird, die aus der Ausführung von Regel (N-1) resultieren.

Hinweis:

Die einzige Ausnahme hierzu bildet die Regel "Strukturellen Anbau hinzufügen". Diese Regel wird ungeachtet dessen, wo sie in der Regelsequenz eingerichtet wurde, systematisch zuletzt ausgeführt.

Regeln zum Ändern der Schemagrafik

Die in den folgenden Abschnitten beschriebenen Regeln dienen zum Ändern der Schemagrafik.

Feature entfernen

Mit der Regel "Features entfernen" werden bestimmte Features aus Schemas entfernt. Mit dieser Regel werden die Features nach Quellenklasse entfernt und optional basierend auf ihren Attributen gefiltert.

Sie ist hilfreich, um Features automatisch zu verwerfen, die möglicherweise unter den Eingabe-Features vorhanden sind, die bei der Erstellung des Schemas festgelegt wurden. Um beispielsweise Schemas zu erstellen, die den Verteilungsteil eines Netzwerks der in der Versorgungsnetzkarte ausgewählten Elemente darstellen, können Sie eine mit der Regel "Features entfernen" konfigurierte Schemavorlage verwenden, die mit Ausnahme von Verteilerleitungen alle Features aus den Eingabenetzwerk-Features verwirft.

Weitere Informationen zur Regel "Feature entfernen"

Verfolgung

Die Verfolgungsregel dient zur Ausführung einer Verfolgung in Netzwerk-Features, die aktuell in einem Schema dargestellt werden.

Wenn in der Schemavorlage keine bestimmten Startpunkte durch die Konfiguration der Regel "Startpunkte festlegen" angegeben wurden, werden im Verfolgungsvorgang alle Netzwerk-Features, die aktuell im Schema dargestellt werden, als Startpunkte für die Ausführung berücksichtigt. Die Netzwerk-Features, für die die Verfolgung ausgeführt wurde, werden an das Schema angehängt.

In Schemavorlagen ist die Verfolgungsregel gewöhnlicherweise so konfiguriert, dass sie beim Erstellen von Schemas als eine der ersten Regeln ausgeführt wird. Der allgemeine Workflow besteht darin, ein Netzwerk-Feature in der Versorgungsnetzkarte auszuwählen, sodass die Verfolgung ausgehend von diesem ausgewählten Startpunkt ausgeführt wird. Ein weiterer Workflow besteht darin, unter den potenziellen Eingabe-Features die Startpunkte mithilfe der Regel "Startpunkte festlegen" voreinzustellen. Auf diese Weise wird die Verfolgung nur ausgehend von diesen Startpunkten ausgeführt.

Wenn Sie eine Vorlage basierend auf der Verfolgungsregel konfigurieren, wird die Netzverfolgung bei jeder Aktualisierung des Schemas systematisch erneut ausgeführt. Dies bedeutet, dass jedes auf dieser Vorlage basierende Schema nach einer Aktualisierung stets das aktuelle Netzverfolgungsergebnis widerspiegelt.

Weitere Informationen zur Regel "Verfolgung"

Container einblenden

Die Regel "Container einblenden" dient zum Einblenden von Schemas, indem Inhalts-Features hinzugefügt werden, die folgende Bedingungen erfüllen:

  • sie sind in einem Container der Schema-Eingabe enthalten
  • sie verwenden denselben Container wie die Inhalte der Schema-Eingabe

Mit der Regel "Container einblenden" werden die Container nach Quellenklasse eingeblendet und optional basierend auf ihren Attributen gefiltert.

Weitere Informationen zur Regel "Container einblenden"

Konnektivitätszuordnungen hinzufügen

Die Regel "Konnektivitätszuordnungen hinzufügen" wird verwendet, um dem Schema explizite Kanten zur Repräsentation von Konnektivitätszuordnungen für die aktuell im Schema repräsentierten Von- und Nach-Knoten hinzuzufügen.

Die Konnektivitätszuordnungen eines Versorgungsnetzes sind auf der Karte nicht sichtbar. Die Regel "Konnektivitätszuordnungen hinzufügen" ermöglicht Ihnen die Erstellung von Schemas, in denen Konnektivitätszuordnungen immer dann systematisch dargestellt werden, wenn die zugehörigen Von- und Nach-Knoten beim Ausführen der Regel im Schema vorhanden sind. Sie werden als gerade Schemakanten zwischen den Von- und Nach-Knoten des Schemas angezeigt, die sie verbinden.

Weitere Informationen zur Regel "Konnektivitätszuordnungen hinzufügen"

Strukturelle Anbauten hinzufügen

Die Regel "Strukturelle Anbauten hinzufügen" wird verwendet, um dem Schema explizite Kanten zur Repräsentation struktureller Anbauzuordnungen für das angefügte Feature und das Struktur-Feature hinzuzufügen, die aktuell im Schema dargestellt werden.

Die strukturellen Anbauzuordnungen eines Versorgungsnetzes sind auf der Karte nicht sichtbar. Die Regel "Strukturelle Anbauten hinzufügen" ermöglicht Ihnen die Erstellung von Schemas, in denen strukturelle Anbauzuordnungen immer dann systematisch dargestellt werden, wenn das angefügte Feature und das Struktur-Feature beim Ausführen der Regel im Schema vorhanden sind. Sie werden als gerade Schemakanten zwischen dem zugehörigen angefügten und dem Struktur-Feature des Schemas angezeigt.

Weitere Informationen zur Regel "Strukturelle Anbauten hinzufügen"

Räumliche Abfrage

Mit der Regel für räumliche Abfragen werden neue Versorgungsnetz-Features basierend auf ihrer Position im Verhältnis zu aktuell im Schema vorhandenen Versorgungsnetz-Features ermittelt. Die neu ermittelten Features werden dann an das Netzwerkschema angehängt.

Mit der Regel für räumliche Abfragen werden Features, die zu einer Netzwerkklasse gehören, basierend auf ihrer Position im Verhältnis zu Versorgungsnetz-Features, die einer anderen Netzwerkklasse angehören, angehängt. Die vorhandenen und die angehängten Features können auch basierend auf SQL-Ausdrücken gefiltert werden.

Weitere Informationen zur Regel "Räumliche Abfrage"

Container ausblenden

Mit der Regel "Container ausblenden" werden Schemas vereinfacht, indem alle auf Container bezogene Inhalte, die in Schemas vorhanden sein können, ausgeblendet werden.

Mit der Regel "Container ausblenden" werden die Container nach Quellenklasse ausgeblendet und optional basierend auf ihren Attributen gefiltert.

Weitere Informationen zur Regel "Container ausblenden"

Knoten reduzieren

Mit der Regel "Knoten reduzieren" wird die Schemadarstellung unter Beibehaltung der Topologie vereinfacht.

Mit der Regel "Knoten reduzieren" werden Knoten, die Netzwerkknotenklassen angehören, basierend auf der Anzahl der Knoten reduziert, mit denen sie verbunden sind. Die Knoten können auch basierend auf bestimmten Attributwerten oder auf Attributen von benachbarten Kanten gefiltert werden, bevor sie reduziert werden.

Weitere Informationen zur Regel "Knoten reduzieren"

Kante reduzieren

Mit der Regel "Kante reduzieren" wird die Schemadarstellung unter Beibehaltung der Topologie vereinfacht, indem jedes erwartete Versorgungsnetz-Linien-Feature mit allen zugehörigen Verbindungspunkten zu einem schematischen Knoten zusammengeführt wird. Ein solcher Knoten wird als Reduktionsknoten bezeichnet.

Jeder Reduktionsknoten des resultierenden Schemas aggregiert ein Versorgungsnetz-Linien-Feature und all seine Verbindungspunkte, d. h. ein Reduktionsknoten kann nicht mehrere Versorgungsnetz-Linien-Features aggregieren.

Weitere Informationen zur Regel "Kante reduzieren"

Regeln zum Einrichten von Flags oder Startpunkten für Schema-Features

Die in den folgenden Abschnitten erläuterten Regeln werden verwendet, um bestimmte Schema-Features festzulegen, damit diese anschließend von anderen Schemaregeln oder -Layouts berücksichtigt werden.

Stammknoten festlegen

Die Regel "Stammknoten festlegen" wird verwendet, um Knoten basierend auf einer Netzwerkknotenklasse als Stammknoten des Schemas festzulegen, indem diese Knoten ggf. nach ihren Attributen gefiltert werden.

Da es sich bei Stammknoten um bestimmte Knoten handelt, über die Baumstruktur-Layouts für Netzwerkschemas ausgeführt werden, wird diese Regel normalerweise für Vorlagen konfiguriert, die bei der Erstellung von Schemas für die automatische Ausführung von Baumstruktur-Layouts eingerichtet sind.

Weitere Informationen zur Regel "Stammknoten festlegen"

Setzen von Startpunkten

Mit der Regel "Startpunkte festlegen" werden Features, die im Schema als Startpunkte dargestellt werden, voreingestellt.

Wenn die Regel "Startpunkte festlegen" mit der Verfolgungsregel verwendet wird, werden nur die angegebenen Startpunkte berücksichtigt. Es werden bei der Ausführung also nicht alle Features, die im Schema dargestellt sind, durchlaufen.

Weitere Informationen zur Regel "Startpunkt festlegen"

Regelsequenzierung

Schemaregeln werden für eine Schemavorlage so konfiguriert, dass sie bei jeder Erstellung oder Aktualisierung eines auf dieser Vorlage basierenden Schemas ausgeführt werden.

Deren Ausführung geht nach bestimmten Eigenschaften und Prinzipien vor, die Sie beim Konfigurieren einer Regelsequenz für eine Schemavorlage beachten müssen.

  • Jeder Regelprozess ist iterativ.
  • Das Ergebnis der Ausführung einer Regelsequenz hängt von der jeweiligen Regelposition in dieser Sequenz ab.
  • Eine Regelsequenz ist standardmäßig nicht iterativ.

Jeder Regelprozess ist iterativ.

Jede Regel wird einzeln als iterativer In-Memory-Prozess ausgeführt.

Wenn beispielsweise die Regel "Knoten reduzieren" konfiguriert wird, um bestimmte Netzwerkknoten zu reduzieren, wenn sie einen einzelnen Knoten verbinden, wird die Regel "Knoten reduzieren" einmal ausgeführt, um alle erwarteten Knoten in der Schemagrafik zu reduzieren. Anschließend wird sie erneut ausgeführt, um alle neuen Knoten zu reduzieren, die nach der ersten Iteration der Regel mit einem einzelnen Knoten verbunden wurden, usw. Dieser Vorgang wird fortgesetzt, bis solche Knoten nicht mehr in der Schemagrafik vorhanden sind.

Schemainhalt vor der Ausführung der Regel "Knoten reduzieren"
Diese Abbildung stellt den Schemainhalt vor der Ausführung der Regel "Knoten reduzieren" dar.
Schemagrafik nach der ersten Iteration der Regel "Knoten reduzieren"
Dies ist die Schemagrafik In-Memory nach der ersten Iteration der Regel "Knoten reduzieren".
Schemagrafik nach der zweiten Iteration der Regel "Knoten reduzieren"
Dies ist die Schemagrafik In-Memory nach der zweiten Iteration der Regel "Knoten reduzieren".
Schemainhalt nach der Ausführung der Regel "Knoten reduzieren"
Diese Abbildung stellt den Schemainhalt nach der Ausführung der Regel "Knoten reduzieren" dar.

Entsprechend wird beim Konfigurieren der Regel "Container einblenden" zur systematischen Einblendung bestimmter Netzwerkknoten, bei denen es sich um Container handelt, die Regel "Container einblenden" ausgeführt, um alle erwarteten Knoten im Schema einzublenden. Anschließend wird sie erneut ausgeführt, um alle neuen Container einzublenden, die dem Schema nach der ersten Iteration der Regel möglicherweise hinzugefügt wurden, usw. Dieser Vorgang wird fortgesetzt, bis solche Container nicht mehr in der Schemagrafik vorhanden sind.

Schemainhalt vor der Ausführung der Regel "Container einblenden"
Diese Abbildung stellt den Schemainhalt vor der Ausführung der Regel "Container einblenden" dar.
Schemagrafik nach der ersten Iteration der Regel "Container einblenden"
Dies ist die Schemagrafik In-Memory nach der ersten Iteration der Regel "Container einblenden".
Schemainhalt nach der Ausführung der Regel "Container einblenden"
Diese Abbildung stellt den Schemainhalt nach der Ausführung der Regel "Container einblenden" dar.

Das Ergebnis der Ausführung einer Regelsequenz hängt von der jeweiligen Regelposition in dieser Sequenz ab.

Die Verarbeitung einer Regelsequenz ist kein kommutativer Vorgang. Dies bedeutet, dass die Eingabe-Sequenzreihenfolge der verketteten Regeln – Regel 1, die für die anfängliche als Eingabe verwendete Gruppe von Versorgungsnetz-Features ausgeführt wird, und Regel N, die für die Features ausgeführt wird, die aus der Ausführung von Regel (N-1) resultieren – ausschlaggebend ist und den endgültigen Inhalt des Schemas bestimmt.

  • Dies trifft zu, wenn während der Regelphase für die Schemaerstellung verschiedene Regeltypen verkettet werden müssen, d. h. wenn die Regeln "Knoten reduzieren", "Feature entfernen", "Container einblenden", "Container ausblenden", "Konnektivitätszuordnung hinzufügen" und "Verfolgung" während der Regelphase kombiniert werden.

    Wenn beispielsweise zuerst die Regel "Knoten reduzieren" und dann die Regel "Container einblenden" (Regelkonfiguration 1) ausgeführt wird, führt dies zu einem anderen Ergebnis als würde zuerst die Regel "Container einblenden" und dann die Regel "Knoten reduzieren" (Regelkonfiguration 2) ausgeführt.

    Inhalt des Beispielschemas vor der Regelausführung
    Grafik A: Inhalt des Beispielschemas vor der Regelausführung: Diese Grafik zeigt den Inhalt eines Beispielschemas vor der Ausführung der Regelsequenz.

    Inhalt des Beispielschemas nach der Ausführung von Regelkonfiguration 1
    Grafik A1: Inhalt des Beispielschemas nach der Ausführung von Regelkonfiguration 1: Diese Grafik zeigt den Inhalt des Diagramms an, nachdem zuerst die Regel "Knoten reduzieren" und dann die Regel "Container einblenden" ausgeführt wurde.
    Inhalt des Beispielschemas nach der Ausführung von Regelkonfiguration 2
    Grafik A2: Inhalt des Beispielschemas nach der Ausführung von Regelkonfiguration 2: Diese Grafik zeigt den Inhalt des Schemas an, nachdem zuerst die Regel "Container einblenden" und dann die Regel "Knoten reduzieren" ausgeführt wurde.

  • Dies trifft auch zu, wenn mehrere Regeln desselben Regeltyps während der Regelphase für die Schemaerstellung verkettet werden.

    Wenn beispielsweise die Regel "Knoten reduzieren" ausgeführt wird, um alle blauen Knoten zu reduzieren, die mit einem einzelnen Knoten verbunden sind, und dann die Regel "Knoten reduzieren" erneut ausgeführt wird, um alle grünen Knoten zu reduzieren, die mit einem einzelnen Knoten verbunden sind (Regelkonfiguration 3), entspricht dies nicht dem Vorgang, bei dem zuerst die grünen und dann die blauen Knoten reduziert werden (Regelkonfiguration 4).

    Inhalt des Beispielschemas vor der Regelausführung
    Grafik B: Inhalt des Beispielschemas vor der Regelausführung: Diese Grafik zeigt den Inhalt eines Beispielschemas vor der Ausführung der Regelausführung.

    Inhalt des Beispielschemas nach der Ausführung von Regelkonfiguration 3
    Grafik B1: Inhalt des Beispielschemas nach der Ausführung von Regelkonfiguration 3: Diese Grafik zeigt den Inhalt des Schemas an, nachdem zuerst die blauen und dann die grünen Knoten reduziert wurden.
    Inhalt des Beispielschemas nach der Ausführung von Regelkonfiguration 4
    Grafik B2: Inhalt des Beispielschemas nach der Ausführung von Regelkonfiguration 4: Diese Grafik zeigt den Inhalt des Schemas an, nachdem zuerst die grünen und dann die blauen Knoten reduziert wurden.

Eine Regelsequenz ist standardmäßig nicht iterativ.

Eine Regelsequenz ist standardmäßig nicht iterativ. Jeder Regelprozess ist einzeln iterativ, eine Regelsequenz wird jedoch niemals standardmäßig iteriert.

Die oben dargestellten Grafiken B1 und B2 zeigen beispielsweise die Beispielschemas nach der einmaligen Ausführung der Regelsequenz Konfiguration 3 und 4. Bei diesen speziellen Beispielen würde die zweimalige Ausführung jeder Regelsequenz zum selben Ergebnis führen, d. h. zu einer vollständigen Reduzierung aller grünen und blauen Knoten, die mit einem einzelnen Knoten in den beiden Schemas verbunden sind.

Inhalt des Beispielschemas nach der Iteration von Regelkonfiguration 3
Grafik C1: Inhalt des Beispielschemas nach der Iteration von Regelkonfiguration 3: Diese Grafik zeigt den Inhalt des Schemas nach der Iteration der Regelsequenzen an: zuerst werden die blauen dann die grünen Knoten reduziert.
Inhalt des Beispielschemas nach der Ausführung von Regelkonfiguration 4
Grafik C2: Inhalt des Beispielschemas nach der Iteration von Regelkonfiguration 4: Diese Grafik zeigt den Inhalt des Schemas nach der Iteration der Regelsequenzen an: zuerst werden die grünen dann die blauen Knoten reduziert.

Damit die Regelsequenz iterativ ist, wenn Sie mehrere Regeln zum Reduzieren von Knoten mit Knoten konfigurieren müssen, die einen anderen Knoten verbinden, und demzufolge die Anzahl der Knoten ändern, die die verbleibenden Zielknoten während ihrer Ausführung verbinden, sind zwei bestimmte Regeln erforderlich: "Iteration starten" und "Iteration beenden".

  • Die Regel "Iteration starten" wird verwendet, um den Anfang einer Regelsequenz zu melden, an dem der Schema-Builder-Prozess die Iteration durchführt bzw. die Schleife durchläuft.
  • Die Regel "Iteration beenden" meldet das Ende einer Regelsequenz, an dem der Schema-Builder-Prozess die Iteration durchführen bzw. die Schleife durchlaufen muss.

Diese beiden spezifischen Regeln sind insbesondere dann hilfreich, wenn Regelsequenzen konfiguriert werden, die mehrere Regeln zum Reduzieren von Knoten verketten. Da Regeln zum Reduzieren von Knoten, die einen anderen Knoten verbinden, die Anzahl der Verbindungen der verbleibenden Knoten ändern, werden diese verbleibenden Knoten potenziell neue Kandidaten für eine Reduzierungsregel, die zuvor ausgeführt wurde. Aufgrund der Regeln zum Starten und Beenden iteriert der Erstellungsprozess die identifizierte Sequenz, bis keine zu reduzierenden Knoten mehr vorhanden sind.

Um die Regel "Iteration starten" und die Regel "Iteration beenden" einer Vorlage hinzuzufügen, verwenden Sie die Werkzeuge Regel zum Starten von Iterationen hinzufügen und Regel zum Beenden von Iterationen hinzufügen.

Beispiel für die Regel zum Starten und die Regel zum Beenden von Iterationen

Vorsicht:

Die Reduzierung von Knoten, die mindestens drei Knoten verbinden, ist zeitaufwändig und muss verarbeitet werden, nachdem alle anderen Regeln zum Reduzieren von Knoten abgeschlossen wurden. Um bei der Erstellung und Aktualisierung eines Netzwerkschemas eine optimale Performance zu erreichen, sollten Sie Knotenreduktionsregeln, die Knoten verarbeiten, die maximal zwei andere Knoten und mindestens drei andere Knoten verbinden, innerhalb derselben iterativen Sequenz nicht mischen. Der folgende Workflow wird empfohlen:

  1. Konfigurieren Sie eine erste iterative Sequenz aus Reduktionsregeln so, dass Knoten verarbeitet werden, die maximal zwei andere Knoten verbinden.
  2. Konfigurieren Sie danach eine zweite iterative Sequenz aus Reduktionsregeln so, dass Knoten verarbeitet werden, die mindestens drei andere Knoten verbinden.

Empfehlungen und Warnungen für die Ausführung von Regeln

Beachten Sie beim Konfigurieren von Schemaregeln Folgendes:

  1. Die Regeln zum Entfernen von Features, die mit den Werkzeugen Regel zum Entfernen von Features hinzufügen und Regel zum Entfernen von Features nach Attribut hinzufügen konfiguriert wurden, können an der ersten Position in der Regelsequenz ausgeführt werden, um systematisch bestimmte Features aus dem Schema zu entfernen, bevor das Schemadiagramm optimiert wird.

    Führen Sie beispielsweise das Werkzeug Regel zum Entfernen von Features hinzufügen mit der Option EXCLUDE_SOURCE_CLASSES aus, um Features zu verwerfen, die sich auf alle Netzwerkklassen beziehen – mit Ausnahme einiger bestimmter Klassen. Da die Vollständigkeit von Diagrammen in Netzwerkschemas stets bewahrt wird, kann es hilfreich sein, eine bestimmte Leitungsklasse (z. B. eine Stromversorgungsleitung) während der Ausführung von Source Type = EDGES auszuschließen, um sicherzustellen, dass Ihre Schemas auf einem bestimmten Teil des Netzwerks, in diesem Fall das Übertragungsnetz, basieren.

  2. Die Regeln für räumliche Abfragen, die mit dem Werkzeug Regel für räumliche Abfragen hinzufügen hinzugefügt werden, können in der Regelliste jederzeit eingerichtet werden. Es bietet sich jedoch an, sie zu Beginn der Regelliste einzurichten, um alle interessanten Features aufzugreifen.
  3. Die Verfolgungsregel, die mit dem Werkzeug Verfolgungsregel hinzufügen hinzugefügt wurde, ist im Allgemeinen eine der ersten Regeln, die Sie in der Regelliste einrichten, wenn Sie eine Vorlage konfigurieren möchten, um Schemas aus Verfolgungen zu generieren. In diesem Fall können Sie auch die Konfiguration von Regeln zum Festlegen von Startpunkten für die Vorlage in Betracht ziehen, um bestimmte Features oder Knotenanschlusspunkte als Startpunkte für die Ausführung der Verfolgungsregel festzulegen. Startpunktregeln können mit dem Werkzeug Regel zum Festlegen von Startpunkten nach Attribut hinzufügen einrichten.
    Hinweis:

    Unabhängig davon, an welcher Stelle das Werkzeug Regel zum Festlegen von Startpunkten nach Attribut hinzufügen sich in der Regelsequenz befindet, wird es stets vor einer Verfolgungsregel ausgeführt. Aus Gründen der Logik und um die Lesbarkeit Ihres Geoverarbeitungsmodells zu gewährleisten, sollte es jedoch vor dem Werkzeug für Verfolgungsregeln eingerichtet werden.

  4. Die Regeln zum Einblenden von Containern, die mit dem Werkzeug Regel zum Einblenden von Containern hinzufügen oder Regel zum Einblenden von Containern nach Attribut hinzufügen konfiguriert wurden, ermöglichen das Einblenden von Containern in Schemas. Sie werden im Allgemeinen vor Regeln eingerichtet, die das Schemadiagramm vereinfachen.
  5. Die Regeln zum Hinzufügen von Konnektivitätszuordnungen, die mit dem Werkzeug Regel zum Hinzufügen von Konnektivitätszuordnungen hinzufügen konfiguriert werden, können eingerichtet werden, um die in den Schemas dargestellten Konnektivitätszuordnungen abzurufen und die Vollständigkeit des Diagramms vor dem Ein- oder Ausblenden von Features sicherzustellen.
    Vorsicht:

    Da diese Regel sehr zeitaufwändig ist, sollten Sie sie nur im Bedarfsfall konfigurieren. Das Hinzufügen von Konnektivitätszuordnungen ist für eine Vorlage, die für die Ausführung einer Verfolgungsregel konfiguriert ist, beispielsweise nicht relevant, da die Konnektivitätszuordnungen bereits systematisch von der Verfolgung selbst zurückgegeben werden.

  6. Die Regeln zum Ausblenden von Containern, die bei der Ausführung des Werkzeuges Regel zum Ausblenden von Containern hinzufügen oder Regel zum Ausblenden von Containern nach Attribut hinzufügen eingerichtet werden, werden häufig zum Ausblenden von Containern in Schemas ausgeführt. Sie müssen nach den Regeln zum Einblenden von Containern ausgeführt werden, wenn Sie alle Inhalte im Zusammenhang mit den ausgeblendeten Containern verfolgen möchten.
  7. Die Regel zum Starten von Iterationen, die mit dem Werkzeug Regel zum Starten von Iterationen hinzufügen konfiguriert wurde, muss sich am Anfang einer iterativen Sequenz der Regel zum Reduzieren von Knoten befinden. Dadurch wird bei der Schemaerstellung eine Schleife durch die Regelsequenz zum Reduzieren von Knoten ausgeführt, bis im Schema Knoten vorhanden sind, die von einer der Regeln in der Sequenz reduziert werden müssen.
  8. Die Regeln zum Reduzieren von Knoten, die bei der Ausführung der Werkzeuge Regel zum Reduzieren von Knoten hinzufügen und Regel zum Reduzieren von Knoten nach Attribut hinzufügen hinzugefügt wurden, werden zum Vereinfachen des Schemadiagramms verwendet.
    Vorsicht:

    Während der Konfiguration müssen Sie es vermeiden, Regeln zum Reduzieren von Knoten, die Knoten verarbeiten, die maximal zwei andere Knoten verbinden, und Regeln zum Reduzieren von Knoten, die mindestens drei andere Knoten verarbeiten, innerhalb derselben iterativen Sequenz der Reduktionsregeln zu mischen.

    Tipp:

    Da Inhaltsknoten keine Features ohne Inhalt und Knoten ohne Inhalt keine Features mit Inhalt aggregieren können, können Sie die Regel "Features entfernen" vor dem Reduzieren von Knoten so konfigurieren, dass Polygon-Container und alle Inhalt-Container-Beziehungen im Schema entfernt werden, und dann Reduzierungen erzwingen.

  9. Die Regel zum Beenden von Iterationen, die mit dem Werkzeug Regel zum Beenden von Iterationen hinzufügen konfiguriert wurde, muss sich am Ende einer iterativen Sequenz der Regel zum Reduzieren von Knoten befinden, das heißt, direkt hinter der letzten Regel zum Reduzieren von Knoten in der Sequenz, in der der Erstellungsprozess iteriert werden soll.
  10. Die Regel zum Reduzieren von Kanten, die mit dem Werkzeug Regel zum Reduzieren von Kanten nach Attribut hinzufügen eingerichtet wurde, kann am Ende der Regelliste ausgeführt werden.
  11. Die Regel für strukturelle Anbauten, die mit dem Werkzeug Regel für strukturelle Anbauten hinzufügen konfiguriert wurde, wird systematisch zuletzt ausgeführt, unabhängig davon, wo sie in der Regelsequenz eingerichtet wurde.
    Vorsicht:

    Da diese Regel sehr zeitaufwändig ist, sollten Sie sie nur im Bedarfsfall konfigurieren. So ist das Hinzufügen struktureller Anbauten nicht relevant für eine Vorlage, die für die Ausführung folgender Regeln konfiguriert ist:

    • Eine Verfolgungsregel, die keine Strukturen beinhaltet
    • Regeln zum Entfernen von Features, die zur Verarbeitung von Strukturknoten eingerichtet sind, die Anbauten unterstützen

Hinweis:

Sie können auch Regeln zum Entfernen von Features an diesen bestimmten Positionen einrichten:

  • Nach einer Verfolgungsregel oder nach einer Regel zum Einblenden von Containern, um Beziehungen zwischen Containern aus dem Schemadiagramm zu entfernen. Damit wird eine starke Vereinfachung des Schemadiagramms erreicht.
  • Am Ende der Regelliste, um das Schemadiagramm zu bereinigen.

Das folgende Schema veranschaulicht die empfohlene Position für jede Regel in der Regelsequenz entsprechend den oben dargelegten Empfehlungen:

Empfohlene Position für jede Regel in einer Regelsequenz

Hinweis:

Beachten Sie, dass jede Regel optional ist und die meisten der üblichen Regelsequenzen, die für eine Diagrammvorlage konfiguriert werden, für verschiedene Teile der oben erläuterten Sequenz passend sind.

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