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Terminologie für die Arbeit mit Netzwerkschemas

Schemavorlage

Bei der Erstellung eines Schemas wählen Sie eine Vorlage als Grundlage aus. Die Schemavorlage enthält die Definition der Schemaregeln und -layouts und die Definition des Schema-Layers, d. h., sie umfasst die Konfigurationseigenschaften für den Inhalt (Regel- und Layoutdefinition) und die Darstellung (Schema-Layer-Definition) der zu generierenden Netzwerkschemas.

Die folgenden drei vordefinierten Schemavorlagen werden bei der Erstellung eines Versorgungsnetzes standardmäßig installiert:

  • Basic: Dies ist die Standardvorlage, die zum Erstellen von Schemas verwendet wird. Verwenden Sie diese Vorlage, um Standardschemas für die in der Karte ausgewählten Netzwerk-Features zu erstellen. Für jedes ausgewählte Netzwerk-Feature wird ein Schema-Feature erstellt. Alle im Schema dargestellten Inhalts-Features des Netzwerks empfangen ein Schema-Feature zur Repräsentation des Containers. Alle Schema-Features werden auf dieselbe Weise wie ihre geographischen Positionen auf der Karte angezeigt.
  • ExpandContainers: Verwenden Sie diese Vorlage, um Schemas mit eingeblendeten Containern zu erstellen, die durch Polygon-Features des Netzwerkschemas dargestellt werden. Alle Schema-Features werden auf dieselbe Weise wie ihre geographischen Positionen auf der Karte angezeigt.
  • CollapseContainers: Verwenden Sie diese Vorlage, um Schemas mit reduzierten Containern zu erstellen, die durch Punkt- und Linien-Features dargestellt werden. Ein einzelnes Linien- oder Punkt-Feature stellt einen Container und dessen unterschiedlichen Inhalte dar. Alle Schema-Features werden auf dieselbe Weise wie ihre geographischen Positionen auf der Karte angezeigt.

Als Besitzer des Versorgungsnetzes können Sie Ihre eigenen Schemavorlagen erstellen und konfigurieren und bei Bedarf die installierten löschen.

Während der Definition der Teilnetze einer Ebene können Sie der Ebene außerdem eine oder mehrere Schemavorlagen zuweisen. In diesem Fall werden die Schemas, die die einzelnen Teilnetze der Ebene darstellen, automatisch erstellt bzw. aktualisiert, wenn das Werkzeug Teilnetz aktualisieren ausgeführt wird.

Weitere Informationen zu den Besonderheiten von Schemavorlagen für Teilnetze

Schemaregel- und Layoutdefinition

Die Schemaregel- und Layoutdefinition wird für eine Schemavorlage eingerichtet. Mit ihr wird festgelegt, wie die auf dieser Vorlage basierenden Schemas erstellt werden, d. h.:

  • Details der Schemaregeln, die zum Erstellen des Schemainhalts verwendet werden
  • Liste der Schemalayouts, die für die Schema-Features ausgeführt werden können (unabhängig davon, ob diese Layouts automatisch bei der Schemaerstellung ausgeführt werden oder nicht)
Durch die Definition von Schemaregeln und -layouts wird ein bestimmter Typ eines Netzwerkschemas erstellt, der eine Reihe von erwarteten Schema-Feature-Typen enthält. Schemavorlagen können zum Beispiel für eine schematische Darstellung der Primärteile und Schalter, für eine schematische Darstellung der internen Schemas der Bauteile, für jeden Schaltkreis, für einzelne Leitungen usw. eingerichtet werden.

Weitere Informationen zur Erstellung von Netzwerkschemas

Weitere Informationen zum Verwalten von Regel- und Layoutdefinitionen in Ihren Vorlagen

Schema-Layer-Definition

Die Schema-Layer-Definition wird für eine Schemavorlage eingerichtet. Mit ihr wird die Darstellung der Feature-Layer angegeben, die die Schema-Layer bilden, also der Schema-Sublayer unter den Schema-Layern. Sie fungiert als Vorlage für die Anzeigeeigenschaften bestimmter Schemas des Netzwerkes.

Weitere Informationen zu Netzwerkschema-Layer- und Schema-Layer-Definitionskonzepten

Netzwerkschemas

Netzwerkschemas stellen einen Satz von Features dar, die Teil eines Versorgungsnetzes sind.

Beispiel für ein Netzwerkschema

Sie enthalten Schemaknoten, -kanten und -container, die mit Versorgungsnetz-Features zusammenhängen. Ein Netzwerkschema basiert auf einer Schemavorlage. In den meisten Fällen wird es in einer Schemakarte als Schema-Layer angezeigt, und dieser Layer wird basierend auf einer Schema-Layer-Definition gerendert. Neu generierte Netzwerkschemas sind standardmäßig temporär und sind in der Datenbank so markiert, dass sie nach dem Schließen der letzten Schemakartenansicht verworfen werden. Sie können ein Netzwerkschema aber auch langfristig in der Datenbank speichern.

Befehl "Schema speichern"

Nach dem Speichern wird das temporäre Schema zu einem gespeicherten Schema. Es kann über den Bereich Schemas suchen abgerufen und erneut geöffnet werden.

Erneutes Öffnen eines Schemas über den Bereich "Schemas suchen"

Während seines Lebenszyklus kann ein Netzwerkschema inkonsistent in Bezug auf den Netzwerk-Topologie-Bereich werden. Damit ein inkonsistentes Schema wieder konsistent wird, können Sie das Schema aktualisieren. Mit Aktualisieren ist hierbei das Aktualisieren seines Inhalts in Bezug auf die Netzwerk-Topologie gemeint. Das bedeutet: Sein Inhalt wird mit den Netzwerk-Features synchronisiert, die zum anfänglichen Generieren verwendet wurden, damit alle Änderungen, die sich auf diese Netzwerk-Features im Schema auswirken könnten, angewendet werden.

Schema-Layer

Der Schema-Layer ist ein Verbund-Layer, der Feature-Layer enthält, die Verknüpfungen mit den Network-Diagram-Feature-Classes und ihren zugehörigen Netzwerkquellklassen darstellen.

Schema-Layer in einer Schemakarte

Weitere Informationen zu Schema-Layern

Schemakarte

Eine Schemakarte ist eine Zeichenfläche, auf der Netzwerkschemas standardmäßig angezeigt werden. Ein neu erstelltes Schema wird in einer Schemakartenansicht geöffnet und führt zur Erstellung eines neuen Schemakarten-Projektelements. Schemakarten können im Projekt gespeichert werden. Wie bei anderen Karten können Sie auch hier mit verschiedenen Kartenansichten arbeiten. Bei diesem speziellen Kartentyp wird jedoch nach dem Schließen der letzten Ansicht der Schemakarte das zugehörige Schemakartenelement aus der Liste der Karten im Projekt entfernt.

Schemakarten

Teilnetz-Systemschema

Ein Teilnetz-Systemschema ist ein Netzwerkschema, das ein Teilnetz wiedergibt. Teilnetz-Systemschemas werden im Hintergrund mit dem Werkzeug Teilnetz aktualisieren vollständig verwaltet, d. h. erstellt, aktualisiert und gelöscht.

Weitere Informationen zu Teilnetz-Systemschemas und ihren Besonderheiten

Schemadarstellungen und das oberste Diagramm von Schemas

Ein Diagramm ist eine mathematische Struktur, die aus Containern und Knoten besteht; diese sind durch Kanten miteinander verbunden.

Während der Erstellung des Netzwerkschemas wird ein solches Diagramm, das auch als Schemadarstellung bezeichnet wird, durch das System verwaltet. Abhängig von den für die zugehörige Schemavorlage angegebenen Regeln kann sich diese Schemadarstellung mehrmals ändern, z. B. nach der Ausführung einer Schemaregel oder wenn Schema-Features in der Schemadarstellung entfernt, hinzugefügt oder aggregiert wurden. Am Ende des Schemaerstellungsprozesses ist die endgültige Schemadarstellung das Netzwerkschema selbst.

Endgültiges Diagaramm eines Beispielschemas

Das oberste Diagramm eines Schemas ist die Schemadarstellung, in dem jeder Container als ganzer Knoten betrachtet wird. Sein Aussehen ähnelt dem des Netzwerkschemas, wenn alle Schemacontainer ausgeblendet sind.

Oberstes Diagramm des Beispielschemas

Schema-Features

Ein Netzwerkschema enthält drei Feature-Typen: Schemaknoten, Schemakanten und Schemacontainer.

Schemaknoten

Schemaknoten werden als Symbolpunktgeometrie angezeigt und stellen Folgendes dar:

  • Punkt-Features von Versorgungsnetzen, z. B. Ventile, Transformatoren, Schalter, Verbindungspunkte usw.
  • Systemknoten
  • Bestimmte Kanten, die in den Schemas zu Knoten reduziert werden
  • Polygon-Features von Versorgungsnetzen, die im Schema zu Punkten ausgeblendet werden, zum Beispiel Grenzstrukturen wie Pumpstationen oder elektrische Umspannwerke

Schemaknoten-Beispiel 1
Beispiele für Schemaknoten, die Netzwerk-Punkt-Features und Systemknoten darstellen
Schemaknoten-Beispiel 2
Beispiele für Schemaknoten, die eine reduzierte Stromschiene und eine ausgeblendete Strukturgrenze darstellen

Schemakanten

Schemakanten werden als Liniengeometrie angezeigt und stellen Folgendes dar:

Schemakanten-Beispiel 1
Beispiele für Schemakanten, die Netzwerk-Linien-Features und Konnektivitätszuordnungen darstellen
Schemakanten-Beispiel 2
Beispiele für Schemakanten, die strukturelle Anbauten und Reduktionskanten darstellen

Schemacontainer

Schemacontainer sind Versorgungsnetzkomponenten, die andere Netzwerk-Features enthalten, z. B.:

  • Versorgungsnetz-Punkt-Strukturknoten
  • Versorgungsnetz-Punkt-Baugruppen
  • Versorgungsnetz-Polygon-Strukturgrenzen
Beispiele für Schemapolygoncontainer

Sie werden als Polygongeometrie angezeigt, und zwar unabhängig von der Geometrie der verbundenen Netzwerk-Features, die sie darstellen. Die Schemacontainergeometrie wird so berechnet, dass der Container immer seinen Inhalt einschließt.

Die Schemapolygongeoometrie wird immer an den Inhalt angepasst

Weitere Informationen zu Containern in Netzwerkschemas

Schemaregel

Eine Schemaregel ist eine bestimmte Aufgabe, die für den anfänglichen Schemainhalt ausgeführt wird und während der Erstellung oder Aktualisierung des Netzwerkschemas den endgültigen Schemainhalt erstellt. Regeln können zum Verwerfen bestimmter Features, zum Hinzufügen zusätzlicher Objekte (z. B. durch Konnektivität) und zum Vereinfachen von Schemainhalten durch Aggregieren von Objekten (z. B. Reduktionsregeln und Ausblendungsregeln) verwendet werden. Schemaregeln werden auch verwendet, um bestimmte Flags wie Stammknoten in den Schemas zu konfigurieren.

Weitere Informationen zur Erstellung von Schemas

Schemaregeln werden für eine Schemavorlage konfiguriert, sodass sie bei jeder Erstellung oder Aktualisierung eines auf dieser Vorlage basierenden Schemas ausgeführt werden. Für eine Vorlage können mehrere Regeln konfiguriert werden. Sie werden gemäß ihrer Eingabe-Sequenzreihenfolge verkettet: Regel 1, die für die anfängliche Gruppe der als Eingabe verwendeten Versorgungsnetz-Features ausgeführt wird, und Regel N, die für die Features ausgeführt wird, die aus der Ausführung der Regel (N-1) resultieren.

Weitere Informationen zu Schemaregeln

Schema-Layout

Ein Schemalayout ist ein Algorithmus, mit dem der Abstand zwischen Schema-Features festgelegt und normalisiert wird.

Beispiel 1 für ein Schemalayout
Beispiel für ein Schema mit dem Layout "Rechten Winkel für Kanten berechnen", das nach dem Gitter-Layout angewendet wurde
Beispiel 2 für ein Schemalayout
Beispielschema mit dem Layout "Intelligente Baumstruktur"
Beispiel 3 für ein Schemalayout
Beispielschema mit dem Layout "Kräftebasiert"
Schemalayouts können entweder für den gesamten Inhalt oder Teile eines Netzwerkschemas, das in einer Schemakartenansicht dargestellt wird, on-the-fly ausgeführt werden. Schemalayouts können in der Schemavorlage außerdem so konfiguriert werden, dass sie automatisch während der Schemaerstellung ausgeführt werden. Mehrere Layouts können in einer Vorlage konfiguriert sein, die automatisch nacheinander in ihrer Eingabereihenfolge ausgeführt werden, wenn ein auf dieser Vorlage basierendes Schema erstellt wird.

Weitere Informationen zu Schemalayouts