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Datenklassifikationsmethoden

Wenn Sie Ihre Daten klassifizieren, können Sie eine der vielen Standardklassifizierungsmethoden verwenden, die in ArcGIS Pro bereitgestellt werden. Sie können auch eigene benutzerdefinierte Klassenbereiche definieren. Klassifizierungsmethoden dienen zur Klassifizierung numerischer Felder für abgestufte Symbolisierung.

Manuelles Intervall Manual Class

Wenn Sie die Klassen selbst bestimmen möchten, können Sie Klassengrenzen setzen und die für Ihre Daten passenden Klassenbereiche festlegen. Alternativ können Sie eine Standardklassifizierung auswählen und diese dann anpassen.

Definiertes Intervall Defined Interval

Mit der Methode "Definiertes Intervall" können Sie eine Intervallgröße zum Definieren einer Reihe von Klassen mit demselben Wertebereich festlegen. Jedes Intervall umfasst beispielsweise 75 Einheiten. ArcGIS Pro legt die Anzahl der Klassen basierend auf der Intervallgröße und dem Bereich aller Feldwerte fest.

Gleiches Intervall Equal Interval

Mit der Methode "Gleiches Intervall" wird der Bereich der Attributwerte in gleich große Teilbereiche unterteilt. Dadurch können Sie die Anzahl von Intervallen festlegen. ArcGIS Pro legt dann automatisch die Klassengrenzen basierend auf dem Wertebereich fest. Wenn Sie beispielsweise drei Klassen für ein Feld mit Werten im Bereich von 0 bis 300 angeben, erstellt die Anwendung drei Klassen mit den Bereichen 0 bis 100, 101 bis 200 und 201 bis 300.

Gleiches Intervall eignet sich besonders für geläufige Datenbereiche wie Prozentsätze und Temperaturen. Diese Methode hebt die Menge eines Attributwertes im Verhältnis zu anderen Werten hervor. Damit wird beispielsweise gezeigt, dass ein Laden zu einer Ladengruppe gehört, die ein Drittel aller Verkäufe vereint.

Quantile Quantile

Jede Klasse enthält die gleiche Anzahl von Features. Eine Klassifizierung nach Quantilen eignet sich gut zur Darstellung linear verteilter Daten. Quantil weist allen Klassen die gleiche Anzahl von Datenwerten zu. Es gibt keine leeren Klassen oder Klassen mit zu wenigen oder zu vielen Werten.

Da Features mit der Klassifizierung nach "Quantil" in allen Klassen in gleicher Anzahl gruppiert werden, ist die resultierende Karte oft irreführend. Dadurch können sowohl sehr ähnliche Features in verschiedene Klassen als auch sehr unterschiedliche Features in die gleiche Klasse eingeteilt werden. Je mehr Klassen gewählt werden, desto geringer sind solche Effekte.

Natürliche Unterbrechungen (Jenks) Natural Breaks Jenks

Klassen vom Typ "Natürliche Unterbrechungen" basieren auf natürlichen Gruppierungen innerhalb der Daten. Es werden Klassengrenzen identifiziert, die ähnliche Werte möglichst gut gruppieren und die Unterschiede zwischen den Klassen maximieren. Es werden Grenzen an den Stellen gesetzt, wo die Daten relativ große Unterschiede aufweisen.

Natürliche Unterbrechungen sind datenspezifische Klassifikationen und sind nicht hilfreich für den Vergleich mehrerer Karten, die aus verschiedenen zugrunde liegenden Informationen erstellt wurden.

Diese Klassifizierung basiert auf dem Algorithmus "Natürliche Unterbrechungen (Jenks)". Weitere Informationen finden Sie unter Univariate classification schemes in Geospatial Analysis—A Comprehensive Guide, 3rd edition; 2006–2009; de Smith, Goodchild, Longley.

Geometrisches Intervall Geometric Interval

Das Klassifizierungsschema für geometrische Intervalle erstellt Klassengrenzen auf Grundlage von Klassenintervallen, die eine geometrische Reihe darstellen. Der geometrische Koeffizient in dieser Klassifizierung kann einmalig geändert werden (in seinen Kehrwert), um die Klassenbereiche zu optimieren. Der Algorithmus erstellt geometrische Intervalle durch Minimieren der Summe der Quadrate der Elementzahl pro Klasse. Dadurch wird sichergestellt, dass in jedem Klassenbereich ungefähr dieselbe Anzahl von Werten in jede Klasse fällt und dass die Änderungen zwischen den einzelnen Intervallen relativ einheitlich sind.

Dieser Algorithmus wurde speziell für kontinuierliche Daten konzipiert. Er stellt einen Kompromiss zwischen gleichen Intervallen, natürlichen Unterbrechungen (Jenks) und Quantilen dar. Dies bietet einen Ausgleich zwischen dem Hervorheben von Änderungen in den Mittelwerten und den Extremwerten und führt zu optisch ansprechenden und kartografisch aussagekräftigen Ergebnissen.

Ein Beispiel für die Verwendung der Klassifizierung "Geometrisches Intervall" ist ein Dataset zu Niederschlägen, in dem bei nur 15 von 100 Wetterstationen (unter 50 Prozent) Niederschläge erfasst wurden, während dies bei den restlichen Stationen nicht der Fall war, sodass die Attributwerte 0 entsprechen.

Standardabweichung Standard Deviation

Die Standardmethode für die Abweichungsklassifizierung zeigt die Abweichung der Feature-Attributwerte vom Mittelwert an. ArcGIS Pro berechnet den Mittelwert und die Standardabweichung. Klassengrenzen werden mit gleichen Wertebereichen erstellt, die einen Bruchteil der Standardabweichung darstellen – i. d. R. in Abständen von 1, ½, ⅓ oder ¼ Standardabweichungen unter Verwendung von Mittelwerten und der Standardabweichungen vom Mittelwert.

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