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Utility Network – Terminologie

Im Folgenden finden Sie grundlegende Begriffe im Zusammenhang mit Versorgungsnetzen sowie deren Beschreibungen.

Analysen

Analysen dienen zum Analysieren der Versorgungsnetzdaten, um Inspektionen des Netzwerks durchzuführen (Verfolgungen eines Versorgungsnetzes) und den gesamten oder einen Teil des Versorgungsnetzes (Netzschemas) schematisch darzustellen.

Asset-Gruppe

Mit der Asset-Gruppe eines Features wird dessen allgemeine Klassifizierung definiert. Das ASSETGROUP-Feld für jede Netzwerk-Feature-Class ist als Subtype-Feld definiert. Eine weitere Klassifizierung von Features wird hinzugefügt, indem Attributdomänen auf Subtype-Ebene für das ASSETTYPE-Feld hinzugefügt werden.

Beispiel

Ein Transformator ist einer der Subtypes für eine Asset-Gruppe einer Network-Feature-Class für elektrische Bauteile.

Asset-Typ

Mit dem Attribut "Asset-Typ" eines Features wird eine genauere Klassifizierung für die einzelnen Asset-Gruppen in einem Netzwerk-Layer definiert. Das ASSETTYPE-Feld in einem Netzwerk-Layer ist ein Textfeld, das mit einer Attributdomäne von Werten verknüpft ist. Diese Attributdomänen werden dem ASSETTYPE-Feld auf Subtype-Ebene für jedes Netzwerk-Feature-Class zugewiesen. Das ASSETGROUP-Feld ist als Subtype-Feld für jede Netzwerk-Feature-Class definiert. Dadurch wird eine umfassende Klassifizierung von Netzwerk-Features ermöglicht, indem die Asset-Gruppe als Hauptklassifizierung und der Asset-Typ als Nebenklassifizierung von Features verwendet wird.

Beispiel

Ein Netztransformator ist eine Asset-Gruppe eines Transformators in einer Netzwerk-Feature-Class für elektrische Bauteile.

Zuordnungen

Zuordnungen werden erstellt, um Features miteinander zu verknüpfen. Es gibt drei Typen von Zuordnungen: Konnektivitätszuordnungen, strukturelle Anbau-Zuordnungen und Containment-Zuordnungen.

Beispiele

Mit einer Konnektivitätszuordnung wird angegeben, dass ein Transformator mit einer Sicherung verbunden ist.

Mit einer strukturellen Anbau-Zuordnung wird angegeben, dass ein Kondensator an einem Leitungsmast angebracht ist.

Mit einer Containment-Zuordnung wird angegeben, dass ein Schacht Ventile und Leitungen enthalten kann.

Zuordnungsregeln

Zuordnungsregeln verhindern, dass ein Benutzer in einem Netzwerk logisch ungültige Feature-Zuordnungen hinzufügt. Mit Zuordnungsregeln werden gültige Möglichkeiten für die Verknüpfung von Netzwerk-Features definiert. Es gibt drei allgemeine Typen von Zuordnungsregeln: Konnektivitätsregeln erzwingen die Feature-Typen, die verbunden werden können, Regeln für strukturelle Anbauten erzwingen die Bauteiltypen, die mit einer Struktur verbunden werden können, und Containment-Regel erzwingen die Typen von Netzwerk-Features, die in Netzwerkcontainer-Features enthalten sein können.

Beispiele

Konnektivitätsregel: Ein Transformator kann mit einer Sicherung verbunden werden.

Regel für strukturelle Anbauten: Ein Kondensator kann als Leitungsmast angebracht werden.

Containment-Regel: Ein Schacht kann Ventile und Leitungen enthalten.

Konnektivität

Netzwerk-Features in einem Versorgungsnetz können im Wesentlichen auf zwei Arten miteinander verbunden werden: entweder mit einem gemeinsamen Endpunkt, Stützpunkt oder Punkt (gemeinsame X-, Y- und Z-Werte) oder mit einer definierten Konnektivitätszuordnung zwischen zwei Features, die nicht räumlich lagegleich sind. Dies wird als Konnektivität bezeichnet.

Beispiel

Wenn eine Pumpe am Ende einer Wasserleitung platziert wird, wird aufgrund der gemeinsamen Position Konnektivität hergestellt.

Konnektivitätsbeziehung

Einer der drei Typen von Netzwerkzuordnungen. Mit der Konnektivitätszuordnung können die einzelnen Features im Netzwerk dargestellt werden, und sie stellt die Verbindung zwischen den Netzwerk-Features her, die räumlich getrennt sind. Dies ist ein wesentlicher Bestandteil bei der Verfolgung und Analyse.

Beispiel

Eine Verbindung zwischen einem Schalter und einer Leitung ist ein Beispiel für eine Konnektivitätszuordnung. Eine Verbindung zwischen einer Sicherung und einem Blitzableiter, die nicht räumlich lagegleich sind, ist ein weiteres Beispiel für eine Konnektivitätszuordnung.

Container

Ein Container ist eine Baugruppe von Netzwerk-Features, die normalerweise auf einer Karte als ein Feature dargestellt werden. Beispielsweise enthält das Container-Feature für eine elektrische Schaltanlage interne Schalter, Sicherungen und eine Stromschiene, die für die Netzwerkverfolgung wichtig sind. Eine Karte mit all diesen internen Features wäre jedoch zu unübersichtlich. Netzwerk-Features in einem Container können mit Features außerhalb des Containers verbunden werden.

Beispiel

Elektrische Umspannwerke und Pumpstationen sind Beispiele für Container-Features.

Modus "Containment bearbeiten"

Der Modus "Containment bearbeiten" wird mit dem Befehl Containment aufrufen in der Gruppe Zuordnungen auf der Registerkarte Daten auf der Registerkarte Utility Network aktiviert. In diesem Modus werden erstellte Features, die eine unterstützende Regel aufweisen, automatisch dem aktiven Container als Inhalt hinzugefügt. Die Bearbeitung im Modus "Containment bearbeiten" zeigt, welche Netzwerk-Features sich im aktiven Container befinden und wie sie verbunden werden. Darüber hinaus werden in der Container-Ansicht Analyseergebnisse dargestellt.

Beispiel

Bei der Bearbeitung einer Baugruppe von Features aktivieren Sie in der Regel den Modus "Containment bearbeiten". Neue Features, die erstellt werden, werden automatisch als Inhalt für die Baugruppe hinzugefügt.

Containment-Zuordnungen

Einer der drei Typen von Netzwerkzuordnungen. Eine Containment-Zuordnung ist die Beziehung zwischen einem Container-Feature und einem enthaltenen Netzwerk-Feature. Mit Containment-Zuordnungen können Sie ein detailliertes Modell aller wichtigen Bauteile erstellen. Gleichzeitig können Sie mit dem Befehl Inhalt anzeigen die Übersichtlichkeit der Karte in dichten Bereichen erhalten. Gültige Containment-Zuordnungen werden mit Containment-Regeln erzwungen.

Beispiel

Die Beziehungen zwischen einem elektrischen Schacht und allen darin enthaltenen Bauteilen und Leitungen sind Beispiele für Containment-Zuordnungen.

Besitzer des Datenbank-Versorgungsnetzes

Der Datenbankbenutzer, der der Datenbesitzer für das Versorgungsnetz ist, dient als Besitzer des Datenbank-Versorgungsnetzes. Dies wird durch den Datenbankbenutzer bestimmt, der beim Erstellen eines Versorgungsnetzes in der Datenquelle verwendet wird. Das Versorgungsnetz muss für Konfigurations- und Veröffentlichungsaufgaben als Besitzer des Datenbank-Versorgungsnetzes aufgerufen werden.

Netzschema-Darstellung

Die Netzschema-Darstellung zeigt eine schematische Ansicht Ihres Netzwerks. Ein Schema ist eine symbolische Darstellung von Features in einem Versorgungsnetz durch Anwendung einer Visualisierungsmethode. Schemas können auch die Ergebnisse einer Netzwerkverfolgung anzeigen.

Beispiel

Bei einem Stromversorgungsunternehmen wird ein Typ von Netzschema-Darstellung als Einlinienschema bezeichnet.

Richtungsabhängigkeit

Definiert, wie Ressourcen durch Anschlusspunkte an einem Bauteil-Feature fließen. In allen Anschlusspunktkonfigurationen muss die Richtungsabhängigkeit als unidirektional oder bidirektional definiert werden. Eine unidirektionale Anschlusspunktkonfiguration bedeutet, dass das Medium im Netzwerk nur in eine Richtung durch ein Bauteil strömen kann. Eine bidirektionale Anschlusspunktkonfiguration bedeutet, dass das Medium im Netzwerk in beide Richtungen durch das Bauteil strömen kann. Es sind keine unterscheidbaren Anschlusspunkte flussaufwärts und flussabwärts vorhanden.

Weitere Informationen finden Sie unter Verwaltung von Anschlusspunkten.

Dirty Areas

Dirty Areas markieren geänderte Features auf einer Karte, die in der Netzwerk-Topologie veraltet sind. Dirty Areas dienen als visuelle Hinweise, um die zu überprüfenden Bereiche anzuzeigen, damit die Netzwerk-Topologie erhalten bleibt. Nach der Überprüfung der Netzwerk-Topologie werden Dirty Areas gelöscht.

Beispiel

In der Karte wird eine neue Mittelspannungsleitung konstruiert und eine neue Dirty Area erstellt, die in der Umgebung dieses Features sichtbar ist.

Getrenntes Teilnetz

Wenn Teilnetz-Controller mit dem gleichen Namen nicht zu einem anderen durchquert werden können, wird das Teilnetz als getrennt eingestuft. Für Ebenen in einer partitionierten Netzart enthält das Geoverarbeitungswerkzeug Definition des Teilnetzes festlegen die Option Getrennte Teilnetze unterstützen. Standardmäßig werden getrennte Teilnetze für partitionierte Netzarten nicht unterstützt. Bei Ebenen in einer hierarchischen Netzart ist diese Option zum Unterstützen getrennter Teilnetze immer aktiviert. Diese Eigenschaft der Ebene kann auf der Registerkarte "Netzwerkeigenschaften" der Eigenschaften des Versorgungsnetz-Layers angezeigt werden.

Netzart

Beim Erstellen eines Versorgungsnetzes fügen Sie ihm eine oder mehrere Netzarten hinzu. Eine Netzart ist eine branchenspezifische Sammlung von Layern, z. B. für Stromversorgung und Gastransport. Mitunter hat ein Versorgungsnetz zwei Netzarten auf Übertragungsebene und auf Verteilungsebene. Ein Versorgungsnetz kann auch sich überschneidende Netzarten aufweisen, z. B. Gas und Wasser, wenn das Versorgungsunternehmen für beides zuständig ist.

Beispiel

Ein Versorgungsunternehmen für Strom, Gas oder Wasser kann zwei Netzarten verwenden, um die Bereitstellung der Ressourcen zu modellieren: Übertragung und Verteilung.

Geometrische Übereinstimmung

Wenn zwei oder mehre Features an der gleichen X-, Y- und Z-Position vorliegen, sind sie geometrisch lagegleich.

Beispiel

Mitunter können Features die gleichen X- und Y-Positionen belegen, z. B. an einem Leitungsmast angebrachte Bauteile. Indem diesen Features an denselben X- und Y-Positionen auch Z-Werte zugewiesen werden, kann besser gewährleistet werden, dass Features nicht geometrisch lagegleich sind.

Inkonsistentes Teilnetz

Wenn ein Teilnetz mehrere Teilnetz-Controller enthält und das Attribut Subnetwork Name nicht konsistent ist, gilt dieses Teilnetz als inkonsistent. Beispiel: In einem Teilnetz mit fünf Teilnetz-Controllern weisen vier der Teilnetz-Controller den richtigen Teilnetznamen auf, der fünfte aber einen anderen.

Wenn beim Aktualisieren inkonsistente Teilnetze erkannt werden, wird im Werkzeug Teilnetz aktualisieren ein Fehler zurückgegeben und es werden Punkt-Fehler-Features für die Teilnetz-Controller generiert. Inkonsistente Teilnetze werden auch bei einer Teilnetzverfolgung gemeldet.

Weitere Informationen zum Aktualisieren von Teilnetzen.

Knoten-Kanten-Konnektivitätsregel

Eine Knoten-Kanten-Konnektivitätsregel ist ein Typ von Konnektivitätsregel, mit dem gesteuert wird, welche Knoten-Netzwerk-Features mit Endpunkten oder Stützpunkten von Linien-Netzwerk-Features verbunden werden können.

Beispiel

Ein Schalter kann mit dem Endpunkt einer Mittelspannungsleitung verbunden werden.

Knoten-Knoten-Konnektivitätsregel

Eine Knoten-Knoten-Konnektivitätsregel ist ein Typ von Konnektivitätsregel, mit dem gesteuert wird, welche Knoten-Netzwerk-Features mit anderen Knoten-Netzwerk-Features verbunden werden können. Durch die Anwendung dieser Regel kann eine Konnektivitätszuordnung zwischen zwei getrennten Knoten-Netzwerk-Features definiert werden.

Beispiel

Ein Kondensator kann mit einem Schalter verbunden werden.

Kartenansicht

Die Kartenansicht zeigt eine kartografische Ansicht Ihres Netzwerks. Wenn Änderungen vorgenommen werden, zeigen Dirty Areas auf der Karte, wo die Netzwerk-Topologie nicht aktuell ist.

Mittige Verbindung

Beim Verbinden von Netzwerk-Features mit einer Linie können Sie Verbindungen an den Endpunkten oder an den mittigen Stützpunkten einer Linie herstellen. Wenn Sie die mittigen Stützpunkte einer Linie verwenden, können Sie Netzwerk-Features erstellen, ohne Netzwerklinien zu unterbrechen, wenn auch die physische Leitung nicht unterbrochen ist.

Beispiel

Eine typische Position für eine mittige Verbindung ist die Verbindung eines Versorgungskabels mit einer elektrischen Verteilerleitung. Teilnetzabzweigungen befinden sich ebenfalls mittig an Linien-Features.

Netzwerkattribut

Netzwerkattribute sind mit Attributen für Features in Ihrem Netzwerk verknüpft. Sie werden aus Feature-Attributen abgeleitet und in der Netzwerk-Topologie gecacht, um die Performance zu steigern, wenn Feature-Attribute während einer Verfolgung oder bei der Durchführung von Verwaltungsaufgaben für Teilnetze ausgewertet werden. Die Werte, die für die Attribute Ihrer Features in einer Karte gespeichert wurden, werden im verknüpften Netzwerkattribut widergespiegelt oder bei jeder Überprüfung der Netzwerk-Topologie aktualisiert.

Beispiel

Elektrische Phasen können als Netzwerkattribut modelliert werden, sodass eine Verfolgung nur auf einer von drei elektrischen Phasen ausgeführt werden kann.

Rohrdurchmesser können als Netzwerkattribut definiert werden, um Verfolgungen für Gas und Wasser zu beschränken.

Netzwerkkategorien

Eine Netzwerkkategorie ist ein Tag, das ein Merkmal eines Assets in Ihrem Netzwerk darstellt. Netzwerkkategorien werden für bestimmte Kombinationen aus Asset-Gruppe und Asset-Typ erstellt und bestimmten Network-Feature-Classes zugewiesen.

Weitere Informationen finden Sie unter Netzwerkkategorien.

Beispiel

Mit der Netzwerkkategorie "Schutz" kann die Verfolgung von Stromnetz-Features auf Bauteile oder Anlagen beschränkt werden, die zum Schutz des Systems verwendet werden, wie Sicherungen oder Recloser.

Netzwerkschemas

Netzwerkschemas bieten eine vereinfachte Darstellung eines Netzwerks, die für unterschiedliche Arten von technischen Analysen nützlich ist. Sie werden auch als schematische Darstellungen bezeichnet und wenden benutzerspezifische Algorithmen an, um für die Netzwerkansicht eines Technikers unwichtige Features auszublenden und entscheidende Features hervorzuheben.

Beispiel

Ein Einlinienschema für Stromversorgungsunternehmen ist ein Netzwerkschema.

Netzwerk-Topologie

Die Netzwerk-Topologie ermöglicht die Netzwerkverfolgung sowie das schnelle Abrufen von Netzwerk-Features. Bei der Bearbeitung eines Versorgungsnetzes werden die betroffenen Teile der Netzwerk-Topologie als Dirty Areas angezeigt, um anzugeben, dass die Netzwerk-Topologie nicht mit den bearbeiteten Features übereinstimmt. In der Netzwerk-Topologie werden alle Zuordnungstypen – Konnektivität, Containment und struktureller Anbau – innerhalb des Versorgungsnetzes gespeichert. Mit einem Vorgang zur Überprüfung der Netzwerk-Topologie werden die Zuordnungen in den bearbeiteten Bereichen aktualisiert und genaue Verfolgungsergebnisse erzeugt.

Weitere Informationen finden Sie unter Netzwerk-Topologie.

Besitzer des Portal-Versorgungsnetzes

Der bei der Erstellung des Versorgungsnetzes aktive Portal-Benutzer dient als Besitzer des Portal-Versorgungsnetzes. Dieser Benutzer muss bestimmte Anforderungen und Voraussetzungen erfüllen. Die Anmeldung als Besitzer des Portal-Versorgungsnetzes ist eine Voraussetzung für Netzwerkkonfigurationsaufgaben und für die Veröffentlichung von Versorgungsnetz-Layern. Beim Zugriff über eine Datenbankverbindung, die als Besitzer des Datenbank-Versorgungsnetzes hergestellt wurde, wird der Besitzer des Portal-Versorgungsnetzes im Abschnitt Allgemein des Dialogfeldes Netzwerkeigenschaften angegeben.

Voreingestellte Vorlage

Mit einer voreingestellten Vorlage kann ein Benutzer schnell eine komplexe Sammlung von Features platzieren. Mit voreingestellten Vorlagen werden alle Typen von erforderlichen Zuordnungen erstellt und die Netzwerk-Features platziert. Voreingestellte Vorlagen sind Teil der zentralen ArcGIS Pro-Bearbeitungsumgebung und können mit den Zuordnungen im Versorgungsnetz verwendet werden.

Beispiel

Mit einer voreingestellten Vorlage wird ein Container für eine elektrische Schaltanlage mit allen internen Schaltern, Sicherungen und Stromschienen platziert und richtig verbunden.

Versorgungsgebiet

Das Versorgungsgebiet ist eine M- und Z-aktivierte Polygon-Feature-Class, die ein oder mehrere Features enthält. Diese wird als Eingabe beim Erstellen des Versorgungsnetzes verwendet und stellt den editierbaren Bereich für alle Strukturnetzwerke und sämtliche Netzarten dar.

Beispiel

Ein Versorgungsgebiet erstreckt sich über den operativen Bereich eines Versorgungsunternehmens. Es kann etwa die Fläche einer Stadt oder eines Bundeslandes/Kantons sein.

Strukturelle Anbau-Zuordnung

Einer der drei Typen von Netzwerkzuordnungen. Eine strukturelle Anbau-Zuordnung ist die Beziehung zwischen einem Netzwerk-Feature und einem Struktur-Feature. Strukturelle Anbauten werden in der Netzwerk-Topologie gespeichert, um die an einer Struktur befestigten Bauteile schnell identifizieren zu können.

Beispiel

Eine Transformatorbank weist einen strukturellen Anbau mit einem Leitungsmast oder einer Platte auf, an dem bzw. der sie montiert ist. Die Transformatorbank stellt den Anbau dar und der Leitungsmast oder die Platte dient als Struktur in der Zuordnung.

Strukturnetzwerk

Jedes Versorgungsnetz verfügt über ein Strukturnetzwerk, das die Features darstellt, die die Bauteile und Leitungen stützen, mit denen eine Ressource übertragen wird. Alle Netzarten in einem Versorgungsnetz haben ein gemeinsames Strukturnetzwerk.

Beispiel

Zu einem Stromnetz gehören Leitungsmasten, Platten, Schaltschränke und andere Struktur-Features. Dies sind Objekte des Versorgungsunternehmen, die aber nicht direkt die gelieferte Ressource übertragen.

Teilnetz

Ein Teilnetz stellt einen topologischen Teil innerhalb einer Ebene dar, in dem alle verbundenen Features durch die gleichen Teilnetz-Controller definiert sind. Zum Erstellen eines Teilnetzes wird ein Teilnetz-Controller festgelegt, die Netzwerk-Topologie überprüft und das Teilnetz aktualisiert.

Weitere Informationen finden Sie unter Teilnetze.

Beispiel

In elektrischen Systemen und in Druckzonen von Gas- und Wassersystemen werden Teilnetze als Kreisläufe bezeichnet.

Teilnetz-Controller

Ein Teilnetz-Controller ist ein Typ von Netzwerk-Feature, über das eine Ressource bereitgestellt oder gesammelt wird. Ein Teilnetz-Controller-Typ wird für jede Netzart definiert. Wenn dann die Ebene konfiguriert wird, wird definiert, dass einer oder mehrere der Controller in der Netzart verwendet werden. Features mit bestimmten Kombinationen aus Asset-Gruppe und Asset-Typ in der Device-Feature-Class wurden so konfiguriert, dass sie als Teilnetz-Controller festgelegt werden können. Dies erfolgt durch Zuweisen einer Netzwerkkategorie. Teilnetz-Controller werden für Bauteil-Features mit einem bestimmten Anschlusspunkt festgelegt und als Start- oder Endpunkte für die Netzwerkverfolgung verwendet.

Weitere Informationen finden Sie unter Teilnetz-Controller.

Beispiel

In einem elektrischen System ist ein Teilnetz-Controller für die Elektrizität ein Elektrizitätswerk oder ein Umspannwerk. Bei einem System mit Hochreservoir kann ein Teilnetz-Controller ein Reservoir für die Wasserversorgung sein.

Anschlusspunkt

Mit Anschlusspunkten werden physische Verbindungen an einem Bauteil modelliert. Obwohl nicht alle Bauteile Anschlusspunkte benötigen, gibt es Fälle, in denen Anschlusspunkte notwendig sind. Bauteile, die als Teilnetz-Controller dienen sollen, benötigen Anschlusspunkte, wenn drei oder mehr Verbindungen zu einem Bauteil vorhanden sind. Durch den Einsatz von Anschlusspunkten können einige Bauteile realistischer modelliert werden. Zudem ermöglichen sie einen genaueren Datenaustausch mit externen Analysesystemen.

Weitere Informationen finden Sie unter Verwaltung von Anschlusspunkten und Bauteil-Anschlusspunkte.

Beispiel

Ein Transformator hat Anschlusspunkte an der Ober- und der Unterspannungsseite. Ein Schutzschalter hat Anschlusspunkte auf der Zufuhr- und der Lastseite.

Anschlusspunktkonfiguration

Mit einer Anschlusspunktkonfiguration wird definiert, wie eine Ressource in einem Bauteiltyp mit definierten Anschlusspunkten fließen kann. Wenn Sie eine Anschlusspunktkonfiguration erstellen, definieren Sie Folgendes: ob die Ressource in beide oder nur in eine Richtung fließen kann, den Namen der Anschlusspunkte, ob sich ein Anschlusspunkt auf der flussaufwärts oder flussabwärts gelegenen Seite des Bauteiles befindet, welche Verbindungen zwischen Anschlusspunkten gültig sind und die Standardverbindung durch Anschlusspunkte. Nach der Erstellung wird eine Anschlusspunktkonfiguration einem Asset-Typ einer Asset-Gruppe in einer Device-Feature-Class zugewiesen.

Beispiel

Ein Dreiphasenwechselstrom-Transformator weist eine Anschlusspunktkonfiguration auf, die die gültige Verbindung zwischen den Anschlusspunkten an der Ober- und der Unterspannungsseite angibt.

Ebene

Ebenen dienen zum Trennen und Verwalten der endgültigen Architekturkomponente eines Netzwerks: Teilnetze. Eine Ebene definiert eine Sammlung einzelner Teilnetze, die über die gleichen Eigenschaften verfügen und den gleichen Beschränkungen unterliegen. Beim Hinzufügen einer Netzart und Erstellen von Ebenen für das Versorgungsnetz werden Eigenschaften definiert. Diese Eigenschaften bestimmen das Layout der Ebenen und ihre Position in Relation zu den restlichen Ebenen in einer Netzart an.

Weitere Informationen finden Sie unter Netzwerkhierarchien mit Ebenen und Ebenen.

Beispiel

Eine Netzart für die Stromversorgung kann mit zwei Ebenen modelliert werden, wobei die Ebene für die Mittelspannung am Anschlusspunkt auf der Lastseite des ausgehenden Schutzschalters für das Umspannwerk beginnt. Der Schutzschalter konvertiert die Spannungen der Übertragungsebene in Mittelspannungen, die alle Leitungen und Bauteile durchqueren, bis der Anschlusspunkt an der Oberspannungsseite des Verteilertransformators erreicht ist, der Strom in Niederspannungen konvertiert.

Netzwerkverfolgung

Zu gängigen Typen von Analysen in einem Netzwerk gehören Verfolgungen. Möglicherweise möchte ein Versorgungsunternehmen alle Netzwerk-Features kennen, die mit einer Quelle verbunden sind, bzw. Schleifen in einem Netzwerk oder alle von einem ausgewählten Punkt flussaufwärts und flussabwärts liegenden Features suchen. Einige Typen von Verfolgungen werden durch bestimmte Bauteile beschränkt, beispielsweise Schutzgeräte, und die Definitionen dieser Bauteiltypen wird durch Bauteilkategorien in einer Netzart angegeben.

Beispiel

Beispiele für Netzwerkverfolgungen sind Verfolgungen flussaufwärts und flussabwärts sowie Verbindungsverfolgungen.

Durchlassfähigkeit

Zwei ähnliche Konzepte bei Versorgungsnetzen sind Konnektivität und Durchlassfähigkeit. Konnektivität beschreibt den möglichen Bereich für den Ressourcenfluss (Strom, Wasser, Gas oder andere). Durchlassfähigkeit beschreibt den tatsächlichen Bereich für den Ressourcenfluss gemäß dem aktuellen Zustand von Bauteilen wie Ventilen oder Schaltern, die den Fluss behindern können. Die Definition von Teilnetzen, die durch den gegenwärtigen Status von Unterbrechungseinrichtungen (Schaltern und Ventilen) beschränkt sind, veranschaulicht das Konzept der Durchlassfähigkeit. Weitere Informationen zu Konnektivität und Durchlassfähigkeit

Beispiel

Ein Wassersystem kann viele angeschlossene Rohre aufweisen, aber geschlossene Ventile trennen Zonen der Wasserversorgung voneinander. Punkt- und Linien-Features können deaktiviert werden und dadurch den Fluss einer Ressource beschränken.

Versorgungsnetz

Ein Versorgungsnetz ist eine Sammlung von Netzarten (Gas, Wasser, Strom oder andere) mit einem Strukturnetzwerk. Bei der Konfiguration eines Versorgungsnetzes gibt eine Organisation eine Reihe von Netzarten an, die sie verwaltet. Es ist möglich, Zuordnungen für verschiedene Netzarten zu definieren und die Netzwerkverfolgung über diese Netzarten zu aktivieren. Beispielsweise können Sie mit einem Versorgungsnetz mit den Netzarten für die Stromübertragung und Stromverteilung eine Netzwerkverfolgung für Strom von den Übertragungs- zu den Verteilungsebenen durchführen. Ein Versorgungsnetz weist auch ein Versorgungsgebiet auf, um die gültige geographische Platzierung von Features zu beschränken.

Beispiel

Alle Versorgungsunternehmen arbeiten im Allgemeinen mit einem Versorgungsnetz. Dadurch kann das Versorgungsunternehmen Zuordnungen von gängigen Strukturen definieren. Beispielsweise kann ein städtisches Versorgungsunternehmen Leitungsmasten unterhalten, die Kabelfernsehen und Strom übertragen.