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Ereignisse ermitteln

Zusammenfassung

Erstellt einen neuen Layer mit den Features, die eine bestimmte Bedingung erfüllen.

Abbildung

Workflow-Schema des Werkzeugs "Ereignisse ermitteln"
Workflow des Werkzeugs "Ereignisse ermitteln"

Verwendung

  • Dieses Geoverarbeitungswerkzeug ist in ArcGIS Enterprise 10.6 oder höher verfügbar.

  • Ereignisse sind Features, die eine bestimmte Bedingung erfüllen.

  • Ereignisse ermitteln erstellt eine neue Ausgabe. Die Eingabe wird nicht modifiziert.

  • Ereignisse ermitteln kann für Tabellen, Punkt-, Linien- oder Flächen-Features ausgeführt werden. Für den Eingabe-Layer müssen Zeiteigenschaften aktiviert sein, die einen Zeitpunkt darstellen.

  • Verwendet werden nur Eingabe-Features, die einen Zeiteintrag enthalten. Features, die keinen Zeiteintrag enthalten, werden ausgeschlossen.

  • Spuren werden durch die eindeutige Kombination aus mindestens einem Spurenfeld dargestellt. Wenn die Felder flightID und Destination beispielsweise als Spuren-IDs verwendet werden, befinden sich die Features [ID007, Solden] und [ID007, Tokoyo] in zwei getrennten Spuren, da sie verschiedene Werte für das Feld Destination aufweisen.

  • Die Ausdrücke werden unter Verwendung von Arcade-Ausdrücken erstellt. Eine Startbedingung ist erforderlich, und eine Endbedingung ist optional.

    Wenn Sie nur eine Startbedingung verwenden, beginnt das Ereignis, wenn die Startbedingung als "wahr" ausgewertet wird, und endet, wenn die Startbedingung als "falsch" ausgewertet wird. Wenn zum Beispiel eine Spur die Werte [0, 10, 15, 20, 40, 10, 12, -2, -12] enthält und die Startbedingung $feature["values"] > 15 lautet, gelten die Features mit [True] als Ereignisse. In diesem Fall ergibt sich [0: False, 10: False, 15: False, 20: True, 40: True, 10: False, 12: False, -2: False, -12: False], wobei nur Werte über 15 Ereignisse sind. Wenn Sie zusätzlich die Endbedingung $feature["values"] < 0 verwenden, ergibt sich [0: False, 10: False, 15: False, 20: True, 40: True, 10: True, 12: True, -2: False, -12: False]. In diesem Beispiel beginnt das Ereignis, wenn die Startbedingung erfüllt ist. Jedes folgende Feature ist ein Ereignis, bis die Endbedingung erfüllt ist. Diese Beispiele sind in der folgenden Tabelle dargestellt:

    Position:123456789

    Werte

    0

    10

    15

    20

    40

    10

    12

    -2

    -12

    Start: $feature["values"] > 15 und kein Ende

    False

    False

    False

    True

    True

    False

    False

    False

    False

    Start: $feature["values"] > 15 und Ende: $feature["values"] < 0

    False

    False

    False

    True

    True

    True

    True

    False

    False

  • Die Bedingungen werden mithilfe von Arcade-Ausdrücken erstellt und können Tracking-bezogen sein.

    Weitere Informationen zu Arcade-Ausdrücken in GeoAnalytics Server mit Ereignisse ermitteln

  • Eine Spur kann mehrere Ereignisse enthalten.

  • Ausgabe-Features geben dann die Felder der Eingabe sowie die folgenden zusätzlichen Felder aus:

    • IncidentID: Eine eindeutige ID, die jedes Feature, das ein Ereignis ist, erhält.
    • IncidentStatus: Ein Zeichenfolgefeld, das den Status eines Ereignisses angibt. Der Wert ist dann null, wenn das Feature kein Ereignis ist, Started, wenn das Feature das erste Ereignis ist, das die Startbedingung erfüllt, OnGoing, wenn das Feature noch ein Ereignis ist, und Ended, wenn ein Feature kein Ereignis mehr ist. Eine Spur kann mehrere Segmente aus Ereignissen enthalten. Zum Beispiel ergeben sich bei einer Spur mit Werten [0, 10, 15, 20, 40, 10, 12, -2, -12] und der Startbedingung $feature["values"] > 15 als IncidentStatus die Werte [0: null, 10: null, 15: null, 20: Started, 40: OnGoing, 10: Ended, 12: null, -2: null, -12: null].
    • IncidentDuration: Die Zeit in Millisekunden, während der ein Ereignis auftritt. Dies wird als Differenz zwischen dem gewünschten Feature und dem Feature, das das Ereignis gestartet hat, berechnet.
    • Instant_Datetime: Der Zeitpunkt, zu dem das Feature auftritt.

  • Features sind in jeder Spur in zeitlicher Reihenfolge angeordnet. Die Startbedingung wird beginnend beim ersten Feature ausgewertet, bis sich "wahr" ergibt. Sobald ein Feature die Startbedingung erfüllt, werden die nächsten Features ausgewertet, bis die Startbedingung "falsch" ergibt (wenn keine Endbedingung angegeben wurde) oder bis die Endbedingung "wahr" ergibt (wenn eine Endbedingung angegeben wurde). Sobald diese Bedingung erfüllt ist, endet das Ereignis und der Prozess beginnt von vorn. Eine Spur kann mehrere Ereignissegmente enthalten. Zum Beispiel ergeben sich bei einer Spur mit Werten [10, 20, 30, 40, 50, 10, 20, 30, 40, 50, 10, 20] und der Startbedingung $feature["values"] > 20 zwei Segmente aus Ereignissen: [10: null, 20: null, 30: Started, 40: OnGoing, 50: OnGoing, 10: Ended, 20: null, 30: Started, 40: OnGoing, 50: OnGoing, 10: Ended, 20: null].

  • Zur Berechnung der Dauer eines Ereignisses in Millisekunden wird von der Zeit des Features der Start eines Ereignisses subtrahiert. Die Dauer wird nur dann berechnet, wenn das Feature den Status Started, OnGoing, oder Ended aufweist. Die Dauer für ein Feature mit dem Status Started ist immer 0.

  • Dieses Geoverarbeitungswerkzeug wird unterstützt durch ArcGIS GeoAnalytics Server. Die Analyse wird auf dem GeoAnalytics Server ausgeführt, und die Ergebnisse werden in den eigenen Inhalten in ArcGIS Enterprise gespeichert.

  • Bei der Ausführung von GeoAnalytics Tools wird die Analyse auf dem GeoAnalytics Tools abgeschlossen. Für eine optimale Performance sollten die Daten den GeoAnalytics Tools über Feature-Layer zur Verfügung stehen, die auf Ihrem ArcGIS Enterprise-Portal gehostet werden. Alternativ können Big-Data-Dateifreigaben verwendet werden. Daten, auf die der GeoAnalytics Tools nicht lokal zugreifen kann, werden vor Analysebeginn auf den GeoAnalytics Tools verschoben. Dadurch dauert die Ausführung eines Werkzeugs länger. Es kann zudem vorkommen, dass das Verschieben der Daten von ArcGIS Pro zum GeoAnalytics Tools fehlschlägt. Die Wahrscheinlichkeit eines Fehlers hängt dabei von der Netzwerkgeschwindigkeit sowie der Größe und Komplexität der Daten ab. Daher wird empfohlen, dass Sie Ihre Daten stets freigeben oder eine Big-Data-Dateifreigabe erstellen.

    Weitere Informationen zum Freigeben von Daten in Ihrem Portal

    Weitere Informationen zum Erstellen einer Big-Data-Dateifreigabe über Server Manager

Syntax

DetectIncidents_geoanalytics (input_layer, output_name, track_fields, start_condition, {end_condition}, {output_mode}, {data_store})
ParameterErklärungDatentyp
input_layer

Die Eingabe-Features, die potenzielle Ereignisse enthalten.

Record Set
output_name

Der Name des Ausgabe-Feature-Service.

String
track_fields
[track_fields,...]

Ein oder mehrere Felder, die zum Identifizieren eindeutiger Spuren verwendet werden.

Field
start_condition

Die Bedingung, die zum Identifizieren von Ereignissen verwendet wird. Die Ausdrücke werden in Arcade geschrieben und können die Operatoren [+ - * / ] und mehrere Felder enthalten.

Calculator Expression
end_condition
(optional)

Die Bedingung, die zum Beenden von Ereignissen verwendet wird. Wenn keine Endbedingung angegeben wurde, enden Ereignisse, sobald die Startbedingung nicht mehr erfüllt ist. Die Ausdrücke werden in Arcade geschrieben und können Operatoren und mehrere Felder enthalten.

Calculator Expression
output_mode
(optional)

Gibt an, welche Features zurückgegeben werden sollen: Alle Features oder nur Ereignisse.

  • ALL_FEATURESAlle Eingabe-Features werden zurückgegeben. Dies ist die Standardeinstellung.
  • INCIDENTSNur Features, die als Ereignisse identifiziert wurden, werden zurückgegeben.
String
data_store
(optional)

Gibt den ArcGIS Data Store für das Speichern der Ausgabe an. Die Standardeinstellung ist SPATIOTEMPORAL_DATA_STORE. Alle im SPATIOTEMPORAL_DATA_STORE gespeicherten Ergebnisse werden im WGS84 gespeichert. Ergebnisse, die in einem RELATIONAL_DATA_STORE gespeichert werden, behalten ihr Koordinatensystem bei.

  • SPATIOTEMPORAL_DATA_STOREDie Ausgabe wird in einem Big Data Store vom Typ "spatiotemporal" gespeichert. Dies ist die Standardeinstellung.
  • RELATIONAL_DATA_STOREDie Ausgabe wird in einem Data Store vom Typ "relational" gespeichert.
String

Abgeleitete Ausgabe

NameErklärungDatentyp
output

Die Ausgabe-Features, die eine bestimmte Bedingung erfüllen.

Datensatz

Codebeispiel

DetectIncidents – Beispiel 1 (Python-Fenster)

Das folgende Skript veranschaulicht die Verwendung des Werkzeugs DetectIncidents im Python-Fenster.

#-------------------------------------------------------------------------------
# Name: DetectIncidents.py
# Description: Detect Incidents when wind speed is greater than 100 miles per hour
# Requirements: ArcGIS GeoAnalytics Server
# Import system modules
import arcpy
# Set local variables
inFeatures = "https://sampleserver6.arcgisonline.com/arcgis/rest/services/Hurricanes/MapServer/0"
outFS = "HurricaneTracks_Incidents"
trackIdentifier = "STAGE"
start_condition = "$feature['WINDSPEED'] > 100"
# Execute Reconstruct Tracks
arcpy.geoanalytics.DetectIncidents(inFeatures, outFS, trackIdentifier, calcExpression)

Umgebungen

Ausgabe-Koordinatensystem

Das Koordinatensystem, das für die Analyse verwendet wird. Die Analyse wird im Eingabe-Koordinatensystem ausgeführt, sofern nicht anders durch diesen Parameter angegeben. Für GeoAnalytics Tools werden die Endergebnisse im Data Store vom Typ "spatiotemporal" in WGS84 gespeichert.

Lizenzinformationen

  • Basic: Erfordert ArcGIS GeoAnalytics Server
  • Standard: Erfordert ArcGIS GeoAnalytics Server
  • Advanced: Erfordert ArcGIS GeoAnalytics Server

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