Freigeben eines Web-Werkzeugs

Sie können benutzerdefinierte Geoverarbeitungswerkzeuge, die Sie über ModelBuilder-Modelle oder Python-Skripte erstellen, in Ihrem ArcGIS Enterprise-Portal freigeben. Im Gegensatz zu einem mit einem Geoverarbeitungspaket freigegebenen Werkzeug wird ein Web-Werkzeug auf Ihrem Portalserver oder auf einem mit Ihrem Portal verbundenen Server gehostet und ausgeführt. Sie können in ArcGIS Pro und Map Viewer sowie in benutzerdefinierten Web-Apps, z. B. in mit ArcGIS Web AppBuilder erstellten Apps, auf Web-Werkzeuge zugreifen.

In diesem Lernprogramm geben Sie ein Modellwerkzeug als Web-Werkzeug frei. Das Werkzeug wurde bereits erstellt. Zuerst führen Sie das Werkzeug lokal in einem ArcGIS Pro-Projekt aus, um sicherzustellen, dass es erfolgreich ausgeführt wird. Dann geben Sie es als Web-Werkzeug frei und führen es über ArcGIS Pro in Ihrem Portal aus.

Das freigegebene Modellwerkzeug entspricht im Wesentlichen dem, das Sie im Schnellstart-Lernprogramm Erstellen eines Geoverarbeitungsmodells erstellen. Es ist nicht Voraussetzung, dass Sie dieses Lernprogramm durcharbeiten, dies ist jedoch hilfreich, wenn Sie nicht mit Geoverarbeitungsmodellen vertraut sind oder besser verstehen möchten, wie das Werkzeug funktioniert.

Überblick

  • Videolänge: 08:49
  • Dieses Video wurde mit ArcGIS Pro 2.8 erstellt.
  • Geschätzte Zeit: 45 Minuten
  • Softwareanforderungen:
Hinweis:

Die Schnellstart-Lernprogramme werden mit jeder Softwareversion aktualisiert. Es empfiehlt sich, die Online-Hilfe zu nutzen, die sich auf die verwendete Software-Version bezieht.

Herunterladen der Daten und Öffnen des Projekts

Zum Herunterladen der Projektdaten benötigen Sie Zugriff auf einen Webbrowser. Führen Sie die folgenden Schritte aus:

  1. Wechseln Sie in ArcGIS Online zur Übersichtsseite Web-Werkzeug (v310) freigeben.
  2. Klicken Sie auf Herunterladen.
  3. Doppelklicken Sie auf Ihrem Computer im Ordner "Downloads" auf Share_a_web_tool_v310.ppkx, um ArcGIS Pro zu starten und das Projekt zu öffnen.

    Region Marlborough in Neuseeland

    Das Projekt wird einer Kartenansicht der Region Marlborough von Neuseeland geöffnet. Das Modellwerkzeug analysiert die Nähe invasiver Grasarten zu Orten, an denen Personen sie antreffen und verbreiten könnten. Layer, die invasive Grasarten und Kontaktorte darstellen, befinden sich im Bereich Inhalt.

Ausführen des Geoverarbeitungsmodells als Werkzeug

Bevor Sie ein Werkzeug im Web freigeben, müssen Sie es in einem ArcGIS Pro-Projekt ausführen. Dadurch wird sichergestellt, dass das Werkzeug auf seine Eingabedaten zugreifen kann und dass es erfolgreich ausgeführt wird. Um die Funktionsweise des Werkzeugs zu verstehen, betrachten Sie es in einer ModelBuilder-Ansicht.

  1. Klicken Sie auf dem Menüband auf die Registerkarte Ansicht. Klicken Sie in der Gruppe Fenster auf Bereiche zurücksetzen Bereiche zurücksetzen und dann auf Bereiche für Geoverarbeitung zurücksetzen.

    Damit wird sichergestellt, dass die Bereiche Inhalt, Katalog und Geoverarbeitung offen und alle anderen Bereiche geschlossen sind.

  2. Aktivieren Sie den Bereich Katalog. Blenden Sie auf der Registerkarte Projekt die Option Toolboxes Toolbox-Ordner und dann die Toolbox Share_a_web_tool ein. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Modellwerkzeug Summarize Invasive Species, und klicken Sie auf Bearbeiten.

    Ansicht des Modells "Summarize Invasive Species"

    Das Modell wird in einer Ansicht geöffnet.

    Als Eingabe verwendet das Modell Orte wie Campingplätze oder Wanderwege, auf denen Personen invasive Grasarten antreffen könnten. Es wird ein Pufferabstand um den Ort herum angegeben und eine invasive Grasart ausgewählt. Das Modell berechnet die Menge an invasiven Grasarten in der Pufferzone (bzw. den Pufferzonen, falls mehrere Eingabe-Features vorhanden sind) und erstellt eine Ausgabe-Feature-Class mit den Ergebnissen.

    Hinweis:

    Werkzeuge können integrierte Werkzeuge Werkzeug, Modellwerkzeuge Modell oder Skriptwerkzeuge Skript sein. Weitere Informationen finden Sie unter Geoverarbeitungsterminologie.

  3. Zeigen Sie in dem Modell mit der Maus auf das Element, das das Werkzeug Paarweise puffern darstellt, um dessen Parameter zu sehen.

    Parameterliste für das Werkzeug "Paarweise puffern"

    Die Ausgabe des Werkzeugs Paarweise puffern sind Zwischendaten, die nur als Eingabe für das Werkzeug Zusammenfassen (innerhalb) verwendet werden. Aus diesem Grund wird die Ausgabe nicht auf die Festplatte, sondern in einen Memory-Workspace geschrieben. Dadurch wird die Leistung des Werkzeugs verbessert. Dies ist besonders wichtig beim Erstellen von Web-Werkzeugen mit ModelBuilder.

  4. Schließen Sie die Ansicht Summarize Invasive Species, indem Sie auf der zugehörigen Registerkarte auf Schließen Schließen klicken.
  5. Klicken Sie im Bereich Katalog mit der rechten Maustaste auf Summarize Invasive Species, und klicken Sie auf Öffnen.

    Das Werkzeug wird im Bereich Geoverarbeitung geöffnet. Oben im Bereich ist die Registerkarte Parameter ausgewählt.

  6. Klicken Sie auf den Dropdown-Pfeil Human Contact Locations, und klicken Sie auf Commercial Campgrounds.
  7. Geben Sie als Pufferabstand den Wert 1,5 ein. Ändern Sie die Einheiten von "Unbekannt" in Kilometer.
  8. Klicken Sie auf die Dropdown-Liste Invasive Species und auf Nassella Tussock Range.
  9. Klicken Sie auf den Dropdown-Pfeil Flächenmaßeinheit, und klicken Sie auf HEKTAR.
  10. Geben Sie Nassella_Tussock_Near_Campgrounds im Feld Ausgabe-Feature-Class ein.

    Werkzeug "Summarize Invasive Species" mit festgelegten Parametern

    In der Standard-Geodatabase des Projekts wird dann die Ausgabe-Feature-Class erstellt.

  11. Klicken Sie auf Ausführen Ausführen.

    Wenn die Ausführung des Werkzeugs abgeschlossen ist, wird unten im Bereich Geoverarbeitung eine entsprechende Meldung angezeigt. Außerdem wird im Bereich Inhalt ein Layer hinzugefügt.

    Der neue Layer "Nassella_Tussock_Near_Campgrounds" wird durch eine schwarze Umrisslinie und eine leere Füllung symbolisiert. Im aktuellen Kartenmaßstab werden die Features möglicherweise durch die Symbole für "Commercial Campgrounds " verdeckt.

  12. Vergrößern Sie die Karte, um die Puffer-Features um die Campingplätze herum zu sehen.
  13. Klicken Sie im Bereich Inhalt mit der rechten Maustaste auf den Layer Nassella_Tussock_Near_Campgrounds, und klicken Sie auf Attributtabelle Open Table.

    Die Tabelle enthält für jeden Campingplatz einen Datensatz.

  14. Klicken Sie in der Tabelle mit der rechten Maustaste auf die Feldnamenüberschrift Summarized area in HECTARES, und klicken Sie auf Absteigend sortieren Absteigend sortieren.

    Vier Campingplätze in einem 1,5-Kilometer-Radius weisen Nassella Tussock auf.

  15. Schließen Sie die Tabelle.
  16. Klicken Sie im Bereich Inhalt mit der rechten Maustaste auf den Layer Nassella_Tussock_Near_Campgrounds, und klicken Sie auf Entfernen Entfernen.
  17. Aktivieren Sie den Bereich Katalog. Blenden Sie auf der Registerkarte Projekt den Container Datenbanken Datenbanken und dann model_output.gdb ein.

    Die Geodatabase enthält eine Feature-Class mit dem Namen "Nassella_Tussock_Near_Campgrounds". Dabei handelt es sich um die von dem Werkzeug erstellten Ausgabedaten.

    Hinweis:

    Jedes ArcGIS Pro-Projekt verfügt über eine Standard-Geodatabase, die mit dem Symbol für Standard Als Standard festlegen gekennzeichnet ist. In diesen Workspace werden die meisten Geoverarbeitungsausgaben geschrieben, sofern nichts anderes angegeben ist. Wenn Sie ein Projekt erstellen, wird eine Standard-Geodatabase erstellt, die den gleichen Namen wie das Projekt hat. Sie können die Standard-Geodatabase jedoch ändern. In diesem Projekt ist model_output.gdb die Standard-Geodatabase.

  18. Klicken Sie auf der Symbolleiste für den Schnellzugriff auf Projekt speichern Projekt speichern.

Konfigurieren des Web-Werkzeugs

Nachdem das Werkzeug erfolgreich ausgeführt wurde, können Sie es nun als Web-Werkzeug konfigurieren. Sie geben es für Ihre Organisation frei, damit Kollegen über ArcGIS Pro und andere Client-Apps darauf zugreifen können. Wenn Sie das Web-Werkzeug in Ihrem Portal hosten, können alle in der Organisation darauf zugreifen. Außerdem können Sie auf diese Weise Konsistenz im Hinblick auf Eingabedaten und Parametereinstellungen umsetzen.

Stellen Sie sich vor, Ihre Organisation beabsichtigt, gemeinsam mit der regionalen Behörde in Marlborough die Überwachung invasiver Grasarten zu verstärken. Besorgte Bürger können eine Adresse oder räumliche Koordinaten übermitteln, und Analysten in Ihrem Team können schnell ermitteln, in welchem Umfang invasive Grasarten in der Nähe vorhanden sind.

  1. Klicken Sie auf dem Menüband auf die Registerkarte Freigeben. Klicken Sie in der Gruppe Freigeben als auf den Dropdown-Pfeil Web-Werkzeug, und klicken Sie auf Web-Werkzeug freigeben Web-Werkzeug freigeben.
    Hinweis:

    Dieser Befehl ist nicht verfügbar, wenn Sie zurzeit nicht bei einem ArcGIS Enterprise-Portal angemeldet sind. Möglicherweise müssen Sie Ihre Portal-Verbindungen verwalten.

  2. Klicken Sie im Fenster Werkzeug zum Freigeben auswählen auf Summarize Invasive Species, um dieses Werkzeug auszuwählen.

    Fenster "Werkzeug zum Freigeben auswählen"

  3. Klicken Sie auf OK.

    Der Bereich Als Web-Werkzeug freigeben wird angezeigt.

    Tipp:

    Sie können den Bereich auch mit den folgenden Schritten öffnen:

    1. Klicken Sie im Menüband auf die Registerkarte Analyse.
    2. Klicken Sie in der Gruppe Geoverarbeitung auf Verlauf Geoverarbeitungsverlauf.
    3. Klicken Sie im Bereich Verlauf mit der rechten Maustaste auf den Eintrag Summarize Invasive Species, klicken Sie auf Freigeben als, und klicken Sie auf Web-Werkzeug freigeben Web-Werkzeug freigeben.

    Wenn oben im Bereich eine Fehlermeldung angezeigt wird, verfügt Ihr Konto möglicherweise nicht über die Berechtigung zum Freigeben von Web-Werkzeugen. Weitere Informationen finden Sie in den oben beschriebenen Softwareanforderungen für dieses Lernprogramm.

    Auf der Registerkarte Allgemein werden unter Elementdetails die Felder Name, Zusammenfassung und Tags mit Metadaten aufgefüllt, die zuvor für das Werkzeug erstellt wurden.

  4. Zeigen Sie unter Daten neben Nicht-URL-Daten mit der Maus auf das Informationssymbol Information, und lesen Sie die daraufhin angezeigte Meldung.

    Bei den Datasets zu invasiven Grasarten handelt es sich um verlässliche Daten, die für das Werkzeug verwendet werden müssen. Da diese Daten nicht registriert sind, werden sie beim Freigeben des Werkzeugs auf den Server kopiert. Sie müssen die Option für die Standarddaten nicht ändern, da nicht registrierte Daten automatisch kopiert werden. Während die Hilfemeldung angezeigt wird, können Sie die Taste F1 drücken, um weitere Informationen zum Arbeiten mit registrierten Daten anzuzeigen.

  5. Zeigen Sie unter Daten neben URL-Daten mit der Maus auf das Informationssymbol Information, und lesen Sie die daraufhin angezeigte Meldung.

    In diesem Projekt werden keine URL-Daten verwendet, daher lassen Sie den Standardwert unverändert.

  6. Akzeptieren Sie die Standardeinstellungen für Speicherort.

    Das Web-Werkzeug wird auf der Stammverzeichnisebene von Eigene Inhalte Eigene Inhalte in Ihrem Portal und auf dem Hosting-Server Ihres ArcGIS Enterprise-Portals freigegeben.

  7. Aktivieren Sie unter Freigeben für das Kontrollkästchen neben dem Namen Ihrer ArcGIS Enterprise-Organisation.

    Alle Mitglieder der Organisation, die Inhalte erstellen können, können das Web-Werkzeug ausführen. Weitere Informationen finden Sie unter den allgemeinen Einstellungen für Web-Werkzeuge.

  8. Klicken Sie oben im Bereich auf die Registerkarte Konfiguration.

    In diesem Lernprogramm verwenden Sie die Standardeinstellungen. Weitere Informationen finden Sie unter den Konfigurationseinstellungen für Web-Werkzeuge.

  9. Klicken Sie auf die Registerkarte Inhalt.

    Registerkarte "Inhalt" im Bereich "Als Web-Werkzeug freigeben"

  10. Klicken Sie neben dem Werkzeug "Summarize Invasive Species" auf Werkzeugeigenschaften konfigurieren Werkzeugeigenschaften konfigurieren.
  11. Geben Sie im Feld Beschreibung den folgenden Text ein (Sie können ihn auch kopieren und einfügen): Finds and summarizes invasive species within a buffer zone of designated locations.
  12. Blenden Sie unter Parameter die Option Human Contact Locations ein.

    Die Parameterbeschreibung kommt aus den Metadaten des Geoverarbeitungswerkzeugs.

  13. Klicken Sie auf den Dropdown-Pfeil Eingabemodus und dann auf Benutzerdefinierter Wert.

    Der Geometrietyp in der Einstellung "Eingabemodus" ist standardmäßig auf "Punkt" festgelegt.

    Einstellung "Eingabemodus" für den Parameter "Human Contact Locations"

    Wenn Benutzer des Web-Werkzeugs interaktiv Positionen für die Analyse hinzufügen und dafür die interaktive Eingabeschaltfläche Interaktive Eingabe nutzen, ist die Eingabe auf das Hinzufügen von Punkt-Features beschränkt. Andere Geometrietypen – Linien, Polygone und Multipatches – sind über eine Dropdown-Liste verfügbar. Wenn ein Benutzer einen dieser Typen auswählt, wird der interaktive Layer mit dem entsprechenden Schema erstellt.

    Die Standardeinstellung für den Geometrietyp ist "Punkt", da Sie bei der Werkzeugausführung im vorherigen Abschnitt einen Punkt-Layer (Commercial Campgrounds) für die Kontaktorte verwendet haben. Weitere Informationen zur interaktiven Feature-Eingabe in Web-Werkzeugen und Geoverarbeitungsservices

    Ihnen wird ebenfalls das Tabellenschema, das für interaktiv erstellte Punkt-Layer verwendet wird, angezeigt. Dabei handelt es sich um das Schema des Layers "Commercial Campgrounds".

  14. Blenden Sie den Parameter Pufferabstand ein.

    Standardmäßig ist der Eingabemodus für diesen Parameter auf Benutzerdefinierter Wert festgelegt. Der Standardwert entspricht 1,5 Kilometer, der beim Ausführen des Werkzeugs verwendeten Einstellung. Die Benutzer des Web-Werkzeugs können diesen Wert ändern.

  15. Blenden Sie den Parameter Invasive Species ein.

    Der Standardeingabemodus ist Auswahlliste. Die Benutzer des Web-Werkzeugs sollten eine invasive Grasart für die Analyse auswählen können, andere Layer sollten jedoch nicht verfügbar sein. Die Daten für die in der Auswahlliste ausgewählten Layer werden auf den Server kopiert.

  16. Behalten Sie in der Liste der Layer die aktivierten Kontrollkästchen für die vier unten aufgeführten invasiven Grasarten bei. Deaktivieren Sie alle anderen Kontrollkästchen.

    • "White Edged Nightshade Range"
    • "Kangaroo Grass Range"
    • "Chilean Needlegrass Range"
    • "Nassella Tussock Range" (kann nicht deaktiviert werden)

    Liste der verfügbaren Karten-Layer für den Parameter "Invasive Species"

  17. Blenden Sie den Parameter Flächenmaßeinheit ein.

    Um eine konsistente Berichterstellung zu gewährleisten, verwendet Ihre Organisation Hektar als Messeinheit für alle Analysen bezüglich invasiver Grasarten. Die Benutzer des Werkzeugs sollten nichts anderes auswählen.

  18. Klicken Sie auf den Dropdown-Pfeil Eingabemodus und dann auf Konstanter Wert.

    Der konstante Wert wird automatisch auf Hektar festgelegt, die Messeinheit, die Sie beim Ausführen des Werkzeugs ausgewählt haben. Die Benutzer sehen diesen Parameter im Web-Werkzeug nicht.

  19. Blenden Sie den Parameter Ausgabe-Feature-Class ein.

    Ersetzen Sie im Feld Name den Standardnamen durch Invasive Grass Summary.

    Dieser Parameter wird im Web-Werkzeug nicht angezeigt. Die Benutzer des Web-Werkzeugs können den Namen oder Speicherort der Ausgabe-Feature-Class nicht ändern. Die Ausgabe-Feature-Class wird auf dem Server erstellt und an den Client zurückgegeben, auf dem das Web-Werkzeug ausgeführt wird. Das Tabellenschema wird angezeigt (das Schema der Ausgabe-Feature-Class beim Ausführen des Werkzeugs).

    Der Parameter Optionalen Parameter für Ausgabe-Feature-Service hinzufügen unter Parameterkonfiguration ist standardmäßig aktiviert. Wenn dieser Parameter aktiviert ist, wird er im Web-Werkzeug angezeigt. Dadurch können Benutzer des Web-Werkzeugs die Analyseergebnisse in einen Feature-Service im Portal sowie in eine lokale File-Geodatabase schreiben. Wenn der Parameter deaktiviert ist, wird er im Web-Werkzeug nicht angezeigt. Weitere Informationen finden Sie unter Verwenden von Web-Werkzeugen mit einem Ausgabe-Feature-Service.

    Lassen Sie das Kontrollkästchen Alle Standardwerte entfernen deaktiviert.

Freigeben des Web-Werkzeugs

Sie analysieren das Werkzeug auf Warnungen oder Fehler und geben es in Ihrem Portal frei.

  1. Klicken Sie unten im Bereich unter Freigabe abschließen auf Analysieren.

    Auf der Registerkarte Nachrichten oben im Bereich werden Warnungen und Fehler angezeigt. Es gibt vier gruppierte Warnungen.

  2. Blenden Sie die Gruppe ein, und zeigen Sie mit der Maus auf eine der Warnungen.

    Die Warnung informiert Sie, dass die Datenquelle nicht registriert ist und auf den Server kopiert wird. (Die gleiche Warnung wird für jede invasive Grasart angezeigt.) Bei umfangreichen Datasets kann das Kopieren der Daten auf den Server den Freigabeprozess verlangsamen. In diesem Fall sind die Datasets klein, und Sie können die Warnungen gefahrlos ignorieren.

    Tipp:

    Klicken Sie beim Zeigen mit der Maus auf eine Warnung oder eine Fehlermeldung auf Optionen Optionen, um Maßnahmen zur Fehlerbehebung zu ergreifen oder ein zugehöriges Hilfethema zu öffnen. Weitere Informationen finden Sie unter Fehler und Warnungen.

  3. Klicken Sie auf Freigeben.

    Nach der erfolgreichen Freigabe des Werkzeugs im Portal wird unten im Bereich eine Meldung angezeigt.

    Hinweis:

    Wenn im Portal bereits ein Web-Werkzeug mit dem gleichen Namen vorhanden ist, wird ein Fehler beim Veröffentlichen angezeigt. Klicken Sie in der Fehlermeldung auf OK. Klicken Sie im Bereich Als Web-Werkzeug freigeben auf die Registerkarte Allgemein. Bearbeiten Sie im Feld Name den Werkzeugnamen (ohne Leerzeichen). Klicken Sie unten im Bereich erneut auf Veröffentlichen.

  4. Klicken Sie in der Erfolgsmeldung auf Web-Werkzeug verwalten, um einen Webbrowser mit Ihrem ArcGIS Enterprise-Portal zu öffnen. Melden Sie sich an, wenn Sie dazu aufgefordert werden.

    Die Elementseite des Web-Werkzeugs wird angezeigt. Sie können die Elementseite später erneut aufrufen, um ihr weitere Metadaten und ein Miniaturansicht-Bild hinzuzufügen.

  5. Klicken Sie oben auf der Elementseite auf Inhalt.

    Web-Werkzeug in der Liste der persönlichen Portalinhalte

    Das Web-Werkzeug wird in der Liste der Inhaltselemente angezeigt.

    Im nächsten Abschnitt greifen Sie über ArcGIS Pro auf das Web-Werkzeug zu und führen es in Ihrem Portal aus. Sie können Web-Werkzeuge auch in Web-Apps verwenden.

Verwenden des Web-Werkzeugs

Sie führen das Web-Werkzeug aus, um den gewünschten Anwendungsfall zu simulieren: Besorgte Bürger möchten sich über invasive Grasarten in der Nähe eines Ortes informieren.

  1. Aktivieren Sie in ArcGIS Pro den Bereich Katalog. Klicken Sie oben im Bereich auf die Registerkarte Portal.

    Registerkarte "Portal" im Bereich "Katalog" mit dem Web-Werkzeug in "Eigene Inhalte"

    Das Web-Werkzeugelement "SummarizeInvasiveSpecies" wird auf der Registerkarte Eigene Inhalte Eigene Inhalte angezeigt.

    Hinweis:

    Für andere Mitglieder der Organisation wird das Werkzeug auf der Registerkarte Eigene Organisation Eigene Organisation angezeigt. Es kann auch auf der Registerkarte ArcGIS Enterprise ArcGIS Enterprise gefunden werden.

  2. Doppelklicken Sie auf das Web-Werkzeugelement SummarizeInvasiveSpecies, und doppelklicken Sie auf das Web-Werkzeug Summarize Invasive Species.

    Web-Werkzeug im Bereich "Geoverarbeitung"

    Das Werkzeug wird im Bereich Geoverarbeitung geöffnet. Die Parameter Pufferabstand und Invasive Species sind standardmäßig festgelegt. Die Einstellungen können geändert werden. Für den Moment akzeptieren Sie sie jedoch. Beachten Sie, dass das Werkzeug keine Parameter für die Maßeinheiten oder die Ausgabe-Feature-Class anzeigt. Sie können optional einen Ausgabe-Feature-Service erstellen (wenn Sie über die Publisher-Rolle verfügen), aber in diesem Lernprogramm tun Sie dies nicht.

    Für den Parameter Human Contact Locations haben Sie verschiedene Möglichkeiten, Eingabedaten bereitzustellen. Sie können einen Layer aus der aktuellen Karte auswählen, zu einem Dataset oder Web-Feature-Layer navigieren oder Features interaktiv in einer neuen Feature-Class erstellen. Für den Zweck Ihres Werkzeugs ist die interaktive Eingabe als Methode am besten geeignet.

  3. Klicken Sie neben Human Contact Locations auf die interaktive Eingabeschaltfläche Interaktive Eingabe. (Klicken Sie auf die Schaltfläche, nicht den Dropdown-Pfeil.)

    Dem Bereich Inhalt wird ein editierbarer Layer hinzugefügt. Im Bereich Geoverarbeitung wird eine Feature-Vorlage angezeigt und auf der Karte die Konstruktionswerkzeugleiste. Außerdem wird in der Standard-Geodatabase eine Point-Feature-Class erstellt.

    Bevor Sie interaktiv eine Position hinzufügen, benennen Sie den Layer um und wählen ein anderes Symbol aus.

    Hinweis:

    Als Benutzer des Web-Werkzeugs können Sie Layer verschiedener Geometrietypen erstellen, wobei der jeweils verknüpfte Schematyp verwendet wird. Klicken Sie dazu auf den Dropdown-Pfeil neben dem interaktiven Eingabewerkzeug. Als Autor des Web-Werkzeugs können Sie bei der Werkzeugkonfiguration einschränken, welche Geometrietypen für Feature-Layer und Feature-Classes erstellt werden. Weitere Informationen finden Sie unter Parameterfilter.

  4. Klicken Sie im Bereich Inhalt auf den Layer Summarize_Invasive_Species_Human_Contact_Locations_Points, damit der Name bearbeitet werden kann. Geben Sie Citizen Request ein, und drücken Sie die Eingabetaste.
  5. Klicken Sie unter dem neuen Layer-Namen auf das zugehörige Standardsymbol.

    Der Bereich Symbolisierung wird eingeblendet und zeigt Optionen für die Formatierung von Punktsymbolen an.

  6. Überprüfen Sie, ob am oberen Rand des Bereichs die Registerkarte Galerie ausgewählt ist. Geben Sie im Suchfeld Esri Pin ein, und drücken Sie die Eingabetaste.
  7. Klicken Sie in der Liste der Ergebnisse auf das mittelgroße Symbol Esri Pin 1.

    Esri Pin-Symbole im Bereich "Symbolisierung"

    Das Layer-Symbol wird im Bereich Inhalt aktualisiert.

  8. Aktivieren Sie den Bereich Geoverarbeitung. Klicken Sie unter dem Parameter Human Contact Locations auf die Feature-Vorlage Citizen Request.

    Feature-Vorlage "Citizen Request" im Bereich "Geoverarbeitung"

    Das Werkzeug Punkt Punkt ist standardmäßig ausgewählt.

    Stellen Sie sich vor, dass sich die Besitzerin eines Weinbaubetriebs an Sie gewendet hat. Sie glaubt, Nassella Tussock in der Nähe ihres Grundstücks gesehen zu haben.

  9. Klicken Sie auf dem Menüband auf die Registerkarte Karte. Klicken Sie in der Gruppe Abfrage auf Suchen Suchen.

    Daraufhin wird der Bereich Suchen geöffnet. Im Bereich ist die Registerkarte Suchen ausgewählt.

  10. Klicken Sie im Bereich Suchen auf Optionen Optionen, und vergewissern Sie sich, dass ArcGIS World Geocoding Service oder ein anderer Such-Provider verfügbar und aktiviert ist.

    Wenn "XY-Anbieter" als einziger Provider vorhanden ist, verwenden Sie im nächsten Schritt räumliche Koordinaten anstatt einer Straßenadresse.

  11. Klicken Sie in das Suchfeld. Geben Sie New Zealand State Highway 6 and Rapaura Road, Renwick, 7273 ein (Sie können den Text auch kopieren und einfügen), und drücken Sie die Eingabetaste. Geben Sie alternativ die folgenden Koordinaten im Suchfeld ein: 173.8170288°E 41.4865202°S.

    Die Karte wird auf die Position gezoomt, und an der Straßenkreuzung wird ein temporärer Marker platziert.

  12. Zeigen Sie mit der Maus auf die Position, und klicken Sie, um im Layer "Citizen Inquiry" ein Punkt-Feature zu erstellen.

    Das neue Feature wird automatisch gespeichert.

  13. Klicken Sie auf dem Menüband auf der Registerkarte Karte in der Gruppe Navigieren auf das Werkzeug Erkunden Werkzeug "Erkunden".

    Damit wird der interaktive Feature-Eingabe-Prozess beendet.

  14. Löschen Sie im Bereich Suchen im Suchfeld das Ergebnis, um den temporären Marker zu entfernen.
  15. Klicken Sie unten in der Kartenansicht auf den Dropdown-Pfeil für den Kartenmaßstab und dann auf 1:10.000.

    Wenn dieser Maßstab nicht in der Liste der vordefinierten Maßstäbe angezeigt wird, können Sie ihn in das Maßstabsfeld eingeben.

  16. Aktivieren Sie im Bereich Inhalt den Layer World Imagery (Clarity).

    Bilddaten von Position

    In der Nähe befinden sich Gebäude und einige Stellen mit Nassella-Vorkommen.

    Hinweis:

    Die Features für invasive Grasarten stellen keine vollständige Abdeckung eines Gebiets dar, sondern vielmehr Grenzen, innerhalb derer Stellen mit invasiven Grasarten gefunden wurden. Manche Gebiete sind dichter befallen als andere. Berechnungen der Menge einer invasiven Grasart innerhalb einer Pufferzone sind ungefähre Angaben.

  17. Aktivieren Sie den Bereich Geoverarbeitung, und vergewissern Sie sich, dass der Parameter Human Contact Locations auf den Layer "Citizen Request" festgelegt ist.
  18. Klicken Sie auf Ausführen Ausführen.

    Wenn die Ausführung der Operation abgeschlossen ist, wird unten im Bereich Geoverarbeitung eine Meldung angezeigt. Im Bereich Inhalt wird der Karte ein Layer mit dem Namen "Invasive Grass Summary" hinzugefügt.

  19. Klicken Sie im Bereich Inhalt mit der rechten Maustaste auf den Layer Invasive Grass Summary, und klicken Sie auf Auf Layer zoomen Auf Layer zoomen.

    Die Karte wird auf die Ausdehnung des 1,5-Kilometer-Puffers gezoomt.

    Auf der Karte dargestelltes Ausgabe-Puffer-Feature

  20. Klicken Sie im Bereich Inhalt mit der rechten Maustaste auf den Layer Invasive Grass Summary, und klicken Sie auf Attributtabelle Open Table.

    Im Feld Summarized area in HECTARES in der Tabelle wird angezeigt, dass sich ungefähr 20 Hektar von Nassella Tussock in der Pufferzone befinden.

  21. Schließen Sie die Attributtabelle.
    Hinweis:

    Vor dem Ausführen des Web-Werkzeugs können Sie interaktiv mehrere Eingabe-Features erstellen. Jedes Feature wird zwischengespeichert und zusammengefasst. Sie können das Werkzeug auch mehrmals ausführen, während Sie weiter interaktiv Features hinzufügen. Bei jeder Ausführung des Werkzeugs wird eine neue Ausgabe-Feature-Class erstellt.

    Nach der Werkzeugausführung können Sie weitere Features hinzufügen, indem Sie auf die interaktive Eingabeschaltfläche Interaktive Eingabe klicken. Damit werden jedoch der vorhandene Layer ("Citizen Request") und das zugehörige Quellen-Dataset überschrieben. Um die Bearbeitung ohne Überschreiben des Layers fortzusetzen, können Sie im Bereich Create Features Features erstellen.

Anzeigen von Ausgabedaten und Geoverarbeitungsverlauf

Die Quellen-Datasets für die Layer "Citizen Request" und "Invasive Grass Summary" befinden sich in der Standard-Geodatabase. Die Analyseergebnisse werden im Geoverarbeitungsverlauf des Projekts gespeichert.

  1. Aktivieren Sie den Bereich Katalog. Klicken Sie oben im Bereich auf die Registerkarte Projekt.
  2. Blenden Sie bei Bedarf den Container Datenbanken Datenbanken und dann die Geodatabase model_output ein.

    Die Geodatabase enthält eine Feature-Class mit dem Namen feature_set<number>. Dabei handelt es sich um die Datenquelle des Layers "Invasive Grass Summary". Außerdem enthält die Geodatabase eine Feature-Class mit dem Namen Summarize_Invasive_Species_Human_Contact_Locations_Points. Dabei handelt es sich um die Datenquelle des Layers "Citizen Request".

  3. Klicken Sie im Menüband auf die Registerkarte Analyse. Klicken Sie in der Gruppe Geoverarbeitung auf Verlauf Geoverarbeitungsverlauf.

    Bereich "Verlauf" mit Geoverarbeitungswerkzeugeinträgen

    Der Bereich Verlauf wird angezeigt. Der Bereich enthält Einträge für Ihre zwei erfolgreichen Geoverarbeitungsvorgänge: das Web-Werkzeug Abgeschlossene Portal-Funktion und das Desktop-Werkzeug Funktion abgeschlossen. Zeigen Sie mit der Maus auf die Einträge, um Details zu den einzelnen Vorgängen anzuzeigen.

  4. Klicken Sie auf der Symbolleiste für den Schnellzugriff auf Projekt speichern Projekt speichern.

Web-Werkzeuge funktionieren genau wie die benutzerdefinierten Skript- oder Modellwerkzeuge, auf denen sie basieren, und erzeugen die gleichen Ergebnisse. Sie sind für Benutzer in Ihrer Organisation unmittelbar verfügbar und können öffentlich freigegeben werden. Mit ArcGIS Pro 2.6 oder höheren Versionen können Sie ein Web-Werkzeug überschreiben, falls Sie es ändern müssen.

Beim Ausführen eines Web-Werkzeugs erfolgt die Geoverarbeitung auf dem Portalserver, nicht auf Ihrem Computer. Die Ausgabedaten werden vom Server zurückgegeben und in die Standard-Geodatabase des Projekts geschrieben.

ArcGIS Pro ist nicht die einzige Client-Anwendung, mit der Web-Werkzeuge ausgeführt werden können. Mit Map Viewer, ArcGIS Web AppBuilder und benutzerdefinierten Web-Apps können ebenfalls Web-Werkzeuge ausgeführt werden. Eine weitere Einführung in das Freigeben von Web-Werkzeugen finden Sie unter Veröffentlichen von Web-Werkzeugen in ArcGIS Pro.

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