ArcGIS Pro 3.0 – Systemanforderungen

Stellen Sie vor der Installation oder dem Upgrade von ArcGIS Pro auf einer virtuellen oder physischen Maschine sicher, dass Ihr System die Mindestanforderungen zur Ausführung erfüllt. Informieren Sie sich außerdem, welche Ressourcen empfohlen werden, um die beste Leistung zu ermöglichen.

Überprüfen Sie, ob Ihr Computer ArcGIS Pro 3.0 ausführen kann.

ArcGIS Pro 3.0 ist eine Hauptversion, die grundlegende Änderungen enthält. Weitere Informationen dazu, wie dies möglicherweise die Freigabe und Zusammenarbeit beeinflusst, finden Sie unter Migration von ArcGIS Pro 3.0 2.x zu 3.0.

Unterstützte Betriebssysteme

ArcGIS Pro wird unter den im Folgenden aufgeführten Microsoft Windows-Betriebssystemen unterstützt, vorausgesetzt, dass das Betriebssystem derzeit auch vom Anbieter für die allgemeine oder öffentliche Verwendung unterstützt wird.

BetriebssystemNeueste getestete Aktualisierung oder neuestes getestetes Service Pack

Windows 11 Home, Pro und Enterprise (64 Bit)

Aktualisierung vom Mai 2022

Windows 10 Home, Pro und Enterprise (64 Bit)

Aktualisierung vom Mai 2022

Windows 8.1 Pro und Enterprise (64 Bit)

Aktualisierung vom Mai 2022

Windows Server 2022 Standard und Datacenter (64 Bit)

Aktualisierung vom Mai 2022

Windows Server 2019 Standard und Datacenter (64 Bit)

Aktualisierung vom Mai 2022

Windows Server 2016 Standard und Datacenter (64 Bit)

Aktualisierung vom Mai 2022

Windows Server 2012 R2 Standard und Datacenter (64 Bit)

Aktualisierung vom Mai 2022

Windows Server 2012 Standard und Datacenter (64 Bit)

Aktualisierung vom Mai 2022

Hinweis:

  • Frühere und künftige Aktualisierungen oder Service Packs für diese Betriebssystemversionen werden unterstützt und gelten als funktionsfähig, sofern nichts anderes angegeben ist. Die Betriebssystemversion und -aktualisierungen müssen ebenfalls vom Betriebssystem-Provider unterstützt werden.
  • Die Option "Desktopdarstellung" ist für alle Versionen von Windows Server erforderlich.

Hardwareanforderungen

ElementUnterstützt und empfohlen

CPU

Mindestens erforderlich: 2 Kerne, simultanes Multithreading

SMT- oder HT-CPUs (Simultanes Multithreading bzw. Hyperthreading) umfassen für gewöhnlich zwei Threads pro Kern. Eine Multithread-Doppelkern-CPU verfügt über vier Threads für die Verarbeitung. Eine Multithread-Sechskern-CPU verfügt demgegenüber über 12 Threads für die Verarbeitung.

Empfohlen: 4 Kerne

Optimal: 10 Kerne

Plattform

x64

Speicher

Minimum: 32 GB freier Speicherplatz

Empfohlen: mindestens 32 GB freier Speicherplatz auf einem Solid-State-Laufwerk (SSD)

Arbeitsspeicher/RAM

Minimum: 8 GB

Empfohlen: 32 GB

Optimal: 64 GB oder mehr

Dedizierter (nicht freigegebener) Grafikspeicher

Empfohlen: mindestens 4 GB

Wenn Sie einen Notebookcomputer mit integrierter GPU verwenden, sollten Sie eine Erhöhung des System-RAM in Erwägung ziehen, um die Nutzung von freigegebenem Speicher auszugleichen.

Visualisierungs-Cache

Der temporäre Visualisierungs-Cache für ArcGIS Pro kann bis zu 32 GB des vom Benutzer ausgewählten Speicherplatzes in Anspruch nehmen, sofern dieser verfügbar ist. In der Standardeinstellung wird der Visualisierungs-Cache in den Unterordner \Local des Benutzers geschrieben, sodass kein Roaming über das Benutzerprofil durchgeführt wird, wenn Roamingprofile von Ihrem Systemadministrator aktiviert wurden.

DirectX*

Minimum: DirectX 11, Feature Level 11.0, Shader Model 5.0

OpenGL*

Minimum: OpenGL 4.3 und die Erweiterungen "ARB_clip_control" und "EXT_texture_compression_s3tc"

Empfohlen: OpenGL 4.5 und die Erweiterungen "ARB_shader_draw_parameters", "EXT_swap_control", "EXT_texture_compression_s3tc" und "EXT_texture_filter_anisotropic"

Bildschirmauflösung

Minimum: 1024x768

Empfohlen: 1080p oder höher

* Sind die DirectX-Anforderungen nicht erfüllt, verwendet ArcGIS Pro automatisch OpenGL. Sie können manuell zu OpenGL wechseln, wenn Sie ein Treiberproblem vermuten.

Hinweis:

  • Verwenden Sie stets die aktuellen Treiber.

  • Für manche Geoverarbeitungswerkzeuge ist ein Prozessor erforderlich, der den AVX-Befehlssatz unterstützt.

  • Stellen Sie bei der Verwendung einer GPU sicher, dass diese vom Hersteller aktuell unterstützt wird.

  • Cloud-Speicherdienste wie Microsoft OneDrive und Google Drive werden nicht unterstützt, sofern in der Dokumentation zu bestimmten Werkzeugen und Funktionalitäten nicht anders angegeben. Weitere Informationen zu ArcGIS Pro und Cloud-Speicherdiensten

General-Purpose Computing on GPU

Die Unterstützung von General-Purpose Computing on GPU (GPGPU) mit CUDA ist nicht für die Ausführung von ArcGIS Pro erforderlich, zur Ausführung der meisten Deep-Learning-Funktionen hingegen schon. Ebenso erfolgt dadurch die Ausführung einiger Spatial Analyst-Werkzeuge schneller.

ElementUnterstützt und empfohlen

GPU-Typ

NVIDIA-GPU mit CUDA-Compute Capability, Mindestversion 3.7; empfohlene Version 6.1 oder höher. Informationen zur Compute Capability von GPUs finden Sie in der Liste der CUDA-fähigen Karten sowie unter System Requirements Checker im Abschnitt "CUDA Compute".

GPU-Treiber

NVIDIA-GPU-Treiber: Es ist mindestens Version 456.38 erforderlich.

Dedizierter Grafikspeicher

Minimum: 6 GB

Empfohlen: mindestens 16 GB

Die Speicheranforderungen hängen von der Modellarchitektur und der verwendeten Batch-Größe ab.

Hinweis:

Ein GPU-Treiber, der nicht auf dem aktuellen Stand ist, führt dazu, dass Deep Learning-Werkzeuge mit einem Runtime-Fehler fehlschlagen. Gemeldet wird, dass CUDA nicht installiert ist oder dass eine nicht unterstützte Werkzeugverkettung vorhanden ist. Vergewissern Sie sich, dass die direkt von NVIDIA bereitgestellten GPU-Treiber aktuell sind.

Softwareanforderungen

Die folgenden Software-Anwendungen müssen vor der Installation von ArcGIS Pro installiert sein:

SoftwareMindestanforderung

Microsoft .NET

Microsoft .NET Desktop Runtime 6.0.5 – Windows x64

Es stehen drei Lizenztypen für ArcGIS Pro 3.0 zur Verfügung. Je nachdem, welchen Typ Sie verwenden, benötigen Sie zusätzliche Software oder Zugriff auf ArcGIS Online.

  • Named-User-Lizenz: ArcGIS Pro wird durch ein Organisationskonto in ArcGIS Online oder ArcGIS Enterprise lizenziert. Wenn die Lizenzierung durch ArcGIS Online (die Standardoption) erfolgt, ist keine Software zur Lizenzierung erforderlich, da ArcGIS Online ein cloudbasierter Service ist, der von Esri bereitgestellt wird.

    Wenn die Lizenzierung über ArcGIS Enterprise erfolgt, müssen Sie eine der in der folgenden Tabelle angegebenen Versionen zusammen mit der entsprechenden unterstützten Version von ArcGIS License Manager installieren.

    ArcGIS EnterpriseArcGIS License Manager

    11.0

    2022.0

    10.9.1

    2022.0

    10.9

    2022.0

    10.8.1

    2022.0

    10.8

    2022.0

    10.7.1

    2022.0

    10.7

    2022.0

    10.6.1

    2022.0

    10.6

    2022.0

  • Concurrent-Use-Lizenz: Für die Verwaltung von ArcGIS Pro 3.0-Lizenzen ist die neueste Version von ArcGIS License Manager erforderlich.
  • Single-Use-Lizenz: Für die Lizenzierung ist keine zusätzliche Software erforderlich.

SDK-Anforderungen

Die Mindestanforderungen, die erfüllt werden müssen, um Add-ins mit dem ArcGIS Pro SDK zu erstellen, werden im SDK-GitHub-Repository beschrieben.

Virtualisierung

ArcGIS Pro wird in verschiedenen lokalen und Cloud-Umgebungen unterstützt, wie in den Tabellen weiter unten gezeigt.

In allen Umgebungen wird für optimale Benutzerfreundlichkeit ein mit Ihrer Virtualisierungsplattform kompatibler Grafikprozessor empfohlen.

Hinweis:

Der Abschnitt "Virtualisierung" der Hilfe enthält zusätzliche Informationen zum Einrichten von Virtualisierungsumgebungen für ArcGIS Pro.

Lokale Virtual Desktop Infrastructure (VDI)Hinweise

Citrix XenDesktop 7.15 LTSR

  • Verwenden Sie aktuelle Citrix- und NVIDIA-Treiber. Die aktuellen Versionen finden Sie auf den Citrix- und NVIDIA-Websites.
  • Esri unterstützt die Verwendung von Citrix Virtual Desktops. Citrix Virtual Apps wird nicht empfohlen oder von ArcGIS Pro unterstützt.

Citrix Virtual Apps und Desktops 1912 LTSR

Microsoft Hyper-V Server 2012 R2

Mit RemoteFX vGPU Windows Device Driver Model (WDDM) 1.2 zertifizierte Microsoft VDI

Microsoft Hyper-V Server 2016

Microsoft Hyper-V Server 2019

Verwenden Sie für den GPU-Pass-Through DDA (Discrete Device Assignment).

VMware vSphere 6.5

  • Verwenden Sie nur VMware Horizon View 7.x und höher.
  • Verwenden Sie aktuelle VMware- und NVIDIA-Treiber. Die aktuellen Versionen finden Sie auf den VMware- und NVIDIA-Websites.

VMware vSphere 6.7

Hinweis:

  • ArcGIS Pro mit Citrix XenApp ist nicht empfehlenswert, da die Sitzungszuweisung und die Verwaltung von GPU-Speicher im Windows-Betriebssystem unzureichend ist.
  • Wenn App Layering zum Hinzufügen von ArcGIS Pro zu Citrix XenDesktop oder XenApp verwendet wird, wird die Anwendung wegen einer fehlenden Berechtigung für den FlexNet-Lizenzierungsservice möglicherweise nicht gestartet. Um diesen Fehler zu vermeiden, installieren Sie den FlexNet-Lizenzierungsservice mit dem Parameter MODIFYFLEXDACL=TRUE über die Befehlszeile. Beispiel: msiexec /I "C:\Program Files\ArcGIS\Pro\Resources\ArcGIS Licensing Service\ArcGISLS.msi" MODIFYFLEXDACL=TRUE.
  • ArcGIS Pro stellt in den folgenden Umgebungen eine nominale Funktionsebene und Performance bereit:

    • Microsoft App-V
    • VMware App Volumes

Cloud-InfrastrukturHinweise

Amazon Elastic Compute Cloud (EC2)

G4dn-Instanztypen

Amazon WorkSpaces

Graphics-Paket

VMs der Azure N-Serie

NVv3-Reihe

  • Empfohlen wird NV6 mit einem Grafikprozessor. Dies ist für ArcGIS Pro aktuell ausreichend. RDP-Client unter Windows 10 ist für die meisten Workloads ausreichend; die Teradici-Technologie ist möglicherweise dann empfehlenswert, wenn für die Workload eine hohe Performance erforderlich ist.

NVv4-Reihe

  • NV4: Für 2D-Verwendung geeignet. Stellt eine solide 2D-Plattform für ArcGIS Pro bereit.
  • NV8: Für 2D-Verwendung sowie einfache 3D-Verwendung geeignet. Wie NV4, bietet jedoch die Möglichkeit, zu rendern und 3D-Rendering etwas glatter zu gestalten.
  • NV16: Solide Plattform für mittlere bis komplexe 3D-Verwendung. Hierbei handelt es sich um ein System, von dem viele Benutzer profitieren können, die anspruchsvolle Aufgaben in 3D erledigen oder mit großen Datasets arbeiten und einen großen Analysebedarf haben.
  • NV32: Hierbei handelt es sich um eine Plattform, die für komplexe 3D-Aufgaben und größere Datasets mit großem Analysebedarf geeignet ist.

NCasT4_v3-Serie

  • Die virtuellen Computer der NCasT4_v3-Serie basieren auf GPUs vom Typ NVIDIA Tesla T4 sowie auf CPUs vom Typ AMD EPYC 7V12 (Rome). Die VMs verfügen über bis zu 4 NVIDIA T4-GPUs mit 16 GB Speicher. Optimal für 3D-Anwendungen.

Hinweis:

Wenn Sie ArcGIS Spatial Analyst-Werkzeuge oder Funktionen für maschinelles Lernen auf der Basis von GPU verwenden, sollten Sie für eine zuverlässige Visualisierung und Datenverarbeitung den Einsatz mehrerer Grafikprozessoren in Erwägung ziehen. Das gilt insbesondere, wenn bei der Verwendung von Spatial Analyst-Werkzeugen oder Funktionen für maschinelles Lernen Stabilitätseinbußen in der Anzeige auftreten. Weitere Informationen finden Sie in den aktuellen Listen der Spatial Analyst-Werkzeuge und der Funktionen für maschinelles Lernen, die zur Datenverarbeitung den Grafikprozessor nutzen.

Streaming und Virtualisierung von Anwendungen in der CloudHinweise

Amazon AppStream 2.0

Citrix Cloud Virtual Apps and Desktops Service 1912 LTSR in AWS

Virtual-Desktop-Unterstützung für Citrix Virtual Apps and Desktops 1912 LTSR (nur Citrix Cloud Virtual Desktops) mit dem Instanztyp AWS EC2 (G4dn), Citrix Workspace-Client-Version 2109.

Neuerungen in ArcGIS Pro 3.0

Weitere Informationen zu neuer Funktionalität und Verbesserungen gegenüber der vorherigen Version finden Sie unter Neuerungen in ArcGIS Pro 3.0.

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