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Exportieren einer Karte oder eines Layouts

Nachdem Sie eine Karte oder ein Layout erstellt haben, können Sie es als Datei freigeben. Der Export kann in zahlreiche standardisierte Dateiformate erfolgen.

  • Die Formate EMF, EPS, PDF, SVG und SVGZ werden als Vektorexportformate bezeichnet, da sie eine Mischung aus Vektor- und Raster-Daten unterstützen.
  • BMP, JPG, PNG, TIFF, TGA und GIF werden als Bildexportformate bezeichnet, da es sich um reine Raster-Exportformate handelt.

Die unterstützten Exportformate sind unten aufgeführt.

DateiformatBeschreibung

EMF (Windows Enhanced Metafile)

Bei EMF-Dateien handelt es sich um systemeigene Windows-Grafikdateien, die eine Mischung aus Vektor- und Raster-Daten enthalten können. Sie eignen sich insbesondere für die Einbettung in Windows-Dokumente, da die Größe der Vektorbestandteile der EMF-Dateien ohne Qualitätsverlust geändert werden kann. Da das EMF-Format jedoch keine Einbettung von Schriftarten unterstützt und ein exklusives Windows-Format darstellt, wird es nicht häufig für den Austausch zwischen Benutzern verwendet.

EPS (Encapsulated PostScript)

Für EPS-Dateien wird die PostScript-Seitenbeschreibungssprache verwendet, um Vektor- und Raster-Objekte zu beschreiben. Bei PostScript handelt es sich um den Industriestandard des Verlagswesens zur Erstellung hochwertiger Grafikdateien, Karten und Druckerzeugnisse. EPS-Dateien können in vielen Zeichnungsanwendungen bearbeitet oder als Grafik in die meisten DTP-Anwendungen eingefügt werden. EPS-Dateien unterstützen die Einbettung von Schriftarten, sodass Benutzer, die keine Esri Schriftarten installiert haben, dennoch die richtige Symbolisierung anzeigen können. Bei EPS-Exporten können Farben als CMYK- oder RGB-Werte definiert werden.

PDF (Portable Document Format)

PDF-Dateien sind speziell als ein einheitliches Medium zum Betrachten und zum Drucken unter verschiedenen Betriebssystemen ausgelegt. Sie werden häufig zur Verteilung von Dokumenten im Internet eingesetzt, und das Format ist nun ein offizieller ISO-Standard für den Dokumentaustausch. PDF-Dateien können in vielen Grafikanwendungen bearbeitet werden. Dabei werden Georeferenzinformationen von Karten, Annotationen, Beschriftungen und Attributdaten für Features beibehalten. Exportierte PDF-Dateien unterstützen die Einbettung von Schriftarten, daher kann die Symbolisierung auch von Benutzern richtig anzeigt werden, die keine Esri Schriftarten installiert haben.

SVG (Scalable Vector Graphics)

Bei SVG handelt es sich um ein XML-basiertes Dateiformat, das speziell zur Ansicht im Internet entwickelt wurde. SVG-Dateien können sowohl Vektor- als auch Raster-Informationen enthalten. Einige Webbrowser benötigen ggf. ein Plug-In zum Anzeigen von SVG-Dateien, und einige alte Browser können SVG-Dateien möglicherweise gar nicht anzeigen. Das SVG-Format unterstützt die Einbettung von Schriftarten, sodass Benutzer, die keine Esri Schriftarten installiert haben, SVG-Exporte dennoch mit der richtigen Symbolisierung anzeigen können. Sie können zudem komprimierte SVG-Dateien erzeugen. Wenn diese Option aktiviert ist, ändert sich die Dateierweiterung in *.svgz.

BMP (Microsoft Windows-Bitmap)

BMP-Dateien sind systemeigene, auf Windows basierende Raster-Bilder. In BMP-Dateien können Pixel-Dateien mit einer Tiefe von mehreren Bit gespeichert werden und sie können mit der verlustfreien RLE-Methode komprimiert werden. BMP-Bilder sind in der Regel viel größer als Formate wie JPEG oder PNG.

JPEG (Joint Photographic Experts Group)

JPEG-Dateien sind komprimierte Bilddateien. Sie unterstützen 24-Bit-Farben und sind im Internet sehr beliebt, da die JPEG-Dateigröße häufig erheblich kleiner als viele andere Bildformate ist. Der JPEG-Komprimierungsalgorithmus ist jedoch verlustbehaftet und wird für viele Kartenbilder nicht empfohlen, da die Liniendarstellung bzw. Text- und Symbolgrafiken aufgrund von Komprimierungsartefakten unscharf werden. Das PNG-Format ist daher besser für Kartenbilder geeignet. JPEGs können mit einem begleitenden World-File für die Verwendung als georeferenzierte Raster-Daten erstellt werden.

PNG (Portable Network Graphics)

PNG ist ein vielseitiges Raster-Format, das in Webbrowsern angezeigt und in andere Dokumente eingefügt werden kann. Das Format unterstützt Farben mit hoher Bit-Tiefe und bietet verlustfreie Komprimierung. Für Karten ist PNG häufig das beste Raster-Format, da Text und Linien bei der verlustfreien Komprimierung lesbar bleiben, indem die Komprimierungsartefakte verhindert werden, die im JPEG-Format auftreten können. In PNG-Dateien können darüber hinaus transparente Farben definiert werden. Auf diese Weise kann ein Teil des Bildes in einem Webbrowser transparent angezeigt werden, und Hintergründe, Bilder oder Farben können durchscheinen. PNGs können mit einem begleitenden World-File für georeferenzierte Raster-Daten erzeugt werden.

TIFF (Tagged Image File Format)

TIFF-Dateien eignen sich optimal für den Import in Grafikanwendungen und sind auch ein häufiges GIS-Raster-Datenformat. Sie können jedoch nicht unkonvertiert in Webbrowsern angezeigt werden. TIFF-Dateien unterstützen zur Verwendung als Raster-Daten auch Georeferenzierungsinformationen in GeoTIFF-Tags oder in einem eigenen World-File.

TGA (Truevision Graphics Adapter)

TGA-Dateien wurden ursprünglich für Inhalte genutzt, die für die Verwendung in anderen Anwendungen (z. B. Bild-Sprites für animierte Spiele) vorgesehen sind und von vielen beliebten Grafikanwendungen gelesen und geschrieben werden. Es werden mehrere Bit-Tiefen, einschließlich 32-Bit mit Alpha (Transparenz), unterstützt.

GIF (Graphics Interchange Format)

Bei GIF-Dateien handelt es sich um ein älteres Raster-Format für die Verwendung im Internet. GIF-Dateien können nur 256 Farben (8 Bit pro Pixel) umfassen. Dadurch und aufgrund der optionalen, verlustfreien RLE- oder LZW-Komprimierung sind sie kleiner als andere Dateiformate. Wie PNG können GIF-Dateien auch eine transparente Farbe definieren. GIFs können mit einem begleitenden World-File für georeferenzierte Raster-Daten erzeugt werden.

Freigeben einer Karte oder eines Layouts als Vektorformat (EMF, EPS, PDF, SVG, SVGZ)

  1. Stellen Sie sicher, dass Ihre aktive Ansicht eine Karte oder ein Layout ist.
  2. Klicken Sie auf der Registerkarte Freigebenin der Gruppe Exportieren auf Karte Exportieren oder auf Layout Exportieren, je nachdem, welche Ansicht aktiv ist.
  3. Navigieren Sie zu dem Verzeichnis, in dem Sie die Datei speichern möchten.
  4. Geben Sie den Dateinamen ein.
  5. Klicken Sie auf Speichern als, und wählen Sie ein Format aus.
  6. Geben Sie die Auflösung (DPI) ein.
  7. Aktivieren Sie die Option Schriftarten einbetten, um Schriftarten in das exportierte Dokument einzufügen, die eingebettet werden können. Beachten Sie, dass Schriftarten mit Lizenzierungen, die keine Einbettung zulassen, ungeachtet dieser Einstellung, nicht in den Export einbezogen werden.
  8. Aktivieren Sie für Layouts die Option Auf grafische Ausdehnung zuschneiden, um nur die Bereiche der Seite einzufügen, die Inhalte aus Karten oder Layout-Elementen aufweisen, anstatt die gesamte Seite zu exportieren.
  9. Wählen Sie die Bildqualität aus. Hiermit wird die Qualität von gerasterten Daten gesteuert, die exportiert werden. Die Standardeinstellung ist Beste, d. h. die volle Auflösung des angeforderten Exports. Wenn die Einstellung in eine Option mit einem niedrigeren Wert geändert wird, werden die gerasterten Daten auf einen Bruchteil der ausgewählten DPI reduziert.
  10. Sie können beim Exportieren in PDF oder TIFF auch auf Exportoptionen klicken, um erweiterte Optionen festzulegen. Klicken Sie abschließend auf OK.
    • Mit der Option Vektorgrafiken komprimieren werden die Inhaltsdatenströme des Vektors in der PDF komprimiert. Diese Option sollte aktiviert bleiben, es sei denn, es wird Klartext zur Fehlerbehebung gewünscht.
    • Mit Bildkomprimierung wird festgelegt, wie Raster-Strömungsdaten in der PDF komprimiert werden. Sie können zwischen verlustbehafteter, aber effizienter JPEG-Komprimierung, und verlustfreier Flate-Komprimierung auswählen. Bei der Option Adaptiv werden JPEG- und Flate-Komprimierung je nach Inhalt der Strömungsdaten gemischt, was der Standardeinstellung entspricht.
    • Mit Layer und Attribute wird gesteuert, ob die PDF Layer wie Ihre Karte enthält. Zudem können Sie die Attributdaten aus den Features in der PDF einbeziehen. Beachten Sie, dass die Einbeziehung von Attributen für eine große Anzahl von Layern Auswirkungen auf die Performance der PDF haben kann.
    • Mit der Option Informationen der Kartengeoreferenzierung exportieren wird gesteuert, ob räumliche Informationen für die Kartenrahmen in der PDF einbezogen werden. Wenn diese Informationen enthalten sind, können Leser der PDF XY-Koordinateninformationen aus den Kartenrahmen extrahieren und geographische Messungen direkt im PDF-Kartenrahmen durchführen.
    • Mit Dokument mit einem Kennwort verschlüsseln und begleitenden Kennwortfeldern können Sie ein Kennwort hinzufügen, um das Öffnen des resultierenden PDF-Dokuments einzuschränken.
  11. Klicken Sie auf Exportieren.

Freigeben einer Karte oder eines Layouts als Bildformat (BMP,JPEG,PNG,TIFF,TGA,GIF)

  1. Stellen Sie sicher, dass Ihre aktive Ansicht eine Karte oder ein Layout ist.
  2. Klicken Sie auf der Registerkarte Freigebenin der Gruppe Exportieren auf Karte Exportieren oder auf Layout Exportieren, je nachdem, welche Ansicht aktiv ist.
  3. Geben Sie den Dateinamen ein.
  4. Klicken Sie auf Speichern als, und wählen Sie das gewünschte Format aus.
  5. Geben Sie die Auflösung (DPI) ein.
  6. Legen Sie fest, ob ein World-File für Karten erzeugt werden soll. Das World-File wird verwendet, damit Georeferenzierungsinformationen enthalten sind, sodass der Bildexport als Raster-Daten in ArcGIS Pro oder anderen GIS-Anwendungen verwendet werden kann. Diese Option ist für 3D-Ansichten- und Layout-Exporte nicht verfügbar.
  7. Aktivieren Sie für Layouts die Option Auf grafische Ausdehnung zuschneiden, um nur die Bereiche der Seite einzufügen, die Inhalte aus Karten oder Layout-Elementen aufweisen, anstatt die gesamte Seite zu exportieren.
  8. Wählen Sie den Farbmodus aus. Dadurch wird die Farbe in der Karte beim Export gesteuert. Je nachdem, was vom Dateityp unterstützt wird, stehen unterschiedliche Optionen für den Farbmodus zur Verfügung.
    • 32-Bit mit Alpha kann 16.777.216 verschiedene Farben und einen Alpha-Kanal (Transparenz) von 255 verschiedenen Werten beschreiben. Dieser Farbmodus ist für Situationen hilfreich, in denen maximale Farbqualität und die Möglichkeit, die Karte oder das Layout transparent als Überlagerung auf einem anderen Bild zu positionieren, wichtig sind.
    • 24-Bit-Echtfarben kann 16.777.216 Farben reproduzieren. Dieser Farbmodus ist hilfreich für Situationen, in denen maximale Farbqualität erwünscht ist.
    • Adaptive 8-Bit-Palette komprimiert die Farbinformationen in der Karte oder im Layout auf 255 mögliche Farben, indem eine adaptive Palette verwendet wird, um erkennbare Farbtöne zu verwalten. Da sie erheblich weniger Bits pro Pixel speichert, während die Farbqualität weiterhin beibehalten wird, ist dies eine gute Wahl, wenn eine kleine Bilddatei gewünscht wird.
    • 8-Bit-Graustufen konvertiert alle Farben in der Karte oder im Layout in 256 Grautöne. Dies kann hilfreich sein, wenn eine Monochrom-Broschüre oder ein anderes einfarbiges Ziel bereitgestellt werden soll.
  9. Sie können beim Exportieren in TIFF auch auf Exportoptionen klicken, um erweiterte Optionen festzulegen. Klicken Sie abschließend auf OK.
    • Bildkomprimierung legt die Methode zum Komprimieren von Inhalt in der TIF-Datei fest. Die Standardeinstellung ist LZW. Sie sollten dies als Standardeinstellung beibehalten, es sei denn, Sie müssen eine andere oder keine Komprimierung verwenden, um die Kompatibilität mit einer älteren Grafikdesignanwendung zu gewähren.
    • Mit der Option GeoTIFF-Tags einbeziehen können GeoTIFF-Informationen direkt in die TIF-Überschrift geschrieben werden. Beachten Sie, dass dies unabhängig von der Option World-File erstellen erfolgt. GIS-fähige Software kann die GeoTIFF-Informationen oder die World-File für diese Exporte berücksichtigen.
  10. Klicken Sie auf Exportieren.

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