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Farbschemas

Ein Farbschema ist ein Bereich mit zugehörigen Farben, die auf eine Sammlung von Features, Rastern, Layout-Grafiken oder Symbolkomponenten angewendet werden kann. Farbschemas enthalten mindestens zwei Farben. Der Übergang zwischen Farbpaaren kann ein kontinuierlicher Farbverlauf oder eine diskrete Grenze ohne Überblendung von einer Farbe zur anderen sein. Oder Farbschemas können auf Zufallswerten basieren, wobei verschiedene Farben zwischen zwei definierten Farben in einem HSV-Farbraum das Schema in zufälliger Reihenfolge bilden. Farbschemas verschiedener Typen können gemeinsam angehängt werden, um komplexe Sammlungen von Farben zu erstellen, die als Multipart-Farbschemas bezeichnet werden. Farbschemas können zur Wiederverwendung oder Freigabe in Styles gespeichert werden.

Weitere Informationen zu Styles.

Ältere Versionen:

Farbschemas werden in ArcMap, ArcScene und ArcGlobe als Farbverlauf bezeichnet.

Kontinuierliche Farbschemas

Kontinuierliche Farbschemas zeigen eine glatte Abstufung von mindestens zwei Farbstopps an. Jeder Farbstopp wird durch eine Farbe und deren Transparenz sowie eine Position entlang des Schemas festgelegt, das als Prozentsatz der Gesamtschemalänge von links nach rechts definiert ist. Ein Stopp befindet sich an jedem Endpunkt, an den Positionen "0 Prozent" und "100 Prozent". Die Farbe und Transparenz dieser beiden Stopps kann geändert werden, deren Positionen jedoch nicht. Ein Stopp ist ein bestimmter Punkt, an dem die Überblendung von zwei benachbarten Farben in einem Verlauf endet. Sie können Stopps interaktiv verschieben, indem Sie darauf klicken, oder Sie können deren relative Positionen ändern, indem Sie sie übereinander ziehen. Zudem können Farbschemas durch Hinzufügen oder Entfernen von Stopps oder durch Umkehren der Reihenfolge aller Stopps angepasst werden. Aktivieren Sie das Kontrollkästchen Farbstopps gleichmäßig verteilen, um alle Stopps gleichmäßig entlang des Farbschemas zu verteilen.

Die Segmente zwischen Farbstopps geben das Aussehen eines Farbschemas vor. Das ausgewählte Segment wird durch einen schwarzen Balken links neben dem ausgewählten Farbstopp angezeigt. Farbschemasegmente verfügen über zwei Eigenschaften: den Algorithmus zum Festlegen des Weges durch den Farbraum zwischen den beiden Stoppfarben (HSV oder CIE Lab) und die Polar-Richtung zur Bestimmung der Richtung um das Farbrad für Farbtonvariationen (kürzester Weg oder längster Weg.)

Detailinformationen:

Das Aussehen der Segmente in einem kontinuierlichen Farbschema wird durch den Algorithmus festgelegt, der die Zwischenfarben zwischen den beiden umgebenden Farbstopps berechnet.

  • Der HSV-Algorithmus (Farbton, Sättigung, Wert) stellt einen linearen Farbverlauf zwischen Wertepaaren dar: einen linearen Weg von Farbton 1 zu Farbton 2, einen linearen Weg von der Sättigung von Farbe 1 zur Sättigung von Farbe 2 und einen linearen Weg vom Wert von Farbe 1 zum Wert von Farbe 2. Der Algorithmus ist konzeptionell einfach zu verstehen, da jedoch alle Zwischenfarben angezeigt werden, ist er nicht immer optimal zur quantitativen Darstellung geeignet.

    Wenn ein Segment den HSV-Algorithmus verwendet, gibt die Polar-Richtung vor, ob der Weg von Farbton 1 zu Farbton 2 der kürzeste oder der längste um das Farbrad (Standardeinstellung) ist. Das Pulldown-Menü "Polar-Richtung" veranschaulicht diese Auswahl grafisch, um Ihnen bei der Entscheidung zu helfen. Beachten Sie, dass die Einstellung der Polar-Richtung keine Auswirkungen hat, wenn ein oder zwei Farbstopps an beiden Enden des Segments keine Farbtonkomponente aufweisen (Weiß-, Grau und Schwarztöne), da keine zu vermischenden Farbtöne vorhanden sind. Wenn ein kleiner Farbtonwert vorhanden ist, ist bei Änderung der Polar-Richtung eine kleine Differenzierung in den fortlaufenden Farben erkennbar. Aus diesem Grund können HSV-Farbschemas, die durch niedrige Farbtonwerte verlaufen, anders als ihre Farbverlauf-Entsprechungen in vorherigen Versionen von ArcGIS angezeigt werden.

  • Beim CIELab-Algorithmus erfolgt der Verlauf zwischen zwei Farben, ohne die dazwischenliegenden Farbtöne einzubeziehen. Das Ergebnis ist ein glatterer Übergang von Farbe 1 zu Farbe 2 als beim HSV-Algorithmus. In vielen Fällen erzeugt dies zwischen zwei Farben einen sehr wünschenswerten glatten Verlauf, Zwischenfarbwerte können jedoch sehr grau (niedrige Sättigung) sein, wenn ein großer Unterschied zwischen zwei Farben besteht. Die Polar-Richtung ist für CIELab-Segmente deaktiviert, da dieser Algorithmus stets einem direkten Weg durch den Farbraum folgt.

Diskrete Farbschemas

Diskrete Farbschemas bestehen aus mindestens zwei Volltonfarbblöcken ohne Abstufung. Die Blöcke sind gleichbedeutend mit den Farbstopps in kontinuierlichen Farbschemas, verfügen jedoch nur über Farb- und Transparenzeigenschaften. Diskrete Farbschemas weisen kein Konzept eines Farbschemasegments auf. Die Reihenfolge der Blöcke kann durch Klicken und Ziehen geändert werden. Zudem können diskrete Farbschemas durch Hinzufügen oder Entfernen von Blöcken oder durch Umkehren der Reihenfolge aller Blöcke angepasst werden.

Zufallsfarbschemas

Zufallsfarbschemas enthalten keine Farbstopps, Segmente oder Blöcke. Sie werden lediglich durch eine Minimum- und eine Maximum-HSV-Farbe definiert. Das Schema wird aus diskreten Farbtönen kompiliert, die nach dem Zufallsprinzip erstellt werden, sodass deren Einstellungen für H (Hue, Farbton), S (Saturation, Sättigung) und V (Wert) zwischen den H-, S- und V-Werten der Minimum- bzw. Maximumfarben liegen. Ein einzelner Transparenzwert wird auf das gesamte Schema angewendet. Zufallsfarbschemas enthalten keine auswählbaren Komponenten entlang der Schemavorschau. Das Aussehen des Farbschemas wird von den HSV-Werten vorgegeben, die als Minimum- und Maximumwerte aus zwei Farbauswahlen angegeben werden.

Zufallsfarbschemas werden neu generiert, wenn sie geöffnet oder angewendet werden. Sie können manuell neu generiert werden, um die zufälligen Zwischenfarben zwischen den Minimum- und Maximumwerten neu anzuordnen. Dabei wird der Startwert aktualisiert. Wenn Sie eine Anordnung finden, zu der Sie zurückkehren möchten, notieren Sie den Startwert, und geben Sie ihn erneut ein, wenn Sie das Schema anwenden.

Detailinformationen:

  • Die Farbe der Minimum- und Maximumwerte wird geändert, indem Farben über die Farbauswahl oder durch Klicken auf Weitere Farben ausgewählt werden. Farben werden ungeachtet des systemeigenen Farbmodells der ausgewählten Farbe in den HSV-Farbraum konvertiert und die jeweiligen Werte werden als Grenzwerte für alle Zwischenfarben verwendet, die entlang des Schemas generiert werden.

  • Die Transparenz variiert nicht entlang der Länge des Zufallsfarbschemas, sie ist ein Einzelwert, der auf das gesamte Schema angewendet wird. Die Standardeinstellung für Transparenz ist 0 Prozent, was vollständig undurchsichtig bedeutet. Transparenz wird visuell im Schema angegeben, wenn ein zugrunde liegendes graues Schachbrettmuster durchschimmert.

Multipart-Farbschemas

Multipart-Farbschemas bestehen aus einer beliebigen Kombination aus zwei oder mehr kontinuierlichen, diskreten oder Zufallssubschemas. Subschemas sind mit ihren eigenständigen Entsprechungen identisch, kontinuierliche Farbschemas in einem Multipart-Farbschema enthalten jedoch nur zwei Stopps. Ein Multipart-Farbschema darf kein anderes Multipart-Farbschema enthalten. Ein Multipart-Farbschema darf maximal 20 Subschemas umfassen. Subschemas werden einzeln geändert. Klicken Sie auf den Rückwärtspfeil, um zum vollständigen Schema zurückzukehren. Sie können Subschemas löschen bzw. neu anordnen oder neue hinzufügen.

Detailinformationen:

Kontinuierliche Subschemas enthalten nur zwei Farbstopps, einen an jedem Ende des Subschemas. Die Schaltflächen "Farbe hinzufügen" und "Farbe entfernen" sowie das Steuerelement für Positions-Drehfelder sind in der kontinuierlichen Subschemakomponente nicht vorhanden. Ein Multipart-Schema, das nur kontinuierliche Subschemas enthält, bei denen jede Endfarbe der nachfolgenden Startfarbe entspricht, wird in ein kontinuierliches Schema konvertiert, sobald es neu geöffnet wird.

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