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Polygon glätten

Zusammenfassung

Glättet spitze Winkel in Umrisslinien von Polygonen, um die ästhetische oder kartografische Qualität zu verbessern.

Erfahren Sie mehr zur Funktionsweise der Werkzeuge "Linie glätten" und "Polygon glätten".

Abbildung

Abbildung: Polygon glätten

Verwendung

  • Zwei Glättungsmethoden sind verfügbar:

    • Mit der Methode PAEK (Polynomial Approximation with Exponential Kernel, Polynomiale Approximation mit exponentiellem Kernel) (PAEK in Python) werden Linien auf der Grundlage einer Glättungstoleranz geglättet. Ein geglättetes Polygon hat möglicherweise mehr Stützpunkte als das ursprüngliche Polygon. Der Parameter Glättungstoleranz steuert die Länge eines "gleitenden" Pfades, der bei der Berechnung neuer Stützpunkte verwendet wird. Je geringer die Länge, desto mehr Details bleiben erhalten und desto länger ist die Verarbeitungszeit.
    • Bei der Methode Bézier-Interpolation (BEZIER_INTERPOLATION in Python) werden Polygone ohne die Verwendung einer Toleranz geglättet. Dabei werden approximierte Bézierkurven erstellt, die den Eingabe-Polygonen entsprechen.
  • Verwenden Sie den Parameter Eingabe-Barriere-Layer zum Bestimmen von Features, die nicht von geglätteten Polygonen gekreuzt werden dürfen. Als Barrieren-Features können Punkte, Linien oder Polygone verwendet werden.

  • Bei Verarbeitung von großen Datasets werden möglicherweise Speicherbeschränkungen überschritten. Erwägen Sie in solchen Fällen, die Eingabedaten partitionsweise zu verarbeiten, indem Sie eine relevante Polygon-Feature-Class in der Umgebungseinstellung Kartografische Partitionen angeben. Die Teile der Daten, die durch Partitionsgrenzen definiert werden, werden sequenziell verarbeitet. Die sich ergebende Feature-Class ist an den Partitionsrändern nahtlos und konsistent. Weitere Informationen erhalten Sie unter Generalisieren von großen Datasets mit Partitionen.

  • Domänen und Subtypes werden auch dann in die Ausgabe kopiert, wenn die Umgebungseinstellung Felddomäne, Subtypes und Attributregeln übertragen deaktiviert ist.

  • Die Ausgabe-Line-Feature-Class ist topologisch korrekt. Alle topologischen Fehler in den Eingabedaten werden in der Ausgabe-Line-Feature-Class gekennzeichnet. Die Ausgabe-Feature-Class umfasst zwei zusätzliche Felder: InPoly_FID und SmoPgnFlag, die die Eingabe-Feature-IDs bzw. topologischen Fehler der Eingabe enthalten. Ein SmoPgnFlag-Wert von 1 gibt an, dass ein topologischer Fehler vorliegt. 0 (Null) gibt an, dass keine Fehler vorhanden sind.

    Ältere Versionen:

    Vor der Version ArcGIS Pro 2.2 dieses Werkzeugs konnten topologische Fehler bei der Verarbeitung erzeugt werden. Diese Fehler wurden mit den Parametern Verarbeitung topologischer Fehler (error_option in Python) und Endpunkt für Ringe beibehalten (endpoint_option in Python) identifiziert. Diese Parameter sind in der Syntax des Werkzeugs für Kompatibilität in Skripten und Modellen nach wie vor enthalten, werden aber nun ignoriert und aus dem Dialogfeld des Werkzeugs ausgeblendet.

Syntax

SmoothPolygon_cartography (in_features, out_feature_class, algorithm, tolerance, {endpoint_option}, {error_option}, {in_barriers})
ParameterErläuterungDatentyp
in_features

Die zu glättenden Polygon-Features.

Feature Layer
out_feature_class

Die zu erstellende Ausgabe-Polygon-Feature-Class.

Feature Class
algorithm

Gibt den Algorithmus für die Glättung an.

  • PAEKAkronym für "Polynomial Approximation with Exponential Kernel" (Polynomiale Approximation mit exponentiellem Kernel). Berechnet ein geglättetes Polygon, das nicht durch die Eingabe-Polygon-Stützpunkte verläuft. Dies ist die Standardeinstellung.
  • BEZIER_INTERPOLATIONPlatziert Bézierkurven zwischen Stützpunkten. Die entstehenden Polygone verlaufen durch die Stützpunkte der Eingabe-Polygone. Für diesen Algorithmus ist keine Toleranz erforderlich. Bézierkurven werden bei der Ausgabe annähernd berechnet.
String
tolerance

Legt die vom Algorithmus PAEK verwendete Toleranz fest. Die Toleranz muss angegeben und größer als 0 sein. Sie können eine bevorzugte Einheit auswählen. Standardmäßig wird die Feature-Einheit verwendet. Beim Verwenden des Glättungs-Algorithmus BEZIER_INTERPOLATION müssen Sie eine 0 als Platzhalter eingeben.

Linear Unit
endpoint_option
(optional)

Dies ist ein älterer Parameter, der nicht mehr verwendet wird. Er wurde verwendet, um anzugeben, ob der Endpunkt eines isolierten Polygonrings beibehalten wird. Dieser Parameter ist in der Syntax des Werkzeugs für Kompatibilität in Skripten und Modellen nach wie vor enthalten, wird aber aus dem Dialogfeld des Werkzeugs ausgeblendet.

Gibt an, ob die Endpunkte von isolierten Polygonringen beibehalten werden. Diese Option kann nur mit dem PAEK-Algorithmus verwendet werden.

  • FIXED_ENDPOINTDer Endpunkt eines isolierten Polygonrings wird beibehalten. Dies ist die Standardeinstellung.
  • NO_FIXEDDer Endpunkt eines isolierten Polygonrings wird geglättet.
Boolean
error_option
(optional)

Dies ist ein älterer Parameter, der nicht mehr verwendet wird. Er wurde früher verwendet, um anzugeben, wie topologische Fehler, die möglicherweise bei der Verarbeitung verursacht wurden, behandelt werden. Dieser Parameter ist in der Syntax des Werkzeugs für Kompatibilität in Skripten und Modellen nach wie vor enthalten, wird aber aus dem Dialogfeld des Werkzeugs ausgeblendet.

Gibt an, wie (möglicherweise bei der Verarbeitung entstandene) topologische Fehler, z. B. sich schneidende Linien oder Überlappungen, behandelt werden.

  • NO_CHECKNicht auf topologische Fehler überprüfen Dies ist die Standardeinstellung.
  • FLAG_ERRORSTopologische Fehler werden ermittelt und ggf. gekennzeichnet.
String
in_barriers
[in_barriers,...]
(optional)

Eingaben mit Features, die als Barrieren für die Glättung fungieren. Die resultierenden geglätteten Polygone berühren oder kreuzen keine Barrieren-Features.

Feature Layer

Codebeispiel

SmoothPolygon – Beispiel (Python-Fenster)

Das folgende Skript im Python-Fenster veranschaulicht, wie das Werkzeug SmoothPolygon im unmittelbaren Modus verwendet wird.

import arcpy
import arcpy.cartography as CA
arcpy.env.workspace = "C:/data"
CA.SmoothPolygon("soils.shp", "C:/output/output.gdb/smoothed_soils", "PAEK", 100)
SmoothPolygon – Beispiel 2 (eigenständiges Skript)

Im folgenden eigenständigen Skript wird veranschaulicht, wie das Werkzeug SmoothPolygon verwendet wird.

# Name: SmoothPolygon_Example2.py
# Description: Eliminate small islands before simplifying and smoothing lake boundaries
# Import system modules
import arcpy
import arcpy.cartography as CA
import arcpy.management as DM
# Set environment settings
arcpy.env.workspace = "C:/data/Portland.gdb/Hydrography"
# Set local variables
inLakeFeatures = "lakes"
barriers = "C:/data/Portland.gdb/Structures/buildings"
eliminatedFeatures = "C:/data/PortlandOutput.gdb/lakes_eliminated"
simplifiedFeatures = "C:/data/PortlandOutput.gdb/lakes_simplified"
smoothedFeatures = "C:/data/PortlandOutput.gdb/lakes_smoothed"
# Eliminate small islands in lake polygons.
DM.EliminatePolygonPart(inLakeFeatures, eliminatedFeatures, 100, "OR", 0, 
                        "CONTAINED_ONLY")
# Simplify lake polygons.
CA.SimplifyPolygon(eliminatedFeatures, simplifiedFeatures, "POINT_REMOVE", 50, 
                   200, "RESOLVE_ERRORS", "KEEP_COLLAPSED_POINTS", barriers)
# Smooth lake polygons.
CA.SmoothPolygon(simplifiedFeatures, smoothedFeatures, "PAEK", 100, "", 
                 "FLAG_ERRORS", barriers)

Lizenzinformationen

  • ArcGIS Desktop Basic: Nein
  • ArcGIS Desktop Standard: Ja
  • ArcGIS Desktop Advanced: Ja

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