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Vertikale Koordinatensysteme

Mit einem vertikalen Koordinatensystem wird der Ursprung für Höhen- und Tiefenwerte definiert. Genau wie ein horizontales Koordinatensystem stellt ein vertikales Koordinatensystem sicher, dass die Daten im Verhältnis zu anderen Daten räumlich korrekt dargestellt werden. Dies ist insbesondere dann wichtig, wenn die Daten bearbeitet, Analysen durchgeführt oder neue Daten erstellt werden sollen.

Ein vertikales Koordinatensystem ist mit einer Maßeinheit versehen. Diese ist stets linear, meist Fuß oder Meter. (z. B. internationale Fuß bzw. Meter). Ein vertikales Koordinatensystem verfügt außerdem über eine Richtung. Damit wird angegeben, ob sich Werte "positiv nach oben" befinden, also Höhen über einer Oberfläche repräsentieren, oder "positiv nach unten", bei der die Werte in einer Tiefe unter der Oberfläche liegen. Die folgende Abbildung enthält zwei vertikale Koordinatensysteme: das eine zeigt den mittleren Meeresspiegel, das andere mittleres Niedrigwasser. Der mittlere Meeresspiegel dient als Nullebene für Höhenwerte. Beim mittleren Niedrigwasser handelt es sich um ein tiefenbasiertes vertikales Koordinatensystem.

Eine Abbildung von höhen- und tiefenbasierten vertikalen Koordinatensystemen.
Höhen- und tiefenbasierte vertikale Koordinatensysteme.

Für ein System, das auf der mittleren Meeresspiegelhöhe basiert, wird ein Z-Wert angezeigt. Jegliche Punkte, die unter der mittleren Meeresspiegelhöhe liegen und darauf Bezug nehmen, besitzen einen negativen Z-Wert. Das System, das auf dem mittleren Niedrigwasser basiert, ist mit zwei Z-Werten verknüpft. Da das auf dem mittleren Niedrigwasser basierende System tiefenbasiert ist, sind die Z-Werte positiv. Jegliche Punkte, die unter die mittlere Niedrigwasserhöhe fallen und darauf Bezug nehmen, besitzen einen negativen Z-Wert.

Detailinformationen:

Bei der Arbeit mit schwerkraftbasierten Höhenwerten (Höhen) werden die Daten relativ zum ellipsoiden Koordinatensystem der globalen Szene dargestellt.

Legen Sie ein vertikales Koordinatensystem für eine Karte oder Szene fest.

  1. Klicken Sie im Bereich Inhalt mit der rechten Maustaste auf eine Karte oder Szene, und klicken Sie dann auf Eigenschaften.
  2. Klicken Sie im Dialogfeld Karteneigenschaften auf die Registerkarte Koordinatensysteme.

    Im Feld Aktueller Z-Wert wird das aktuelle vertikale Koordinatensystem der Karte bzw. Szene angezeigt. Möglicherweise wurde kein vertikales Koordinatensystem festgelegt. Falls eines vorhanden ist, klicken Sie über dem Feld Aktuell Z auf Details, um die Einstellungen anzuzeigen.

  3. Zum Auswählen eines vertikalen Koordinatensystems oder zum Wechseln zu einem anderen klicken Sie auf das Feld Aktuell Z, um es hervorzuheben. Wählen Sie aus der entsprechenden Liste Verfügbare Z-Koordinatensysteme ein passendes Koordinatensystem aus. Für die Suche nach einem bestimmten Koordinatensystem können Sie im Suchfeld einen Suchbegriff eingeben. Vertikale Koordinatensysteme in einer globalen Szene müssen ellipsoidförmig sein. Sie können auch schwerkraftabhängig sein, allerdings nur, wenn sie die gesamte Erdkugel umfassen. Beispiele für globale vertikale schwerkraftabhängige Koordinatensysteme sind EGM2008 Geoid und EGM96 Geoid.

    Wenn das vertikale Koordinatensystem ein Ellipsoid ist, muss es über das gleiche Datum wie das horizontale Koordinatensystem verfügen. Der Name des Datums und des Sphäroids und alle Sphäroid-Eigenschaften der zwei Koordinatensysteme müssen vollständig identisch sein.

  4. Zum Entfernen eines vertikalen Koordinatensystems aus einer Karte oder Szene klicken Sie auf Aktuell Z, und wählen Sie aus der Liste Verfügbare Z-Koordinatensysteme den Eintrag Koordinatensystem <Kein> aus.

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